Internationale Juniorenregatta München 2018 - Ulmer mischen international mit

Geschrieben von Hansjörg Käufer.

Sechs Siege und einige Spitzenplätze kennzeichneten einen starken Auftritt der Ulmer Ruder-Junioren auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim. Rund 1000 Teilnehmer aus 15 Nationen hievten den Event für die 15/16-jährigen B-Junioren, sowie die 17/18-jährigen A-Junioren auf ein Topniveau.

Unbeirrt setzt Clara Oberdorfer ihren Weg Richtung A-Junioren WM (Anfang August in Tschechien) fort. Nach ihren Zweier-Erfolgen von Leipzig und Essen, lag nun der Fokus auf den Mittelbooten. Zusammen mit ihrer Zweier-Partnerin Celina Waldschmidt, und ergänzt durch Lisa Holbrook und Shirin Dragusha (alle Hanau) gelang dem Vierer-ohne vor den Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, der Schweiz, Lübeck, Großbritannien und Flensburg ein unangefochtener Start-Ziel-Sieg.

Am zweiten Renntag versuchten sich die jungen Damen im gesteuerten Vierer und auch hier hatte die Konkurrenz nichts zu bestellen. Mit einem blitzsauberen Streckenschlag hatten sie das Rennen in jeder Phase unter Kontrolle. Ihr Vorsprung von einer Länge war nie gefährdet. Den weiteren Saisonverlauf sieht die talentierte Ulmerin entspannt: "Es wird bei den nächsten Rennen bestimmt noch weiter getestet. Jetzt sind wir erst mal froh, dass es hier in den Vierern so gut lief. Der starke Gegenwind war schon eine harte Herausforderung." Zum Abschluss der Regatta startete Clara Oberdorfer mit dem Südteam im Achter. Hinter den Booten aus der Tschechei und dem Nordteam belegte die Crew um die Ulmerin den dritten Rang.

Chiara Kracklauer ist im leichten Einer der A-Juniorinnen unterwegs und belegte dort einen zweiten, tags darauf den dritten Rang.

Bei den B-Junioren, also den 15- und 16-jährigen, setzte sich der neu gebildete Vierer des Landesruderverbandes mit den beiden Ulmern Aaron Böhm und Max Hitzler sowie den Radolfzellern Florian Dritter und Tom Härtwig an Bord glänzend in Szene. Schnell hatten sich die Buben eine Führung erobert und bauten diese bis ins Ziel auf eine Länge aus. Die Konkurrenz aus Hamburg, Wien, Ljubljana, Berlin und Linz hatte klar das Nachsehen. Auch der zweite Renntag bot ein ähnliche Bild: Ulm/Radolfzell führte vom Start weg und siegte, diesmal mit 1 ½ Längen. Nicht ganz so gut lief es im Ba-Wü-Achter. Dort mussten sich die Vier, komplettiert mit Ruderern aus Stuttgart und Eberbach mit dem vierten Platz hinter den Teams Berlin, Hamburg und Österreich begnügen.

Die Landesauswahl der B-Juniorinnen im Vierer wird vom Ulmer Jens Köller gesteuert. Seine Kombination aus Marbach, Stuttgart und Radolfzell fuhr an beiden Tagen einen deutlichen Sieg ein. In dieser Klasse mangelt es dem URCD nicht an Nachwuchs. Mit Regina Eichelberger, Constanze Schillinger, Elisabeth Stützle, Lisa Frey und Steuerfrau Julia Fangerau konnte man sogar an komplettes Vereinsboot ins Rennen schicken und durfte mit dem dritten Rang sehr zufrieden sein.

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