Olympiasieger kommt ins Schwitzen - "Telefondiät" schlaucht zu sehr

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 2.7.2001.

Beim Ruder-Cup, der an diesem Wochenende schon zum 13. Mal ausgetragen wurde, prallten die Gegensätze aufeinander: Olympiasieger hier, Nachwuchs da. Talente hier, Anfänger dort. Aber eins war allen gemeinsam: der Spaß am Rudern.

WOLFGANG KARCZEWSKI

Albert Hedderich sieht man seinen Olympiasieg nach 17 Jahren nicht mehr an. Einen nicht gerade unauffälligen Bauch trägt er mit sich 'rum, stattliche 114 Kilogramm bringt er auf die Waage.

Damals, bei seinem größten Triumph, den er gemeinsam mit Raimund Hörmann sen., dem inzwischen verstorbenen Dieter Wiedenmann (beide Ulmer Ruder-Club Donau) und Michael Dürsch (Ingelheim) im Doppelvierer bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles feiern durfte, waren es 20 Kilo weniger.

2000 Fackeln beleuchten den Weg der Drachenboote

Geschrieben von Schwäbische Zeitung Ulm vom 28.6.2001.

ULM - Dr. Götz Hartung trommelt für Ulm, Dr. Beate Merk trommelt für Neu-Ulm und der Ulmer Ruderclub Donau trommelt für den Donau-Cup. "Wir brauchen Zuschauer", sagt die Vorsitzende Johanna Kienzerle vor dem Wochenend-Spektakel in der Au. Der Donau-Cup ist dreigeteilt: Ruder-, Solar- und Drachen-Cup.

Von Walter Fritsche

Die Drachenboote gibt es seit fünf Jahren bei dieser Veranstaltung. Und sie haben sich zur Zugnummer schlechthin entwickelt. Firmen schicken Teams, Vereine, und nicht nur aus dem Ruder-Lager. "Da entwickelt sich ein ungeheures Team-Gefühl", beschreibt Olympiasieger Raimund Hörmann die Arbeit an Bord eines solchen Drachenbootes. 18 Leute gehören zu einer Besatzung, 16 davon paddeln, eine(r) trommelt, eine(r) steuert - hoffentlich zum Sieg, der einen Einsatz des Gold-Ochsen-Durstlöschzuges und ein Spanferkel vom Olympiametzger einbringt.

Hörmann/Käufer fahren zur WM

Geschrieben von Schwäbische Zeitung Ulm vom 25.6.2001.

BRANDENBURG (mig) - Sie haben es geschafft: Raimund Hörmann jr. und Urs Käufer fahren zur Junioren-Ruderweltmeisterschaft. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften siegten sie im Zweier mit ihrem Steuermann Jakob Assländer.

Es gab nur einen Platz, der die beiden jungen Ulmer Ruderer zur WM bringen konnte: der Erste. Das Ziel war klar, die beiden Athleten in Top-Form und für die Motivation brauchte nicht mehr gesorgt werden. Nach einem ausgeglichenen Rennverlauf setzten sich am Ende zwei Boote der sieben nach vorne ab.