Zeitplan für die olympischen Ruderwettbewerbe 2012 in Eton

Geschrieben von Hansjörg Käufer.


Die Ruderwettkämpfe finden vom 28. Juli bis 04. August 2012 iauf dem Dorney Lake in Eton, Großbritannien, statt.

Die Strecke
Der Dorney Lake ist eine künstliche Strecke 40 km westlich der Londoner City und gerade mal 4 km von Windsor Castle gelegen. Das 2,2 km lange Becken (die Renndistanz beträgt 2000m) wurde Ende der 90iger Jahre ausgehoben und fertig gestellt.

Gleich nach der olympischen Ruderregatta beherbergt Dorney Lake die Kanuten, die in der zweiten Woche auf Medaillenjagd gehen. Die gesamte Anlage befindet sich im Besitz des berühmten Eton College. 2005 wurde dort ein Welt-Cup ausgetragen, 2006 fand die Ruder-WM statt. Als Generalprobe für die olympische Regatta wurde 2011 die Junioren-WM durchgeführt. Die Strecke erfüllt alle Anforderungen des Weltruderverbands FISA. Voraussetzungen sind u.a. stehendes Wasser, durchgehende Mindesttiefe von 3,50m, sechs Startbahnen plus zwei Ausweichstartbahnen mit einer Mindestbreite von 13,50m.

Interview mit Max Reinelt: Täglich Vollgas für die Goldmission

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 23.6.2012.

Maximilian Reinelt, 23, hat es in das deutsche Ruder-Flaggschiff, den olympischen Achter, geschafft. Das Ziel in London lautet ganz klar: Gold.

SWP: Herr Reinelt, herzlichen Glückwunsch zur Nominierung in den olympischen Achter, das Flaggschiff des deutschen Rudersports. Wie hart war der Selektionsprozess bis dahin?

MAXIMILIAN REINELT: Im Rudern ist es so, dass die Nationalmannschaft jedes Jahr nach den Weltmeisterschaften aufgelöst wird und alles von vorne losgeht. Das heißt, im Oktober 2011 hatten wir unsere ersten Langstreckentests über sechs Kilometer im Zweier. Hier wurde ich mit meinem Ruderpartner Lukas Müller Zweiter. Anfang diesen Jahres folgten die Ergometer-Tests, wo ich Erster wurde. Abschließend gab es den Frühtest, bei dem alle für die Nationalmannschaft in Frage kommenden Zweier in einem Wettkampfmodus gegeneinander rudern. Leider wurden wir hier nur Fünfte, das hat uns sehr geärgert. Daraufhin werden die Achter-, Vierer- und Zweier-Teams gebastelt. Aber erst wenn diese dann noch bei den folgenden Weltcups ordentlich rudern, ist man wirklich bei Olympia dabei.

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Info: Mediziner mit Muckis

Reingeschmeckt - und dabei geblieben

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 23.6.2012.

Der Weg nach Ulm war für Lena Müller unvermeidlich, um sich den Traum von der Olympia-Teilnahme zu erfüllen. Inzwischen ist die ehemalige Duisburgerin an der Donau heimisch geworden.

Eigentlich ist Lena Müller vor eineinhalb Jahren "nur" wegen dem Rudern von Duisburg nach Ulm gezogen. "Inzwischen ist aber sicher, dass ich mein Lehramtsstudium auch hier beenden werde", sagt die 25-Jährige. Bis 2016 bleibt Müller mindestens beim Ulmer Ruderclub Donau (URCD).

Denn sie hat ihren Umzug in keiner Weise bereut. Seit sie wieder unter ihrem früheren Heimtrainer und heutigen URCD-Chefcoach Marcus Maier trainiert, rückt der Traum von den Olympischen Spielen und inzwischen auch von einer Medaille in London immer näher. Nach der Bronzemedaille bei der WM 2011 im Leichtgewichts-Einer schaffte sie es im Herbst in die sechsköpfige Auswahl für das einzige olympische Leichtgewichtsboot bei den Frauen, den Doppelzweier.

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"Das Scheitern war wichtig" - Olympia-Ruderin Kerstin Hartmann im Porträt

Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 18.6.2012.

Vor neun Jahren saß Kerstin Hartmann zum ersten Mal auf der Donau in einem Ruderboot. In wenigen Wochen ist die 24-Jährige als Medaillenkandidatin bei den Olympischen Spielen in London am Start.

"Im September ziehe ich wieder nach Ulm." Ein verschmitztes Grinsen kann sich Kerstin Hartmann nicht verkneifen, als sie das sagt. Fast zwei Jahre wohnt die 24 Jahre alte Ruderin vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD) jetzt im Bundesleistungszentrum in Dortmund. Seit 2010 hat sie alles dem Sport untergeordnet, das Lehramts-Studium liegt auf Eis, die Familie und ihre Heimat besuchte sie zuletzt an Weihnachten. "Ich habe mir gesagt: Entweder ich versuche ich jetzt alles, um zu den Olympischen Spielen zu kommen, oder ich gebe das Rudern in der Form wie bisher auf." Sie entschied sich für Ersteres. Außerdem hatte sie nach zwei Jahren wöchentlichem Pendeln zwischen Leistungszentrum Dortmund und Uni Ulm auch von dieser Notlösung genug.

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