Ein Spatzenflug zum Donau-Cup

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 6.4.2009.

von Hans-Uli Thierer

Spektakel des Ruderclubs hat Premiere

Berblinger lässt grüßen: Beim Donaucup des Ruderclubs geht es nicht nur im Wasser zur Sache, sondern auch in der Luft. Beim ersten Ulmer Spatzenflug.

Ulm/Neu-Ulm

Keine Kopie, aber unverkennbare Anleihen an den Berblinger-Preis des Jahres 1986: Zum 175. Jahrestags des gescheiterten Flugversuchs des Schneiders von Ulm veranstaltete die Stadt vor 23 Jahren an historischen Stätte, nämlich der Adlerbastei, einen Flugwettbewerb; 2009 ruft der Ulmer Ruderclub Donau (URCD) zum ersten Ulmer Spatzenflug auf.

Dem Spektakel von 1986 gleich ist, dass es per selbst gebauten Fluggeräten über die Donau gehen soll. Ansonsten aber ist doch alles anders. "Um Gottes Willen", sagt denn auch URCD-Vorsitzender Andreas Huber, auf dessen und des Vorstands Miste die Flugidee gewachsen ist, "wir wollen nicht der Stadt Ulm und ihren Berblinger-Aktivitäten Konkurrenz machen." Zudem: "Albrecht Berblinger war ein Flugpionier, der wissenschaftlich gewirkt hat. Keine Grund, ihn zu parodieren." Absicht des URCD sei lediglich, das Rudercup-Wochenende mit Regatten für klassische Ruderboote und Drachenboote um eine Attraktion zu bereichern. Nicht mehr und nicht weniger.

Teamgeist und Taktgefühl waren auf der Donau gefragt

Geschrieben von Neu-Ulmer Zeitung vom 30.6.2008.

 von THOMAS KEMPF

Drachen-Cup: Tausende Besucher verfolgten das Spektakel

Ulm . Der 20. Donau-Cup als fester Bestandteil des sommerlichen Veranstaltungsprogrammes in Ulm lockte am Wochenende wieder Tausende von Zuschauern an das Donauufer. Bei hoch sommerlichem Wetter wechselten sich Drachenbootläufe und Ruderrennen ab, nachdem am Freitagabend das vom Ulmer Ruderclub Donau e. V. organisierte Event mit einem Jubiläumsfassanstich von Ulrike Freund, Geschäftsführerin der Brauerei Gold Ochsen, und Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner eröffnet wurde.

Die Drachenbootmannschaften präsentierten am Freitagabend nach dem Abschlusstraining ihre selbst angefertigten Drachenköpfe, die Schlachtrufe und Outfits, umrahmt von professionellen Showeinlagen und fetzigen Sounds. Auf der Welcome-Party wurde anschließend bis nach Mitternacht ausgiebig gefeiert.

Die Drachen lassens krachen

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 30.6.2008.

von VERENA SCHÜHLY

Donau-Cup am Wochenende vereint Sport und Spaß auf und am Fluss

Der Donau-Cup ist ein sportlich-spaßiges Volksfest in und am Fluss in der Friedrichsau. Am Wochenende haben insbesondere die Läufe der über 60 Drachenboot-Teams wieder viel Publikum angezogen. 
 

Angefeuert von den Trommelschlägen und Schreien der Trommler kämpfen sich die Drachenboot-Teams über die 250 Meter lange Strecke. Foto: Oliver Schulz  

Ulm. Zu den rhythmischen Trommelschlägen tauchen jeweils die 16 Paddel synchron ein. Gleichmäßig werden sie durch das Wasser gezogen, angehoben, um etwas weiter wieder die Oberfläche zu durchstechen. Alles geschieht mit bedächtiger Ruhe - noch hat das Rennen nicht begonnen. Die vier Drachenboote nehmen ihre Startpositionen ein. Hochkonzentriert sitzen die 16 schwarz gekleideten Männer der Peri-Gorillas jeweils zu zweit nebeneinander in dem 12,50 Meter langen Boot. Die ärmellosen Shirts und dunklen Sonnenbrillen geben dem Team der Weißenhorner Firma ein etwas martialisches Aussehen. An mehreren muskulösen Oberarmen prangen Tätowierungen.

Nachwuchs gibt den Takt an

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 27.6.2008.

von UTE GALLBRONNER

Donau-Cup: Ruderspektakel mit so vielen Achtern wie lange nicht mehr

Donau-Cup, die 20. Auflage. Bereits heute Abend starten die Drachenboote, morgen früh lassen dann die Ruderer ihre Gefährte zu Wasser.


Ein Leistungstest für die einen, Erholungstripp für die anderen und für die nächsten purer Spaß: Der Rudercup ist für Sportler und Besucher ein Magnet. Archivfoto  

Einst war er eine klassische Regatta, der Ruder-Cup. Seit 20 Jahren schon werden auf der Donau Sieger gesucht. Morgen von 10 Uhr an auf der 250-Meter-Strecke, am Sonntag (9 Uhr ) geht es doppelt so lange den Fluss hinunter. Vor allem für den Nachwuchs ist es eine Chance sich zu zeigen. Manch einer, der später zu den Olympischen Spielen gefahren ist, hat beim Ruder-Cup seine ersten Meriten gesammelt.

Der frischeste Olympionike in den Reihen des Ulmer Ruderclubs Donau heißt Urs Käufer. Am Mittwoch Abend wurde er offiziell vom deutschen Verband für Peking vorgeschlagen. Heute ist er schon auf dem Weg ins Trainingslager nach Breisach, wo einen Monat lang an der Form für China gefeilt wird.

Donau-Cup 2007 - Atlantik-Basken Stars auf der Donau

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 2.7.2007.

von HANS-ULI THIERER

Mehr als eine Regatta, ein Volks- und Familienfest. Der URCD bewältigt das Großereignis mit 100 Helfern aus dem Verein

Der Rudercup ist längst mehr als eine Regatta auf der Donau. Die 19. Auflage der Großveranstaltung des URCD hat es gezeigt: Er ist ein Volks- und Familienfest. Der Reiz liegt auch darin, dass öfter Neues geboten wird. Heuer: Atlantikbrandungs-Ruderer aus dem Baskenland.


Starke Basken gegen nur unwesentlich schwächere Ulmer in Traineras - Boote, mit denen die Fischer an der Biskaya einst auf Walfang gingen. Die Gäste aus Spanien waren in diesem Jahr die Stars beim Ulmer Rudercup. Fotos: Volkmar Könneke  

Andreas Huber, gewichtiger Vorsitzender des Ulmer Ruderclub Donau, strahlt über die Backen. Er ist stolz auf seinen URCD. Unterstützt von etwa 100 Helfern schafft es ein Stab von 25 Leuten, die das Organisationsteam bilden, immer wieder, den Ulmer Rudercup zu stemmen.

Die 19. Auflage, die am Wochenende auf der Donau und auf dem Volksfestplatz stieg, hat es vollends gezeigt: Die Regatta mit klassischen Ruderwettbewerben, aber auch mit sportlichen und spaßigen Drachenboot-Wettkämpfen, hat sich zum Ruder-Großereignis in Süddeutschland gemausert. Zahlen untermauern dies: Fast 600 Ruderer waren in den verschiedenen Ruderdisziplinen am Start, und gleich 1200 Drachenbootfahrer maßen in mehr als 70 Teams ihre Kräfte.