Straßburg trifft Ulm

Geschrieben von Sabine Bretschneider.

Am letzten Septemberwochenende durfte ich endlich mit meinem neuen Straßburger Ruderclub (Cercle de l’Aviron de Strasbourg) meinen alten Ruderclub besuchen und den neuen Ruderkameraden das großartige Ulmer Ruderrevier zeigen.

Am Samstag morgen um 9:00 Uhr starteten wir unser Ruderwochenende mit einem gemeinsamen Frühstück im Jugendraum des URCD. Gegen 10:00 Uhr ging es dann (jeweils durch ortskundige Ruderer gesteuert) mit Gigbooten und zwei Dreiern zu einer ersten Erkundungsfahrt aufs Wasser. Gestartet waren wir noch bei eher verhaltenen Temperaturen, nach kurzer Zeit brachen sich aber auch die Sonnenstrahlen Bahn und wir konnten im Sonnenschein und bei angenehmen Temperaturen einige Runden drehen.

Gut gesättigt durch einen leckeren Mittagsimbiss im Club, nutzten wir am Nachmittag die Möglichkeit, mit einem Drachenboot auch die "wildere" flussaufwärtige Seite zu befahren – aufgrund des niedrigen Wasserstandes leider nicht anders möglich. Anfangs noch leicht euphorisch (wobei ich noch eine furchtbar anstrengende Rückfahrt beim Nabada anno 2009 (?) mit Mike Dauser in Erinnerung hatte), stellte sich bei allen aber auch nach kürzester Zeit eine gewisse Ernüchterung (milde gesagt) ein.

Mein Gott, was ist paddeln anstrengend, mühsam und überhaupt kein "sport de glisse". Wir kämpften uns unter viel Jammern und Fluchen ("plus jamais - nie wieder") und vielen Pausen gegen die Strömung durch und waren erleichtert und stolz als wir endlich die Brücke oben erreichten. Zum Glück war die Rückfahrt dann ja kein Problem mehr (Treibenlassen geht auch mit einem schweren Drachenboot) und alle waren sich einig, dass sich die Mühe gelohnt hatte und das Ulmer Ruderrevier ein sehr abwechslungsreiches und schönes Revier ist.

Samstag Abend konnten wir nach einer Stadtführung durch das Münster, die Ulmer Altstadt und die Stadtmauer den Abend beim Essen und dem Genuss von blondem Bier ausklingen lassen.

Die Rudereskapaden von Samstag müssen auf jeden Fall gefallen haben, da man sich am Sonntag morgen dann nochmals zu einer Ausfahrt mit drei Booten traf und hier auch schmalere Boote ausgeführt wurden. Einige von uns traten nach einem kurzen Mittagessen dann auch den Rückweg Richtung Straßburg an, andere nutzten noch die Möglichkeit, den Turm des Ulmer Münster zu besteigen oder das Kloster Wiblingen zu besichtigen.

Die vielen überaus positiven Reaktionen "meiner" Straßburger für den warmherzigen Empfang im Ulmer Ruderclub darf ich hiermit nochmals weitergeben und ganz besonderen Dank an all die Ulmer Spatzen aussprechen, die bei den Ausfahrten, der Versorgung und dem "kulturellen Rahmenprogramm" mitgemacht haben. Vielen Dank an Jochen, Thomas, Jens, Karin und Sahak, Annette, Sylvia, Armin, Brigitte und dem URCD in seiner Gesamtheit.

An dieser Stelle möchte ich auch schon eine Einladung nach Straßburg für das Wochenende des 08.06/09.06. aussprechen. Da findet in Straßburg das erste Mal ein Event statt, das an die Vogalonga in Venedig angelehnt ist – das "Fous de Nefs". Es gab im September bereits einen ersten Testlauf mit den in der Gegend ansässigen Clubs (Ruderer wie Paddler). Für Samstag ist eine ca. 8 km lange Ausfahrt flussaufwärts mit Anlanden und Mittagessen vorgesehen. Am Abend gibt es im Stadtzentrum Flammkuchen bei Musik. Am Sonntag findet eine Rundfahrt durch das Zentrum von Straßburg statt mit Picknick und Rahmenprogramm. Vom ersten Testlauf gibt es auch ein Video z.B. von France 3.

Ihr seid alle herzlich willkommen, bei diesem sicherlich einmaligen Event mitzumachen. Nähere Informationen folgen noch, das Datum könnt ihr auf jeden Fall schon blocken.

Mit herzlichen Rudergrüßen

Sabine