Wanderrudern - Wo Wasser ist, da wächst auch Wein


Ein markanter Punkt im Ulmer Ruderrevier: die Illerspitz, die Mündung der Iller (links) in die Donau (rechts)

Als Ulmer Ruderer kommt man aus der Stadt raus - entweder bei Regatten oder, wer mit dem Rennruderleben bereits abgeschlossen hat, bei Wanderfahrten. Für beide Ruderlebensabschnitte gilt wie auch sonst im Leben die Volksweisheit "Reisen bildet", man lernt andere Regattastrecken oder Ruderreviere kennen. Wer von einem Fluss kommt, für den ist Seerudern spannend, was vermutlich auch umgekehrt gilt.

Für auswärtige Besucher: Die Wasserkraftwerke der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, das Kraftwerk Böfinger Halde (KWBH) von 1953 und das Wehr des Kraftwerks Wiblingen von 1907 beim Fischerheim (Fihei), bilden die natürlichen Grenzen des Ulmer Ruderreviers auf der Donau. Was sich nach totem, gestautem Fluss anhört, ist meist sehr lebendig. Zu einer relativ friedlichen Donau gesellt sich in Ulm ein manchmal wilder, überschäumender Fluss mit machmal türkis leuchtendem Schmelzwasser aus den Alpen - die Iller.

Ein gefühltes Wehr ist manchmal die Eisenbahnbrücke gleich unterhalb vom Bootshaus des URCD, bei der durch die starke Verbreiterung und Verlängerung von zwei Pfeilern 2006 bei Hochwasser ein schönes Wildwasserrevier für Paddler entstanden ist. Seit Erhöhung der Stauhaltung am Kraftwerk Böfinger Halde 2010 ist die Donau in Ulm und Neu-Ulm wieder ganz zahm geworden. Horrormärchen, die auswärtige Ruderer mal gehört haben sollten, entbehren jeglicher Grundlage. Sehen Sie am besten selbst.

Wenn Sie eine Wanderfahrt organisieren wollen mit Übernachtung im Ulmer Ruderclub, hat Wanderruderwart Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! die Details fürs Sie.

Wenn Sie noch gar nie gerudert sind, aber bisher schon Spaß hatten, in schöner, teilweise sogar atemberaubender Natur zu wandern, hätten Sie sicher auch viel Spaß beim Wanderrudern, denn zum sportlichen Naturerlebnis kommt der gesellige Aspekt noch dazu. Nicht umsonst wurde im URCD einmalt gereimt nach der Melodie "Marmorstein und Eisen bricht": Als Ziel einer Wanderfahrt, da gilt allgemein (dam dam, dam dam): wo Wasser ist, da wächst auch Wein (dam dam, dam dam). Der Refrain gilt als verschollen.

Einziger Nachteil einer Wanderfahrt: es werden bestimmte Körperteile deutlich stärker strapaziert als sonst, vor allem Hände und Hinterteile. Das kann manchmal bedeuten, dass am Anfang einer Wanderfahrt alle Teilnehmer nur rudern wollen und keiner steuern, geschweige denn Landdienst machen. Zum Ende hin wollen viele Landdienst machen, einige nur noch steuern und wenige rudern.

Wenn Ihnen so eine Wanderfahrt Spaß machen könnte und Sie Rudern lernen möchten, wenden Sie sich bitte per Mail an das Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.