Das Blaue Band vom Wörthersee am 20. - 22. September 2019

Geschrieben von Katrin Volk.

"Haben wir uns im Wochenende vertan?"- Die Frage kam uns ein paar Mal in den Sinn, nachdem wir zwei Stunden nach der Ankunft in Velden am Wörthersee immer noch der einzige Bootshänger waren. Doch glücklicherweise füllte sich der kleine Rasenplatz am See allmählich. Auf der anderen Seite des Wörthersees stellten wir den Bootshänger in Klagenfurt ab und machten uns ein Bild von dem sehr schön gelegenen, alten Bootshaus im Stil der großen amerikanischen Ruderclubs.

Nachdem unsere Nachzügler auch am Zielort angekommen waren, konnten wir den Kärntner Landtag unsicher machen. Zum Glück waren wir nicht in politischer Absicht gekommen, sondern in kulinarischer.

Am Samstag Morgen ging es los. Die Achter wurden nach und nach aufs Wasser geschickt. Steuermann Jens, Werner, Michi, Mike, Raimund, Sara, Maria (unsere Ersatzfrau aus Klagenfurt), Clara und ich (Katrin) stellten den einzigen Mixed Achter im 16-Boote Feld. Raimund, der wohl besonders heiß auf das 16 km lange Rennen war, testete unfreiwillig und beobachtet von allen Zuschauern, die sich an der Uferpromenade gesammelt hatten - inklusive Ingrid - die Wassertemperatur des Sees. Danach konnte es endgültig losgehen!

Auf der ersten Streckenhälfte konnten wir einen Achter nach dem anderen überholen, bis wir später auch von ein paar eingeholt wurden. Auf der zweiten Streckenhälfte ging es um den puren Willen, so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Nach einem wirklich harten und Strapazen reichen Rennen kamen wir mit einer Zeit von 1:00:36 als fünftschnellstes Boot in Ziel.

Bei einer ausgiebigen Mahlzeit auf der Terrasse des Bootshauses wurden wir - zu unserer eigenen Überraschung - zum Sieger des Blauen Bandes gekürt, da wir der schnellste Riemenachter im Feld waren. Gut gestärkt und glücklich über den guten Ausgang des Rennens, nutzen wir das schöne Wetter, um uns von einem höhergelegenen Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel einen Überblick über die geruderte Strecke und die idyllische Alpenregion zu machen. Am Sonntagmorgen machten wir noch eine kleine Ausfahrt zum Abschluss eines wirklich schönen Wochenendes, mit vielen neuen Erfahrungen für Alt und Jung.