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Kaderüberprüfung

Frühjahr 2025

in Leipzig

und Breisach

Alles gegeben auf dem Ergometer: Lisa Nagler mit Trainer Marcus Maier (Foto: DRV/Meinruderbild)

GESCHRIEBEN VON HARRIET WAPPLER-NIEMEYER

Mit der ersten bundesweiten Kaderüberprüfung in Leipzig und der zeitgleich stattfindenden Landesrangliste der B-Junior*innen in Breisach startete der Ulmer Ruderclub am 29./30.03.2025 auf mehreren Ebenen erfolgreich in die neue Wettkampfsaison. Während in Leipzig beim traditionellen Ergotest und der 6-Kilometer-Langstrecke die nationale Spitze aufeinandertraf, traten in Breisach die Nachwuchstalente des Landesruderverbandes Baden-Württemberg zum ersten Kräftemessen über die 1500-Meter-Distanz an. In beiden Wettbewerben zeigten die Ulmer Athletinnen und Athleten starke Leistungen und unterstrichen ihre Konkurrenzfähigkeit.

Lisa Nagler erfüllt WM-Norm auf dem Ergometer
Lisa Nagler startete am Samstag auf dem Ruderergometer über die 2000-Meter-Distanz. Mit einer Zeit von 7:09 Minuten unterbot sie die U23-WM-Norm und konnte damit bereits früh in der Saison ein wichtiges Ziel erreichen.

Am Sonntag trat sie im Zweier ohne Steuerfrau gemeinsam mit ihrer Münchner Partnerin an. Auf den letzten 1000 Metern kam es zu einer kleinen Unachtsamkeit, durch die das Boot kurzzeitig vom Kurs abkam und an den Rand der Strecke geriet. Dadurch verloren sie etwas Tempo und belegten schlussendlich in der U23-Wertung Platz 11 – ein Resultat, das mit Blick auf den Zwischenfall durchaus positiv einzuordnen ist.

Mikel Mardaras Peters im ersten U23-Jahr (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

Mikel Mardaras Peters mit starker Langstreckenleistung
Auch Mikel Mardaras Peters zeigte ein überzeugendes Wochenende. Auf dem Ergometer steigerte er sich auf eine neue persönliche Bestzeit von 6:16 Minuten – eine starke Leistung, insbesondere im ersten U23-Jahr. Am Sonntag trat er bei der 6-Kilometer-Langstrecke im Einer an. In einem offenen und stark besetzten Feld, in dem auch erfahrene A-Senioren starteten, belegte er den 19. Gesamtrang und konnte dabei viele erfahrene und zum Teil international erfolgreiche Ruderer hinter sich lassen.

Ebenfalls erfreulich verlief das Wochenende für Manuel Mützel, der im leichten Männer-Einer an den Start ging. In einem anspruchsvollen Feld konnte er sich gut behaupten und ruderte auf den 6. Platz in seiner Abteilung. Die Platzierung zeigt, dass er sich leistungsmäßig stabil präsentiert und mit der nationalen Konkurrenz in seiner Gewichtsklasse mithalten kann.

Junge Talente zeigen Präsenz im Juniorenbereich
Auch im Juniorenbereich war der Ulmer Ruderclub in Leipzig vertreten. Raphael Müller belegte im Junioren-Einer Platz 39 von 60 Startern, dicht gefolgt von Anton Frohwein auf Rang 46. In einem sehr kompakten und leistungsmäßig engen Feld konnten beide Athleten wichtige Rennerfahrung auf Bundesebene sammeln und ihren Leistungsstand erstmals in einem überregionalen Vergleich einordnen.

Bei den Juniorinnen zeigte Beatriz Schillinger eine engagierte Leistung und belegte Platz 23 in einem großen und anspruchsvollen Starterfeld. Sie präsentierte sich kämpferisch über die 6000 Meter und bewies, dass sie im Saisonverlauf durchaus weitere Schritte nach vorn machen kann.

Erfolgreiche B-Junior*innen bei der Landesrangliste in Breisach
Zeitgleich zur Kaderüberprüfung in Leipzig fand in Breisach die zentrale Frühjahrsrangliste des Landesruderverbandes Baden-Württemberg für die B-Juniorinnen und B-Junioren (U17) statt. Auch hier war der Ulmer Ruderclub mit mehreren Nachwuchstalenten vertreten – und das mit großem Erfolg. In der landesweiten Leistungsüberprüfung über die 1500-Meter-Distanz schafften es alle Ulmer Boote ins A-Finale – ein deutlicher Beleg für die hohe Trainingsqualität und den gelungenen Saisonauftakt im Nachwuchsbereich.

Beste Ulmer Platzierung bei den Juniorinnen erzielte Lisa Denkinger-Rueda mit einem starken dritten Platz im A-Finale. Sie zeigte ein konzentriertes Rennen und konnte sich im vorderen Feld behaupten – ein Ergebnis, das ihre positive Entwicklung und ihr Potenzial unterstreicht. Franziska Durst folgte ihr mit einem ebenfalls guten fünften Rang und bewies damit, dass auch sie zu den leistungsstarken Athletinnen ihrer Altersklasse zählt.

Im Juniorenbereich erreichte Moritz Henßler Platz 7 im A-Finale, Anton Kumpf ruderte auf Rang 8 – beides Platzierungen, die eine gute Basis für die weitere Saison und die Entwicklung im Landeskader darstellen.

Ausblick: Deutsche Kleinbootmeisterschaft als nächste wichtige Standortbestimmung
Nach dem gelungenen Auftakt in Leipzig und Breisach richtet sich der Blick nun auf die Deutsche Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg, die in zwei Wochen stattfindet. Für die Top-Athletinnen und -Athleten ist sie eine zentrale Überprüfung innerhalb der nationalen Saisonstruktur – insbesondere im Hinblick auf die weitere Nominierungsarbeit des Deutschen Ruderverbandes. Auch hier wird sich zeigen, wer sich im Kleinboot im direkten Vergleich behaupten kann und wer sich nachhaltig ins Blickfeld der Bundestrainerinnen und Bundestrainer rücken kann.

Mit den gezeigten Leistungen auf Bundes- wie Landesebene hat der Ulmer Ruderclub bewiesen, dass seine Athletinnen und Athleten bereit sind, sich den kommenden Herausforderungen zu stellen – und dabei in allen Altersklassen das Feld aktiv mitgestalten können.

Nach 2.000 m am Vortag auf dem Ergo jetzt 6.000 m im Einer (Foto: Pedro Mardaras Otegi)