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Zweier eine Klasse für sich - Hörmann/Käufer trumpfen beim ersten Formtest groß auf

HJK

Junioren-WM auch für andere Ulmer Riemen-Asse in Reichweite

Beim ersten großen Formtest auf dem Beetzsee in Brandenburg präsentierten sich die Ulmer Ruder-Junioren in großer Form. Damit räumten sie die erste hohe Hürde auf dem Weg zur WM aus dem Weg. Raimund Hörmann/Urs Käufer waren einmal mehr eine Klasse für sich.

Der Konkurrenz schon beim ersten Test um Längen voraus: der Ulmer Zweier mit Raimund Hörmann (links) und Urs Käufer. Fóto: hjk

Auf den ersten Blick vermag man keine sonderliche Spannung erkennen, wenn vom Frühtest des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) die Rede ist. Doch hinter dieser vermeintlich harmlosen Veranstaltung steckt einiges an Brisanz, denn wer sich Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme macht, muss in diesem Frühtest erst mal seine Fähigkeiten im Kleinboot, also im Einer oder - wie bei den fünf Ulmer Riemen-Junioren - im ungesteuerten Zweier unter Beweis stellen. Die weitere Saisonplanung der deutschen Junioren richtet sich einzig nach den Ergebnissen, die auf dem Beetzsee in Brandenburg erzielt wurden.
 
Für die Ulmer Zweier mit Raimund Hörmann/Urs Käufer, Daniel Held mit Philipp Krämer (Koblenz) sowie Nina Hengartner/Caro Leibinger, die bisher lediglich im Süden in Erscheinung getreten waren, dort aber alles in Grund und Boden gefahren hatten, war es der erste große Saisonauftritt gegen die Konkurrenz aus dem Rest der Republik.

Wie schon auf den Süd-Regatten in Mannheim und Breisach waren Raimund Hörmann und Urs Käufer eine Klasse für sich. Im Vorlauf so gut wie nicht gefordert, im Zwischenlauf mit angezogener Handbremse rudernd, erreichten die Vizeweltmeister im gesteuerten Zweier ohne viel Substanzverlust das Finale. Mit dem Hallenser Alexander Scholz mit seinem Partner Sebastian Tapken aus Bremen, sowie dem Hamburger Duo Andreas Clausen/Richard Nagel warteten immerhin einige WM-dekorierte Gegner (Duisburg 2001) auf die Jungs von der Donau.

Doch Käufer und Hörmann, der bis vor wenigen Tagen Wirbelsäulenbeschwerden hatte, lagen schon nach wenigen Schlägen in Führung, und auf dem letzten Streckenviertel der 2000-m-Distanz drehten die beiden Klassenkameraden vom Scholl-Gymnasium richtig auf, so dass der Vorsprung auf Scholz/Tapken auf komfortable fünf Sekunden anwuchs. Das Hamburger Duo belegte Platz drei.

Mit diesem Ergebnis können Hörmann/Käufer den nächsten Regatten gelassen entgegen sehen, denn ihre Gegner werden nun versuchen, sich im Vierer oder im Achter für die WM zu empfehlen.

Genau diesen Weg wird auch Daniel Held beschreiten müssen. Mit seinem Koblenzer Partner Philipp Krämer verpasste er (unter den 33 gemeldeten Booten) nur knapp den Finallauf und erreichte durch den Sieg im B-Finale den siebten Gesamtrang. Auch dieses Resultat sollte für die Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften in Trakai (Litauen) Anfang August reichen, doch muss auf den Regatten in München, Köln und Hamburg die gute Leistung, zunächst im Vierer, bestätigt werden.

Ähnlich sieht es für Nina Hengartner und Caro Leibinger aus. Unter 22 Zweiern erreichten die Ulmerinnen den vierten Rang. Christina Gerking/Christina Mahler (Leer/Bremen) sind hier als WM-Dritte von Duisburg das unangefochtene Duo. Doch immerhin haben die Ulmerinnen schon mal den ersten Schritt in Richtung Trakai vollbracht.

Der Ulmer Trainer Christian Viedt wird nun versuchen, für Hengartner/Leibinger und Held/Krämer die idealen Partner zu finden, um für die nächsten Rennen am 11./12.Mai in München möglichst schnelle Vierer zu formen.

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