Niedrigwasser, Luft schnappende Fische, Hitzewelle. Das ist der August 2018. Und vor 50 Jahren? Regen und: Hochwasser. Die deutschen Ruder-Meisterschaften in Heilbronn fielen „ins Wasser“, wie die SÜDWEST PRESSE meldete. Auf dem Neckar war es zu gefährlich, die Strömung zu stark für die Titelkämpfe. Kurzfristig musste reagiert werden.
Der deutschen Achter mit der Ulmerin Clara Oberdorfer an Bord beendete die Junioren–WM im tschechischen Račice mit dem vierten Platz. Die Gastgeberinnen aus Tschechien verteidigten ihren Titel erfolgreich.
Es war ein überlegener Start-Ziel-Sieg der tschechischen Juniorinnen. Für Clara Oberdorfer und ihre Kolleginnen sah es nach der Startphase noch ziemlich gut aus. Die erste Zwischenzeitnahme bei 500 Metern passierten die Deutschen noch an zweiter Stelle. Auf dem mittleren Kilometer machten allerdings die Teams aus den USA und Rumänien mächtig Betrieb und zogen, während vorne die Tschechinnen unaufhaltsam Richtung Ziel ruderten, an den Deutschen vorbei. Da nützte es nichts, dass man auf den letzten 500 Metern die Schlagzahl erhöhte. Oberdorfer und Co. konnten zwar noch etwas auf die Rumäninnen auflaufen, die Medaillen blieben jedoch außer Reichweite.
Was haben Claudia Barth und der Cheftrainer im URCD, "der Maier", gemeinsam? Beide wurden vor 25 Jahren Juniorenweltmeister, Claudia im Doppelzweier und Marcus im Achter. 1993 gab es bei der Junioren-WM in Oslo fast einen Durchmarsch: Deutschland gewinnt in fast allen Rennen die Goldmedaille, außer im Junioren Einer und im Juniorinnen Zweier ohne.
Was bedeutete das damals für den URCD? Nach dem Gewinn der Goldmedaille der Hohlen 1984 bei der Olympiade in L.A. gab es an internationalen Siegen im URCD eine gewisse Durststrecke - Zeit für Aufbauarbeit, wenn alte Erfolgsgaranten abtreten. 9 Jahre später wurde dann diese erste internationale Meisterschaft - bei der Junioren-WM 1993 - enthusiastisch gefeiert: eine Riesen-Fantruppe holte Claudia mit Willkommensbanner und Dudelsackmusik auf dem Stuttgarter Flughafen ab. Die anderen Fluggäste in der Empfangshalle machten große Augen.
Eine Erfolgsgeschichte für den URCD war auf den Weg gebracht worden. In den Folgejahren gab es immer mehr Starter vom URCD, so dass Teilnehmerzahlen und Siege fast schon an der Tagesordnung waren.
Auf dem Malta-See vor den Toren der polnischen Metropole Poznan erreichten die Ruderer der Ulmer Trainingsgruppe mit Katrin Volk eine Silbermedaille im leichten Doppelzweier, sowie einen siebten Platz im leichten Doppelvierer um den Ulmer Schlagmann Mahni Fatahi.
Damit hatten selbst die größten Optimisten nicht gerechnet. Angeführt von Kerstin Hartmann und Lena Müller, die jede Menge Erfahrung aus WM- und Olympiateilnahmen mitbringen, holten die Ulmer Ruderer auf dem Kulturwehr im badischen Breisach 14 Titel und zahlreiche vordere Platzierungen. An gewonnenen Titeln stehen die Ulmer damit einsam an der Spitze im Ländle. Cheftrainer Marcus Maier und der für die Junioren verantwortliche Jannik Möller konnten mehr als zufrieden sein.
Der URCD kann auch Landesmeisterschaft. Das war nicht immer so, denn seit Anfang der 2000der Jahre, gelang es durchweg die Besten ins Nationalteam zu führen. Zwar brachte man es zu zahlreichen Erfolgen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, gleichwohl konnten diese Ruderer wegen den Terminüberscheidungen nie an den Landesmeisterschaften teilnehmen. Es klemmte auf Landesebene und man spielte oft nur die dritte, bestenfalls mal die zweite Geige. Mit Kerstin Hartmann und Lena Müller sind nun zwei Leistungsträger vergangener Tage wieder ständig in Ulm. Lena Müller betreut die Jüngsten im URCD und auch Kerstin Hartmann bringt sich im Trainingsbetrieb und Ausbildung ein. Die Strahlkraft der Beiden griff in Breisach auf das gesamte Ulmer Team über. Nicht nur, dass sie bei einigen Rennen selbst zu Riemen und Skulls griffen, vielmehr profitieren die Jüngeren aus dem reichhaltigen Erfahrungsschatz der Beiden. Technik, Renntaktik, Stehvermögen, das alles geben Müller und Hartmann auf ihre ganz eigene Art weiter und kanalisieren die vielen Feinheiten des Rennruderns in einen selten erlebten Teamgeist.
Ulmer Ruderer räumen erneut ab - "Aufpolieren statt nur Aufhübschen" scheint das Motto Der URCD hat seine Medaillenbilanz für 2018 erneut aufpoliert. Von 30 Siegen, die man sich selbst zum Ziel gesetzt hatte, holten die Ruderer tatsächlich 26. Die anderen vier waren zudem so extrem knapp verloren, dass sie als "topp" zweite Plätze in die Vereinsbilanz eingehen dürften. Sogar der Videobeweis und das Siegerfoto musste in einem Fall von den Neutralen bemüht werden.
"Es freut mich, dass die Jungs und Mädels durch alle Altersgruppen hinweg erfolgreich waren", so Lena Müller, URCD-Trainerin kurz nach der Nürnberger Kurzstreckenregatta am 7. und 8. Juli 2018. "Vor den Landesmeisterschaften in zwei Wochen wollten wir unbedingt noch einmal die Kurzstrecke konzentriert angehen. Das ist uns gut gelungen, somit fühlen wir uns für Breisach fit", analysierte die Leichtgewicht-Weltmeisterin weiter, die übrigens gemeinsam mit Trainerkollege Christopher Hanne, URCD-Erfolgsruderin Anna Kracklauer und Marcel Schöpf aus der Ulmer A-Jugend im gemischten Doppel-Vierer selbst auch an den Start gegangen war. Ergebnis: Dieses Rennen gewann der Ulmer Ruderclub und alle Beteiligten schoben in weiteren Rennen in den verschiedenen Bootsklassen und Altersgruppen noch Siege nach. Anna u. a. mit Lena und mit ihrer Schwester Chiara (A-Jugend), Christopher und Marcel gewannen auch im Doppelzweier.
Zwölf Jahre ist es mittlerweile her, dass der Ulmer Erfolgsverein Teilnehmer zu einer Junioren-WM senden konnte. Damals waren es zwei gute Bekannte: Kerstin Hartmann und Maximilian Reinelt. In Clara Oberdorfer zeichnet sich nun ein neuer Stern am Ulmer Ruder-Himmel ab.
Schon früh im Jahr ließ die talentierte Athletin des Ulmer Ruderclubs Donau (URCD) ihr Talent aufblitzen. Für Trainer Marcus Maier lag es deshalb auf der Hand, Clara Oberdorfer mit der Hanauerin Celina Waldschmidt in den Zweier zu setzen. Auf Anhieb fuhr das Duo in die deutsche Spitze. Zudem darf es als glückliche Fügung angesehen werden, dass beim Hanauer Ruderclub zwei weitere Juniorinnen rudern. Deshalb lag es nahe, einen schlagkräftigen Vierer zu bilden. "Allerdings musste ich mich erst mal gegen zwei Mitbewerberinnen durchsetzen", erinnert sich Clara Oberdorfer.
Die C-Jugend des URCD hat erste Erfahrungen im bundesweiten Vergleich gesammelt. Beim Bundeswettbewerb 2018 der Jungen und Mädchen erkämpften sie zahlreiche gute Platzierungen und zeigten großen Teamkampfgeist. Bei der sogenannten "deutschen Meisterschaft der Kinder" saßen sie nicht nur als Vereinsteams in den Booten, sondern kämpften auch mit den anderen Ruder-Kindern aus Ba-WÜ als Mannschaft gegen die Ruder-Kids aus ganz Deutschland.
Das Bild zeigt die C-Jugend des URCD an den Landungsstegen der legendären Olympiastrecke von München 1972 in Oberschleißheim, dem Austragungsort der DRJ-Regatta, die in diesem Jahr zum 50. Mal ausgetragen wurde.
Gold für Ulm - Mahni Fatahi verteidigt den deutschen Meistertitel Die Bundes- und Disziplintrainer haben zu sehen bekommen, worauf sie gehofft hatten. Die 1500 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland haben sich in Köln äußerst spannende Wettkämpfe um die deutschen Meistertitel geliefert. Aus Ulmer Sicht sticht allen voran URCD-Leichtgewicht Mahni Fatahi aus der breiten Konkurrenzmasse hervor: Mit seinen Mannschaftskollegen hat er seinen deutschen Titel im Doppelvierer souverän verteidigen können.
Egal um welche Sportart es sich handelt, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor eine der wichtigsten Herausforderungen. Das bestätigen Verantwortliche und Entscheider in Sportvereinen genauso wie in der Politik. Und es gilt für jede Sportart gleichermaßen – egal ob Fußball, Basketball, Handball, Schwimmen, Leichtathletik etc.
Denn Studien belegen unter immer wieder neuen Aspekten und sich wandelnden Vorzeichen: Wenn Kinder und Jugendliche in ihrem Sport einen Ruhepool finden und mit der Herausforderung wachsen dürfen, festigt sie das auch im Alltag. Können sie die Anstrengung mit Spaß erfahren, dann wird sogar Leistungssport kein qualvoller Weg, sondern ein "Über sich hinaus Wachsen" im positiven Sinne bis weit ins Erwachsenenalter hinein.
Vereine, die diese Athleten haben, können sich freuen, erst recht, wenn sie nach einer aktiven Karriere dem Vereinsmiteinander erhalten bleiben. Das stärkt die Bindung zwischen Jung und Alt und hält den sportlichen Wissensaustausch lebendig.
Im URCD hat Cheftrainer Marcus Maier die Ruderweltmeisterin Lena Müller geschickt in sein Team integriert. Mit Sommercamps ist es gelungen, die C-Jugend in den letzten beiden Jahren kontinuierlich zu vergrößern und auch auf den LRV-Regatten zu positionieren. Über die Erfolge der C-Jugend konnte man sowohl in der Clubmitteilung als auch auf der URCD-Website lesen. Die Presse berichtete mehrfach. Inzwischen beinahe wöchentlich ist über die Erfolge aller Alterklassen des URCD-Leistungssports in der Zeitung zu lesen – die Erfolge geben in dieser Saison dazu bisher stetig Anlass.
Hinten von links: Maximilian Maier, Theoman Markovic, Jordan Böhm, Alexander Dollinger, Luka Radt, Paul Vasylev, Sebastian Frey, Kyra Kovacs, Benjamin Pfarr, Olesia Hinka, obendrauf Philipp Strassner, vorne unten von links: Beatrice Schillinger, Magarethe Stützle, Kreta Kovac, Monika Bundschu, Nuria Denkinger, Sanna Jäger Fotos: Lena Müller
16 Ulmer C-Junioren im "Team Baden-Württemberg" Was die "Deutsche Jahrgangsmeisterschaft" in Köln (21./24.06.18) für die U17/U19/U23-Ruderer, ist der Bundeswettbewerb in München (29.06.-01.07.18) für die C-Junioren. Wer für Baden-Württemberg dort Ende Juni an den Start gehen wird, wurde am Samstag in Esslingen auf der dazugehörigen Qualifikationsregatta entschieden. Nun steht fest: Der URCD ist stark vertreten. 16 Ulmer Mädchen und Jungen fahren nach München und rudern für "Ba-Wü".
Eine gute physische Präsenz hatte Trainerin Lena Müller dem zum ersten Mal im Einer (1x) startenden Paul Vasyliyev bescheinigt und damit Recht behalten, dass dieser somit chancenreich rudern konnte. Er gewann und fährt zum Bundeswettbewerb der 13- und 14-jährigen in München. Vereinspartner Luis Lochschmidt ebenso. Außerdem kämpfte der URCD-Mädchen-Vierer (4x+) verbissen und gewann mit Steuermann Philipp Strassner sein Rennen. Auch der Mixed-Vierer (4x+) mit Steuermann Jordan Böhm schoss als Siegerboot durchs Ziel. Der zweite Mixed-Vierer mit Steuermann Maximilian Maier qualifizierte sich aufgrund der schnellen Zeit mit dem zweiten Platz.
Wenn auch einzelne Individualleistungen nicht ganz den Erwartungen entsprachen, die Truppe des Bundesstützpunktes Nachwuchs Süd, angesiedelt beim Ulmer Ruderclub, setzte sich mit tollen Leistungen bei den Rennen auf dem Wasserpark Allermöhe bei Hamburg (U-19) und dem Ratzeburger Küchensee (U-23) 2018 in Szene. Neben 5 Siegen rückten die WM-Teilnahmen für Katrin Volk, Mahni Fatahi und Clara Oberdorfer in greifbare Nähe.
Ein Riesenschritt nach vorne gelang der Leichtgewichtsruderin Katrin Volk. Nicht nur, dass sie sich in der Einer-Rangliste vom vierten auf den zweiten Platz verbesserte. Einen Auftritt nach Maß zeigte sie mit Sophia Krause (Limburg) im Doppelzweier. Auf technisch hohem Niveau hatte das Duo die Gegnerschaft in jeder Phase des Rennens im Griff und siegte ungefährdet vor den Booten aus Dänemark und der Tschechei. Erst an fünfter Stelle, und damit gut drei Längen hinter Volk/Krause, passierte ein weiteres deutsches Boot die Ziellinie. Tags darauf präsentierten sich die Süddeutschen ein weiteres Mal in Galaform.
(Von links) Clara Oberdorfer, Celina Waldschmidt (Hanau) Bild: Jannik Möller
Clara Oberdorfer vom URCD bleibt weiter im Visier der Nationaltrainer. Bei der DRV-Juniorenregatta in Köln vom 18. bis 20. Mai 2018 gelang ihr mit ihrer Partnerin Celina Waldschmidt aus Hanau erneut ein Sieg im Riemenzweier. Auch der ungesteuerte Vierer fuhr mit der Ulmer A-Juniorin auf Platz 1.
Marcel Schöpf (ebenfalls A-Junior) brachte einen zweiten Platz mit nach Ulm. Er startete im gesteuerten Vierer für den URCD. "In diesem Team besteht für Marcel die Möglichkeit, bei der DJM um Bronze zu kämpfen", so Jannik Möller, Trainer am Bundesstützpunkt Süd in Ulm. Leichtgewicht Chiara Kracklauer erreichte im Einer durch einen dritten Platz im Vorlauf das B-Finale und sicherte sich dort den zweiten Platz. "Auch sie wird bei der DJM einen Vierer fahren, dem Medaillenchancen einzuräumen sind", so Möller weiter.
Sechs Siege und einige Spitzenplätze kennzeichneten einen starken Auftritt der Ulmer Ruder-Junioren auf der Olympiastrecke in München-Oberschleißheim. Rund 1000 Teilnehmer aus 15 Nationen hievten den Event für die 15/16-jährigen B-Junioren, sowie die 17/18-jährigen A-Junioren auf ein Topniveau.
Das Nachwuchsproblem bei den Frauen macht den Ulmer Ruderclub erfinderisch. Er will erwachsene Neulinge fit für Paris 2024 machen.
Von wegen Jugend trainiert für Olympia! Für den Traum von den fünf Ringen ist es nie zu spät. Zumindest nicht beim Rudern, meint Raimund Hörmann, selbst Olympiasieger von 1984. Vor allem, wenn man eine Frau ist: "Weil es künftig bei den Sommerspielen genauso viele weibliche wie männliche Bootsklassen geben soll, dort aber die Leistungsstärke nicht so breit vertreten ist, wie bei den Herren, stehen die Chancen momentan richtig gut", erklärt der Leistungssport-Verantwortliche des Ulmer Ruderclubs Donau (URCD).
Mit Platz drei der DRV-Juniorenrangliste sorgte Clara Oberdorfer für ein Spitzenergebnis auf dem Baldeneysee südlich von Essen. Weitere gute Platzierungen in der leichten U-23-Klasse fuhren Mahni Fatahi und Katrin Volk ein.
Die Weichen sind in der noch jungen Saison erstmals gestellt, und es sieht gut aus für Clara Oberdorfer, die zusammen mit Celina Waldschmidt (Hanau) im Zweier-ohne der Juniorinnen unterwegs ist. Nach ihrem Sieg bei der Langstrecke in Leipzig machten die Beiden auf dem Baldeneysee erneut positiv auf sich aufmerksam. Ungefährdet zogen sie ins Finale ein. Dort sortierten sie sich, 1 ½ Längen hinter der Spitze, erst mal an vierter Position ein. Hinter den Booten aus Oldenburg, Berlin und Rostock ging es über den mittleren Teil der Strecke. Als die jungen Damen aus Ulm und Hanau ihren Schlussspurt anzogen, konnten die bis dahin an dritter Position rudernden Rostockerinnen dem nichts mehr entgegen setzen. Doch nicht nur das. Es wurde für die führenden Boote aus Oldenburg und Berlin sogar noch mal richtig eng. Mit einer halben, bzw. dreiviertel Bootslänge konnten sie Silber und Gold ins Ziel retten. Bronze, und damit der dritte Platz in der aktuellen Rangliste, ging an die Renngemeinschaft Ulm/Hanau.
Auch in diesem Jahr galt die Frühregatta im Mannheimer Mühlauhafen als Test und Leistungsabgleich für die begonnene Saison 2018. Das hervorragende Meldeergebnis untermauerte in diesem Jahr den hohen Stellenwert dieses Nachwuchswettbewerbs. Mit insgesamt 7 Siegen kehrten die Junioren des Ulmer Ruderclub Donau von dieser 1. Standortbestimmung zurück.
Der Ulmer Rennmannschaft gelang bei der DRV-Kaderüberprüfung in Leipzig ein nahezu perfekter Saisonauftakt. Mahni Fatahi, in der leichten U-23-Klasse, sowie Clara Oberdorf, bei den Juniorinnen, gehörten zu den Siegern.
Wie gut die deutschen Rennruderer aus dem Winter kamen, wurde im Kleinboot über 6000-Meter auf dem Elster-Saale-Kanal getestet. Und hier zeigte sich Leichtgewicht Mahni Fatahi im Kampf gegen die Uhr in blendender Form. Bei harten Bedingungen, die Athleten hatten es mit einem kräftigen Gegenwind zu tun, durchruderte der Ulmer Chemie-Student die 6-km-Strecke in 23:41. Von den U-23-Ruderern war keiner schneller. Bereits beim vorhergehenden Ergometer-Test trumpfte Fatahi mit einer tollen Leistung auf. Nur eine Sekunde fehlte ihm hier auf den Sieg. "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden" resümierte der Ulmer "ich konnte sogar ein paar Leute aus dem Rio-Kader hinter mir lassen".
Wohin geht die Reise der URCD-Athleten nach dem Rücktritt der Olympioniken Maximilian Reinelt und Kerstin Hartmann? Eine erste Antwort lieferte die Kaderüberprüfung im Olympiastützpunkt Dortmund. Gefragt war die Ergometerleistung (über 2000 Meter) sowie jene im Boot (über 6000 Meter). Angeführt von Mahni Fatahi zeigte das URCD-Team teilweise hervorragende Leistungen.
Schneefall und Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt - auf dem Dortmund-Ems-Kanal taten sich viele im Feld schwer, einigermaßen brauchbar ins Rennen zu finden. Derartige Schwierigkeiten kannte Mahni Fatahi im leichten Einer nicht. Engagiert und klug eingeteilt, das verrieten seine Zwischenzeiten, ging er sein Rennen gegen die Uhr an. In 23:45 stand am Schluss die schnellste Zeit in der U-23-Klasse zu buche. Ebenfalls an Nummer 1 beendete er den Wettbewerb auf dem Ergometer. Mit der ihm eigenen Bodenhaftung kommentierte der Chemiestudent das Wochenende: "Für mich war die Leistung in Ordnung" und mit Blick auf eine erneute Berufung ins U-23-Nationalteam des Jahres 2018 sagte Fatahi: "Natürlich muss ich kommendes Frühjahr wieder ganz vorne landen, sonst wird’s eng."
Am 16. und 17. September 2017 machten sich die Ruderer des URCD auf nach Bad Waldsee, wo die Herbstregattensaison jedes Jahr aufs neue losgeht.
Die 500 Meter lange Sprintstrecke auf dem ebenso breiten See lud diesmal wieder mit gutem Wetter ein. Neben dem Spaßfaktor war aber auch der erruderte Erfolg in Form von 27 Siegen in allen Altersklassen zu vermerken.
Ob C-Junior oder Senior, alle sammelten fleißig Pokale und Medaillen ein und besiegte die regionale Konkurrenz, aber auch Gegner aus der Schweiz und Österreich.
Der Erfolg vom Wochenende ist sehr motivierend für alle, über die kommenden Wintermonate an sich zu arbeiten und fitter denn je im Frühjahr in die neue Saison zu starten.