Kaderüberprüfung in Dortmund - Mahni Fatahi gewinnt U-23-Wertung

Geschrieben von Hansjörg Käufer.

Wohin geht die Reise der URCD-Athleten nach dem Rücktritt der Olympioniken Maximilian Reinelt und Kerstin Hartmann? Eine erste Antwort lieferte die Kaderüberprüfung im Olympiastützpunkt Dortmund. Gefragt war die Ergometerleistung (über 2000 Meter) sowie jene im Boot (über 6000 Meter).  Angeführt von Mahni Fatahi zeigte das URCD-Team teilweise hervorragende Leistungen.

Schneefall und Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt - auf dem Dortmund-Ems-Kanal taten sich viele im Feld schwer, einigermaßen brauchbar ins Rennen zu finden. Derartige Schwierigkeiten kannte Mahni Fatahi im leichten Einer nicht. Engagiert und klug eingeteilt, das verrieten seine Zwischenzeiten, ging er sein Rennen gegen die Uhr an. In 23:45 stand am Schluss die schnellste Zeit in der U-23-Klasse zu buche. Ebenfalls an Nummer 1 beendete er den Wettbewerb auf dem Ergometer. Mit der ihm eigenen Bodenhaftung kommentierte der Chemiestudent das Wochenende: "Für mich war die Leistung in Ordnung" und mit Blick auf eine erneute Berufung ins U-23-Nationalteam des Jahres 2018 sagte Fatahi: "Natürlich muss ich kommendes Frühjahr wieder ganz vorne landen, sonst wird’s eng."

Anna Kracklauer, die nächstes Jahr erstmals in der U-23-Klasse startet, wartete auf dem Ergometer mit einer persönlichen Bestleistung auf, was sie in Dortmund unter die Top-Drei der Rangliste spülte. Dass Teil zwei der Bewährungsprobe mit einem Mittelfeldfeldplatz im Einer nicht so gut gelang, überraschte die Insider kaum.  Die letzten zwei Wochen verbrachte das URCD-Talent bei einem Bufdi-Lehrgang und konnte währenddessen keinen einzigen Bootskilometer absolvieren. Darunter litt der Feinschliff. "Erst mal war wichtig, dass Anna auf dem Ergometer vorne dabei ist" resümierte der Ulmer Trainer Marcus Maier, "das mit der Bootsleistung kriegen wir schon wieder hin".

Annas jüngere Schwester, Chiara, blickt auf eine erfolgreiche Saison in der U-17-Klasse zurück. Sie eilte von Sieg zu Sieg und errang im Juni bei der DM Bronze im leichten Einer. Jetzt, in der gewichtsoffenen U-19-Klasse, landete sie auf dem 13. Platz. In der kommenden Saison wird Chiara erneut bei den Leichtgewichten starten. Dort darf, nach ihrem guten Auftritt bei den Schweren, mit weiteren Spitzenplatzierungen gerechnet werden.

Marcel Schöpf ist in der U-19-Klasse unterwegs. Die aktuelle DRV-Rangliste führt ihn nach dem Rennen von Dortmund auf  dem 21. Platz.

Der Ruderstützpunkt Ulm betreut nicht nur Ulmer erfolgreich. Katrin Volk aus Radolfzell lebt und studiert seit Herbst in Ulm. Im leichten Einer der U-23-Klasse belegte sie den vierten Platz.

Maximiliane Hartmann und Clara Oberdorfer mussten wegen Krankheit auf ihren Start im U-19-Zweier-ohne verzichten.