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Wieder erfolgreichster Verein: 45 Siege in Bad Waldsee

Wieder erfolgreichster Verein:

45 Siege bei Regatta

Bad Waldsee 2026

Herbert-Zettler-Jugendpreis für die meisten Siege im Juniorenbereich (Fotos: Silke Erche)

GESCHRIEBEN VON RAIMUND HÖRMANN JUN.

Sonne, kurze Wege und jede Menge Ulmer Siege

Bei der 62. Kurzstreckenregatta vom19.-20.09.2026 in Bad Waldsee haben wir uns kurz vor dem Saisonfinale noch einmal in starker Form präsentiert. Insgesamt 37 unserer Athletinnen und Athleten gingen auf dem Stadtsee an den Start und sammelten über das Wochenende beeindruckende 45 Siege. Damit waren wir erneut der erfolgreichste Verein der gesamten Regatta.

Die Bedingungen hätten dabei kaum besser sein können. Bei spätsommerlichem Wetter und viel Sonnenschein bot die kompakte 500-Meter-Strecke beste Voraussetzungen für spannende Rennen. Auch für unsere mitgereisten Zuschauer war Bad Waldsee in diesem Jahr ein besonders schönes Regattaerlebnis: Vom Ufer aus ließ sich ein Großteil der Strecke überblicken und im Liegestuhl konnte man bei bestem Wetter zahlreiche Ulmer Siege verfolgen. Direkt im Zielbereich vor dem Vereinsheim des Rudervereins Waldsee fanden zudem die Siegerehrungen statt. In fast jedem Rennen konnte ein Athlet aus unserem Verein angefeuert werden und sehr oft konnte im Ziel dann zusammen gejubelt werden.

Sportlich haben wir uns einmal mehr in großer Breite gezeigt. Unsere Mannschaft war von den Kinderjahrgängen über die B- und A-Juniorinnen und -Junioren bis hin zu den Seniorinnen und Senioren vertreten. Dabei verteilten sich die Erfolge auf zahlreiche Bootsklassen – vom Einer und Doppelzweier bis hin zu Vierern und Mixed-Booten.
Schon früh am Regattawochenende konnten Franziska Durst und Raphael Müller den Junioren-Mixed-Doppelzweier A für uns entscheiden. Im Junioren-Mixed-Doppelvierer B siegten Valerie Guter, Johanna Durst, Mika Erche und Anton Kumpf. Mika Erche und Anton Kumpf waren zudem gemeinsam im Junioren-B-Zweier ohne erfolgreich.
Ein besonders starkes Ergebnis gelang unseren B-Juniorinnen im Einer: Johanna Durst gewann vor ihren Vereinskameradinnen Valerie Guter und Laura Schweinberger und sorgte damit für ein komplettes Ulmer Podium.

Auch in weiteren Rennen konnten wir uns durchsetzen. Anton Frohwein gewann eine Abteilung des Junioren-A-Einers, während Raphael Müller und Mikel Mardaras Peters im Männer-Doppelzweier als Erste die Ziellinie überquerten. Der Junioren-B-Doppelvierer mit Tim Bauer, Mika Erche, Anton Kumpf und Moritz Henßler ließ ebenfalls die Konkurrenz hinter sich.

Bei den Frauen siegten Lisa Denkinger-Rueda und Emilia Maier in einer Abteilung des Doppelzweiers. Im Mixed-Doppelvierer waren Lisa Denkinger-Rueda, Franziska Durst, Anton Frohwein und Raphael Müller erfolgreich. Hinzu kamen zahlreiche weitere Siege in den unterschiedlichen Alters- und Bootsklassen.

Am Ende standen für uns insgesamt 45 erste Plätze zu Buche. Damit belegten wir mit deutlichem Abstand Platz eins in der Vereinswertung und waren der erfolgreichste Verein der Regatta. Besonders hervorzuheben sind hierbei Anton Kumpf als erfolgreichster Athlet mit sage und schreibe 10 Siegen und bei den Damen Lisa Rueda-Denkinger mit 6 Siegen an diesen beiden Regattatagen. Eine beeindruckende Leistung der beiden.

Herbert-Zettler-Jugendpreis erneut für uns
Eine besondere Auszeichnung konnten wir ebenfalls wieder mit nach Ulm nehmen: den Herbert-Zettler-Jugendpreis. Dieser wird in Form von einem Paar Concept Skulls an den Verein vergeben, der im Juniorinnen- und Juniorenbereich die meisten Siege erzielt. Nachdem unser Nachwuchs den Preis bereits im vergangenen Jahr gewinnen konnte, gelang uns damit die erfolgreiche Titelverteidigung. Der erneute Gewinn zeigt zugleich, wie breit wir aktuell gerade im Nachwuchsbereich aufgestellt sind. Von den jüngeren Jahrgängen bis zu unseren leistungsstarken A- und B-Juniorinnen und -Junioren konnten wir in zahlreichen Rennen ganz vorne mitmischen.

Dass wir überhaupt mit unserem umfangreichen Bootspark nach Bad Waldsee reisen konnten, war in diesem Jahr allerdings keine Selbstverständlichkeit. Aufgrund unserer aktuellen Bootshänger-Situation mussten wir für die Regatta kurzfristig einen externen Hänger ausleihen. Die logistische Improvisation zahlte sich aus: Sämtliche Boote kamen an den Start – und viele davon anschließend auch auf das Siegerpodest.

Nach zwei langen und erfolgreichen Regattatagen ging es am Sonntag schließlich ans Zusammenpacken. Bei einem Teil unserer Athletinnen und Athleten war die nächste Zielmarke allerdings bereits gesetzt: McDonald’s. Entsprechend schnell hatte sich ein Teil der Mannschaft vom Regattaplatz verabschiedet. Für unseren Vorsitzenden blieb dagegen noch eine letzte Aufgabe des Wochenendes. Am Bootssteg lagen noch einige Ulmer Skulls und warteten geduldig auf ihre Heimreise. Während unser Nachwuchs also vermutlich schon bei Burger und Pommes saß, wurden in Bad Waldsee noch die letzten Ulmer Ruder eingesammelt.

So endete für uns ein rundum gelungenes Regattawochenende mit 45 Siegen, dem erneuten Gewinn des Herbert-Zettler-Jugendpreises, Platz eins in der Vereinswertung – und der beruhigenden Erkenntnis, dass am Ende nicht nur alle mitgebrachten Ulmer Skulls, sondern sogar noch ein zusätzliches Paar den Weg zurück nach Ulm gefunden haben. Ganz beendet ist die Saison damit allerdings noch nicht: Mit der Regatta in Nürtingen wartet noch der letzte Wettkampf des Jahres auf uns.


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Herbstfinale "Jugend trainiert für Olympia" 2026

Herbstfinale 2026

Jugend trainiert für Olympia

in Berlin-Grünau

Nach Berlin mit dem Zug vom Ulmer Hauptbahnhof zum JtfO-Finale  (Fotos und Text: JtfO-Team 2026)

Eine Woche voller Sport und besonderer Erlebnisse

"Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!" – was zunächst nur als begeisterter Ausruf im Raum stand, wurde für Emilia, Madita, Louisa, Lilli, Maxi-Lina, Anton und Joshua tatsächlich Wirklichkeit. Beim Herbstfinale von "Jugend trainiert für Olympia" (JtfO) durften sie eine Woche lang sportlichen Wettkampf, Großstadtleben und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse miteinander verbinden.

Mit großer Vorfreude startete die Gruppe am Dienstagmorgen am Ulmer Hauptbahnhof. Die rund sechsstündige Zugfahrt nach Berlin bot reichlich Gelegenheit zum Erzählen, Musikhören und Entspannen. In Berlin angekommen, wartete zunächst ein verspätetes Mittagessen, bevor es weiter nach Grünau ging. Dort bezog die Gruppe ihr Hostel und ließ den langen Reisetag gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde es sportlich: Auf der traditionsreichen Regattastrecke in Grünau stand das erste Training auf dem Programm. Auch das wechselhafte Wetter konnte die gute Stimmung nicht beeinträchtigen. Schließlich ging es darum, sich bestmöglich auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten. Während ein Teil der Mannschaft nach der Einheit ins Hostel zurückkehrte, nutzten Emilia und Madita gemeinsam mit Anton die Gelegenheit, noch einmal an ihrem Doppelzweier zu feilen.

Neben dem Sport kam auch das Hauptstadtprogramm nicht zu kurz. Bei einem Ausflug ins Berliner Zentrum konnte die Gruppe einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt erleben – vom Brandenburger Tor über den Reichstag und die Siegessäule bis hin zum Checkpoint Charlie und den Resten der Berliner Mauer. So wurde die Reise auch abseits der Regattastrecke zu einem besonderen Erlebnis.

Das JtfO-Team: Emilia, Madita, Louisa, Lilli, Maxi-Lina

Am folgenden Tag wurde es schließlich ernst. Emilia und Madita starteten früh im Vorlauf des Doppelzweiers und erreichten einen starken dritten Platz. Damit qualifizierten sie sich für das B-Finale. Auch der Vierer zeigte eine überzeugende Leistung: Mit Platz drei im Vorlauf gelang der Einzug ins A-Finale.

Ein besonderer Höhepunkt außerhalb des Wettkampfgeschehens war der abendliche Empfang im Haus Baden-Württemberg. Bei einem abwechslungsreichen Programm, leckerem Essen und vielen Begegnungen mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland konnten wir den Tag in besonderer Atmosphäre ausklingen lassen.

Am letzten Wettkampftag stand noch einmal alles im Zeichen des Ruderns. Emilia und Madita sicherten sich im B-Finale des Doppelzweiers einen hervorragenden zweiten Platz. Im anschließenden A-Finale des Vierers setzte die Mannschaft noch einen drauf und fuhr ebenfalls auf den zweiten Rang. Damit fand eine sportlich erfolgreiche Woche einen gelungenen Abschluss.

Mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und sicherlich auch etwas Müdigkeit trat die Gruppe anschließend die Heimreise an. Am Ulmer Hauptbahnhof angekommen, war es bereits 0:05 Uhr. Hinter den Jugendlichen lag eine intensive Woche, die weit mehr zu bieten hatte als nur spannende Rennen: "Sport, Teamgeist, Berlin und viele gemeinsame Erinnerungen."

Ein besonderer Dank gilt unseren Betreuern, Anton und Joshua, die diese Reise begleitet und zu einer rundum gelungenen Woche beigetragen haben. Berlin 2026 – wir waren dabei. Und wir werden uns noch lange gerne daran erinnern!

Starkes Ergebnis beim Finale 2026: Silbermedaille für Ulmer Doppelvierer mit Steuerfrau

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Sehenswert: "Adams Acht"

Sehenswert:

Adams Acht

Die Geschichte von

Karl Adam und dem

Gold-Achter von

Rom 1960

Foto: Majestic Filmverleih

GESCHRIEBEN VON JÖRG HAUSSER

"Wo liegt Ratzeberg?"

Das fragt im neuen Film "Adams Acht" ein Zuschauer nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1958 in Duisburg durch die Underdogs im Achter des noch relativ unbekannten Ratzeburger Ruderclubs, der erst 1953 unter der Mitwirkung von Adam gegründet worden war. Wie aus der Pistole geschossen antwortet Trainer Karl Adam gemäß dem Zieleinlauf: "Ratzeburg! Ratzeburg liegt eineinhalb Längen vor Kiel!"

Der Film erzählt die wahre Geschichte des Deutschlandachters gegen Ende der 1950er Jahre und seinem Trainer Karl Adam. 1958 saßen lauter Ratzeburger im Boot, die zwar deutsche Meister werden, aber nach der Niederlage bei der EM in Posen wurden einige Ruderplätze als Verstärkung mit Kieler Ruderern besetzt. Die Jungs der ursprünglichen Besetzung sollten selbst entscheiden, welche gemäß ihrer Stärke im Boot verbleiben sollten. Erst durch diese gemischte Mannschaft, die "Ratzekieler", tauchte erstmals der Begriff "Deutschlandachter" auf.

Der Film beginnt mit einer Rückblende in die Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg. Karl Adam muss sich vor der Spruchkammer verantworten und über seine Arbeit in der Zeit des 3. Reiches verantworten. Er hatte als Lehrer im Fach Leibesübungen, wie noch bis vor nicht allzu langer Zeit das Fach Sport genannt wurde, und dabei Boxen im Besonderen an der Napola Bensberg (heute Teil von Bergisch Gladbach) gearbeitet, einer von 40 nationalsozialistischen Internatsschulen. Gegen Ende der Szene mit der dreiköpfigen Spruchkammerkommission erhält Karl Adam den Rat, am besten wieder Schüler zu unterrichten, verbunden mit dem Stempel "Mitläufer" auf dem Urteil.

Gut verkleidet steckt ein bekannter Ruderer in der Spruchkammerkommission, niemand anderes als der Steuermann des Deutschlandachters von 1968, der unter der Ägide von Karl Adam bei der Olympiade in Mexico City ebenfalls die Goldmedaille gewonnen hatte, der damals 14-jährige Ratzeburger Ruderer und spätere ZDF-Wettermoderator Gunther Tiersch, der 2020 in den Ruhestand ging.

Karl Adam unterrichtet inzwischen in Ratzeburg am Küchensee, durch den die innerdeutsche Grenze verläuft. Ein einsamer Ruderer im Einer zieht dort seine Bahn und bringt im Film Adam auf die Idee, Rudertrainer zu werden, ohne je selbst gerudert zu haben. Dieser Skuller ist im Film niemand anderes als Thomas Lange, Olympiasieger im Einer und bis 2022 Vorsitzender des Ratzeburger Ruderclubs.

Die Grenze zur DDR ist im Film sehr präsent, am Anfang noch von West nach Ost mit Passierschein passierbar. Sobald aber ein Boot die Grenze überfährt, geht der Alarm los und es besteht die Gefahr, dass Schüsse fallen. Im Lauf des Films fallen dann sehr dramatisch auch einige Schüsse, an Land und auf dem Wasser.

Atemberaubend sind die Bilder von den Rennen. In einem Video auf Youtube wird die ganze Kameratechnik erklärt: Vom Kameragalgen vom Beiboot aus bis zu Drohnen in der Luft und Gopro-Kameras an Dollen und Auslegern war alles dabei. Einer der Höhepunkte war wohl die Unterwasserdrohne der Feuerwehr Ratzeburg, die per Fernsteuerung schnell ihre Schwimmhöhe verändern konnte und so von unten schnell unter den Achter herantauchen konnte. Die Drehorte lagen in und um Ratzeburg und in der Slowakei, der Küchensee wurde mit visuellen Effekten zur Olympiaregattastrecke von 1960 in Albano.

Hochemotional wird es im Film nicht nur bei den Ruderern nach dem Sieg bei der Olympiade 1960 in Rom, sondern auch zeitgleich beim Public Viewing auf dem Schwarzweißfernseher zuhause in Ratzeburg im Ruderclub, besonders bei der Frau Karl Adams, die davor auch schon Trainingsideen beigesteuert hatte, und natürlich auch bei den Jungs des DM-Siegerachters von 1958, die freiwillig ihren Platz für die Kieler geräumt hatten und jetzt ihr ehemaliges Team angefeuert hatten.

1984 in L.A. als erste über die Ziellinie: Das Stämpfli-Holzboot "Ingelheim", zur Zeit im Dietrich-Theater in Neu-Ulm (Fotos: Jörg Haußer)

Rudern als Sportart in der Hauptrolle in einem kommerziellen Spielfilm - da hat der URCD doch einiges für das Rahmenprogramm zur Premiere im Dietrich-Theater in Neu-Ulm am Donnerstag, den 17. September 2026 zu bieten. Veranstaltungswart Matthias Himmelstoß organisiert neben Bildmaterial auch den Bootstransport von Olympiateilnehmer "Ingelheim". Die "Ingelheim" ist 1984 als erste über die Ziellinie in L.A. gefahren und verbringt ihren Ruhestand normalerweise im relativ leeren oberen Bootshaus. Extra für die Premiere und die folgenden Tage hängt sie nun kopfüber unter der Decke in der Eingangshalle vom Dietrich-Theater vor Kino 8 und 9, gegenüber den Kassen. Zu sehen ist in diesem inzwischen historischen Stämpfli-Holzboot der technische Stand von vor über 40 Jahren.

Im Rahmenprogramm: URCD-Olympioniken   (Fotos: Jörg Haußer)

Schon auf dem großen überbreiten Bildschirm über den Eingangstüren vom Dietrich-Theater werden Premiere und Filmgespräch mit "Unseren Olympioniken" angekündigt. Das Foyer füllt sich immer mehr mit Leuten aus der Ulmer Ruderszene. Zum Vorglühen führt der Weg einen großen Teil des Publikums an die Bar, wer dort Popcorn kauft, bekommt umfangmäßig praktisch eine weitere Mahlzeit geliefert. Zu Beginn des anschließenden Filmgesprächs liegt angesichts der vielen Ruderinnen und Ruderer die Bitte von Thomas Kießling ans Kinopublikum nahe – er war unser langjähriger Regattasprecher und Moderator beim Donau-Cup: Wer denn 'was mit dem Rudern zu tun habe, solle bitte die Hand heben - nach seiner Einschätzung mehr als 90 Prozent.

Als erste unserer Olympioniken ist unsere Kerstin Jürgens dran mit zwei Olympiateilnahmen. 2012 in London wäre alles bis ins letzte Detail durchorganisiert gewesen, alles wäre für sie aufregend und neu gewesen. Als sie Leistungssportlerin war, wäre es schon ein geiles Gefühl gewesen, wenn damals das Boot lief. Sie erreichte im Frauen Zweier ohne damals das A-Finale und dort Platz 6. 2016 in Rio hätten sie und ihre Partnerin Kathrin Marchand sich fitter gefühlt, aber dafür wären mehr Boote am Start gewesen. Sie erreichten das B-Finale und dort Platz 8. In Rio wäre das soziale Gefälle zwischen den Spielen und der Bevölkerung erheblich größer gewesen d.h. die vielen Gelder hätten bestimmt die soziale Not vor Ort lindern können. Nach den Spielen beginnt ihr zweites Leben mit zwischenzeitlich drei Kindern. Erst jetzt will sie vielleicht regelmäßiger mit Claudi Barth Zweier ohne fahren.

Claudi Barth war im Jahr 2000 in Sydney ebenfalls im Frauen Zweier ohne am Start und erreichte ebenfalls das A-Finale und dort Platz 6. Das Rudern hat sie praktisch von ihren Eltern Gisela und Helmut Barth geerbt. 2000 war auch ihr Bruder Johannes in Sydney bei der Olympiade als Ersatzmann für den Skullbereich dabei. Ihr nächstes Projekt: dessen 10-jährige Tochter ebenfalls zum Rudern zu bringen. Mal sehen, ob der Tante das gelingt. Und fürs neue Zweier-ohne-Team mit Kerstin sollte es keine Probleme geben, beide ergänzen sich seitenmäßig.

Dritter im Bunde ist Raimund Hörmann senior, genannt R3. Zwar liegt sein Olympiasieg im Doppelvierer bei der Olympiade 1984 von L.A. schon länger zurück, aber er hat nach wie vor alle ausführlichen Geschichten auf dem Weg dorthin parat. Schon der russische Schriftsteller Lew Tolstoj sagte: "Wiederholung ist die Mutter des Lernens" - soll heißen: Die Familie Hörmann könnte deshalb jederzeit vertretungsweise einspringen, wenn die Geschichten gefragt sind, der R3 aber verhindert wäre. Durch die Olympiaboykotts von 1980 und 1984 wertet der R3 den WM-Sieg von 1983 gegen die DDR deutlich höher ein als den Olympiasieg von 1984, weil sie bei der WM auf den letzten 150 Metern vorne lagen und diesen Vorsprung ausführlich auskosten konnten. 1984 war es dagegen knapp, die Australier wären praktisch aus dem nichts gekommen. Beeindruckend wären später der Empfang am Flughafen in Stuttgart, im URCD und besonders in Söflingen gewesen.

Nach einer Klo- und Verpflegungspause beginnt die Vorstellung. Klar, dass das nicht immer mucksmäuschenstill abgeht, wenn im Publikum lauter Fachleute sitzen. Die Ruderbilder sind überwältigend, weil sie aus allen Blickwinkeln und aus nächster Nähe aufgenommen sind und man bei der übergroßen Leinwand das Gefühl hat, man ist mittendrin. And what is the result of the URCD-Jury: Twelve points.

Also nicht zögern, sondern jetzt im Kino auf der großen Leinwand anschauen, zu sehen nur im Dietrich-Theater.


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Adams acht Majestic Filmverleih


 INFO  + Zeitzeugen mit Interviews und viel Material im Archiv hier im Mitgliederbereich

+ NDR-Bericht zu Karl Adam

+ Film Adams Acht

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Mittelmeerspiele 2026: Mikel Mardaras Peters gewinnt Bronze

Ein knappes Ding.

Mikel Mardaras Peters

holt Bronze bei den

Mittelmeerspielen 2026

in Tarent/Italien

Eine unglaubliche Saison für Mikel (Foto: Spanisches Olympisches Komitee)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Mikel Mardaras Peters erlebt bei den Mittelmeerspielen 2026 eine ganz besondere Woche und sichert sich im Männer-Einer die Bronzemedaille.

Schon die Unterbringung machte deutlich, dass diese Veranstaltung etwas Besonderes ist. Die Athletinnen und Athleten waren während der Spiele gemeinsam auf einem Kreuzfahrtschiff untergebracht. Für Mikel fühlte sich das Ganze ein bisschen wie ein olympisches Dorf an. Das Schiff wurde zum gemeinsamen Zuhause und Treffpunkt für die Sportlerinnen und Sportler aus Europa, Afrika und Asien. Zwischen den Wettkämpfen gab es zahlreiche Aktivitäten und vor allem viele Gelegenheiten, andere Athletinnen und Athleten kennenzulernen und sich auszutauschen. Auch das Drumherum erinnerte Mikel an die großen olympischen Veranstaltungen. Zur Eröffnung und zum Abschluss gab es offizielle Feiern, die Sportlerinnen und Sportler wurden eingekleidet und auch für die Siegerehrung gab es spezielle Kleidung.

Ein Kreuzfahrtschiff als Zuhause - schnell auf- und wieder abgebaut (Foto: Mikel Mardaras Peters)

Dass er am Ende selbst auf dem Siegerpodest stehen würde, war vor dem Finale allerdings keineswegs selbstverständlich. Im deutlich stärker besetzten Vorlauf belegte Mikel hinter den späteren Gold- und Silbermedaillengewinnern den dritten Platz und zog damit zwar in den Endlauf ein, musste dort aber auf der Außenbahn starten - eine Ausgangsposition, die ihn auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt zum Favoriten auf eine Medaille machte. Doch wer Mikel kennt, weiß: Mit ihm ist immer zu rechnen.

Ein knappes Ding. Mikel gewinnt Bronze (Foto: Span. Olympisches Komitee)

Und genau das bewies er im Finale auf dem Mar Piccolo. Über die Strecke blieb das Rennen eng, und am Ende entschied sich der Kampf um Bronze erst auf den letzten Metern. Nach 7:19,48 Minuten kam Mikel als Dritter ins Ziel. Gold holte der Grieche Stefanos Ntouskos, Olympiasieger von 2020, Silber ging an den Türken Enver Erman. Auf den ägyptischen Ruderer auf Platz vier hatte Mikel gerade einmal 24 Hundertstelsekunden Vorsprung. Viel knapper geht es kaum. Mikel selbst brachte das Finale anschließend ganz unkompliziert auf den Punkt: "Ein knappes Ding."

Umso größer war die Freude über Bronze. Für Mikel ist die Medaille ein weiterer Höhepunkt einer ohnehin ereignisreichen Saison und der erste große internationale Erfolg.
Für Mikel dürfte nicht nur die Bronzemedaille in Erinnerung bleiben. Es sind auch die vielen kleinen und großen Erlebnisse rund um den Wettkampf: Das gemeinsame Leben auf dem Kreuzfahrtschiff, die Begegnungen mit Athletinnen und Athleten aus anderen Ländern und die besondere Atmosphäre, die die gesamten Spiele begleitet hat.


Fotos vom Spanischen Olympischen Komitee, Pedro Mardaras Otegi, Mikel Mardaras Peters

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Mittelmeerspiele 2026 13 SOC
Mittelmeerspiele 2026 14 SOC
Mittelmeerspiele 2026 15 SOC
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Mittelmeerspiele 2026 17 SOC
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 INFO  XX. Mediterranean Games
Austragungsort Rudern Parco Cimino – Mar Piccolo

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BaWü 2026: Sechs Landesmeistertitel für den URCD

BaWü 2026:

6 Meistertitel

für URCD

Schnell auch ganz ohne Sonnenbrillen: Der Mädchen Doppelvierer mit Steuermann (Fotos: Caro Dake)

GESCHRIEBEN VON RAIMUND HÖRMANN JUN.

Mit 23 Podestplätzen und sechs Landesmeistertiteln kehrten wir von den Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften 2026 zurück. Neben sechs Goldmedaillen konnten wir elf Silber- und sechs Bronzemedaillen gewinnen und damit ein starkes Ergebnis quer durch unsere Altersklassen erzielen.

Dieses Jahr fanden die Landesmeisterschaften vom 24.-26.07.2026 wie bereits die vergangenen Jahre bei bestem Wetter in Breisach statt. Den eigentlichen Landesmeisterschaften war am Freitag der Landesentscheid für "Jugend trainiert für Olympia" vorgeschaltet. Nach vielen Jahren, in denen wir nicht mehr bei "Jugend trainiert für Olympia" vertreten waren, konnten wir dieses Jahr 2 Mannschaften an den Start schicken. Nach der diesjähriger Reaktivierung unserer Schulruder-AGs, gingen ein Mädchendoppelvierer des Schubart-Gymnasium und ein Mädchendoppelvierer vom  St.-Hildegard Schulzentrum an den Start. Letztere konnten sich auch direkt für das Bundesfinale Mitte September in Berlin qualifizieren. Für alle war es eine tolle Erfahrung.

Direkt im Anschluss begannen die Rennen der Landesmeisterschaft. Hierbei standen wir mehrfach ganz oben auf dem Siegerpodest. Lisa Denkinger-Rueda war dabei besonders erfolgreich: Im Juniorinnen-Einer A gewann sie den Landesmeistertitel vor ihrer Vereinskameradin Franziska Durst, die für einen Ulmer Doppelerfolg sorgte. Auch im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer A ließ Lisa die Konkurrenz hinter sich und holte ihren zweiten Titel des Wochenendes. Ein beeindruckender Erfolg, sich als Leichtgewicht auch bei den gleichaltrigen Schwergewichten als Schnellste durchzusetzen. Einen weiteren Landesmeistertitel sicherten sich Anton Frohwein und Raphael Müller im Junioren-Doppelzweier A. Nach einem engen Vorlauf steigerten sich die beiden im Finale noch einmal und setzten sich in 3:13,08 Minuten gegen die Konkurrenz durch.

Auch unser Nachwuchs zeigte, dass er auf Landesebene ganz vorne mitfahren kann. Madita Pilz gewann den Mädchen-Einer der 13-Jährigen. Magdalena Dake komplettierte das starke Ulmer Ergebnis in diesem Rennen mit Platz drei. Später folgte für Madita gemeinsam mit Magdalena Dake, Emilia Vogellehner und Leyla Tuna sowie Steuermann Maximilian Brunner der nächste Titel: Im Mädchen-Doppelvierer mit Steuerperson der 13- und 14-Jährigen gewann unser Boot das Finale vor Nürtingen und Heidelberg. Für unseren sechsten Landesmeistertitel sorgte Moritz Henßler im Junioren-Einer B. Auch in den Mannschaftsbooten präsentierte sich unser Nachwuchs stark. Gemeinsam mit Mika Erche erreichte Moritz im Junioren-Doppelzweier B einen zweiten Platz. Zudem fuhr unser Junioren-Doppelvierer mit Mika Erche, Anton Frohwein, Moritz Henßler und Raphael Müller auf Rang zwei.

Auch bei den Juniorinnen konnten wir zahlreiche Medaillen sammeln. Besonders erfreulich war der zweite Platz von Valerie Guter und Johanna Durst im Juniorinnen-Doppelzweier B. Im Juniorinnen-Doppelvierer A mussten sich Valerie Guter, Johanna Durst, Franziska Durst und Lisa Denkinger-Rueda ebenfalls nur knapp geschlagen geben: Mit lediglich 1,21 Sekunden Rückstand auf die Stuttgarter Rudergesellschaft fehlte nicht viel zum nächsten Titel. Auch im Frauenbereich trugen Liz Sauter und Emilia Maier mit Podestplätzen zu unserer starken Gesamtbilanz bei. Hinzu kamen weitere Medaillen im Kinder- und Juniorenbereich, sodass sich unsere Erfolge über nahezu alle Altersklassen verteilten.

Am Ende standen für uns sechs Landesmeistertitel, elf zweite und sechs dritte Plätze. Die insgesamt 23 Podestplätze zeigen nicht nur die Qualität einzelner Boote, sondern auch die Breite unserer sportlichen Arbeit. Von den jüngsten Nachwuchsruderinnen und -ruderern bis zur A-Jugend und zum Frauenbereich waren unsere Boote regelmäßig in den Finalentscheidungen vertreten. Die Landesmeisterschaften in Breisach waren für uns damit ein starkes Wochenende und ein schöner Beleg für die erfolgreiche Arbeit unserer Sportlerinnen und Sportler sowie unseres gesamten Trainerteams.

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten zu diesem tollen Ergebnis!


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Feierliche Ehrung unserer Meisterinnen und Meister mit Bootstaufe

Feierliche Ehrung

unserer Meisterinnen

und Meister 2026

mit Bootstaufe

Für alle geehrten gilt auch 2026 das URCD-Motto: Tradition - Leistung - Leidenschaft (Foto: Jörg Haußer)

GESCHRIEBEN VON RAIMUND HÖRMANN JUN. UND JÖRG HAUSSER

Mit einem festlichen Siegerempfang hat der Ulmer Ruderclub Donau am 28.07.2026 auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Rudersaison 2026 zurückgeblickt. Gemeinsam mit Sportlerinnen und Sportlern, Trainerinnen und Trainern, Eltern, Ehrenamtlichen sowie zahlreichen Vereinsmitgliedern wurden die Erfolge der vergangenen Monate gefeiert. Dabei stand nicht nur die beeindruckende Zahl an Medaillen und Meistertiteln im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, deren Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist diese Erfolge erst möglich gemacht haben. Auch eine kleine Auswahl an Neumitgliedern wurde mit einem kleinen Willkommensgeschenk in der Clubfamilie vor Ort begrüßt. 

Bereits bei den Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften setzte der Ulmer Ruderclub ein starkes Ausrufezeichen. Trotz kurzfristiger Verlegung der Meisterschaften und großer Hitze in Krefeld kehrten die Ulmer Athletinnen und Athleten mit insgesamt acht Medaillen zurück. Besonders erfreulich war der Deutsche Meistertitel von Anton Kumpf und Moritz Henßler im Junioren-B-Vierer mit Steuermann. Weitere Medaillen gewannen Lisa Denkinger-Rueda, Emilia Maier und Mika Erche, der bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften gleich zweimal Bronze erruderte. Diese Erfolge zeigen eindrucksvoll die hervorragende Nachwuchsarbeit des Vereins. 

Ein weiterer Höhepunkt war der Bundesentscheid der Jungen und Mädchen in Münster. Der gesteuerte Mädchen-Doppelvierer mit Magdalena Dake, Emilia Vogellehner, Madita Pilz, Leyla Tuna und Steuermann Maximilian Brunner sicherte sich mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg den Bundessieg. Nur wenige Wochen später bestätigte dieselbe Mannschaft ihre herausragende Form mit dem Landesmeistertitel in Breisach und blieb über die gesamte Saison auf der 1.000-Meter-Distanz ungeschlagen – eine beeindruckende Leistung, die den starken Zusammenhalt und die kontinuierliche Entwicklung der jungen Mannschaft widerspiegelt. 

Auch bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften zeigte sich die große Breite des Ulmer Leistungssports. Mit insgesamt 22 Medaillen waren Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen erfolgreich – von den jüngsten Kindern bis zu den Seniorinnen und Senioren. Darüber hinaus qualifizierte sich der Mädchen-Doppelvierer des Gymnasiums St. Hildegard über "Jugend trainiert für Olympia" für das Bundesfinale in Berlin. Diese Erfolge unterstreichen eindrucksvoll, dass der Ulmer Ruderclub nicht nur über herausragende Spitzensportler verfügt, sondern in allen Altersklassen hervorragend aufgestellt ist.

Für Team ESP: Mikel Mardaras Peters am Start bei der U23-WM 2026 in Duisburg (Foto: Lara Spingies)

Den internationalen Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Saison setzten Beatriz Schillinger und Mikel Mardaras Peters bei den U23-Weltmeisterschaften in Duisburg. Beatriz qualifizierte sich über die brasilianische Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft und vertrat Brasilien im Zweier ohne Steuerfrau. Mikel gewann den spanischen U23-Meistertitel im Einer und erreichte bei seiner Weltmeisterschaftspremiere einen starken neunten Platz für Spanien. Beide Athleten zeigten eindrucksvoll, dass der Ulmer Ruderclub auch auf internationalem Parkett vertreten ist. 

Neben den sportlichen Erfolgen nutzte der Verein den Abend bewusst, um den vielen Menschen im Hintergrund zu danken. Trainerinnen und Trainer, Betreuende, Eltern und zahlreiche Ehrenamtliche leisten Tag für Tag einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg der Sportlerinnen und Sportler. Stellvertretend wurde Nachwuchstrainer Ilja Erche für sein außergewöhnliches Engagement besonders geehrt. Sein Einsatz – ebenso wie der des gesamten Trainerteams – bildet das Fundament für die nachhaltige Entwicklung des Leistungssports im Verein.  

Der Siegerempfang machte eindrucksvoll deutlich, wofür der Ulmer Ruderclub seit Generationen steht: engagierte Nachwuchsarbeit, sportliche Spitzenleistungen und eine starke Gemeinschaft. Von den ersten Regatten im Kinderrudern bis hin zu Weltmeisterschaften zog sich ein roter Faden durch den Abend – Erfolg entsteht nie allein, sondern durch Teamgeist, gegenseitiges Vertrauen und die Begeisterung für den Rudersport. Mit diesem starken Fundament blickt der Verein voller Zuversicht auf die kommenden Herausforderungen und die nächsten sportlichen Höhepunkte.

Susanne Grimmeiß tauft den neuen Doppelvierer auf den Namen "Martin Grimmeiß" (Foto: Jörg Haußer)

Bootstaufe - für "Martin Grimmeiß" immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Mit individuellen Reimen und kreativem Versmaß hat Martin über viele Jahrzehnte engagiert Taufgedichte für Boote selbst verfasst und manchmal die Boote sogar selbst getauft. Es hätte ihm sicher gefallen, dass ein neuer Doppelvierer mit Steuermann zu seinen Ehren bei dieser Siegesfeier mit allen zeremoniellen Ehren seinen Einstand im Ulmer Ruderclub feiern konnte. Dass ein Taufgedicht für ein Boot nicht unbedingt lange im Voraus geschrieben werden muss, sondern auch praktisch noch während der Siegesfeier verfasst werden kann, auch da stellte der Doppelvierer mit Steuermann "Martin Grimmeiß" einen neuen Rekord auf.

Das Turbo-Taufgedicht wurde von Julia Kiehlneker gedichtet und von Magdalena Dake aus dem gesteuerten Mädchen-Doppelvierer vorgetragen. Bei dieser emotionalen Taufe sprach Susanne Grimmeiß die Taufformel und goss dem Täufling aus einem Pokal eine ordentliche Portion Donauwasser über den Bug. Unser Freund und Ruderkamerad Martin war uns wieder ganz nah. Für den Wasserteil gab es Arbeitsteilung: Johannes Barth und der R4 trugen den Täufling über Kopf zum verkürzten Floß, der gesteuerte Mädchen-Doppelvierer ruderte den Täufling über die verkürzte Paradestrecke zwischen Eisenbahn- und Adenauerbrücke. 

Das Verpflegungsteam um Matthias Himmelstoß, das über Spond zusammengerufen worden war, hatte eine Pop-up-Gartenwirtschaft auf dem Bootsplatz aufgebaut. Am Grill wurde ausprobiert, ob er besser mit geschlossenem oder geöffneten Oberteil funktioniert. Aber bei Hunger ist jede Methode willkommen, wenn sie einigermaßen zum Erfolg führt. Die Nachfrage war jedenfalls groß. Nach der Siegesfeier ist vor der Siegesfeier: Mal sehen, was die restliche Saison noch bringt.


Fotos von Jörg Haußer, Lara Spingies, Marta Alvarez

Siegesfeier 2026 001 LS
Siegesfeier 2026 002 LS
Siegesfeier 2026 003 JH 3468
Siegesfeier 2026 004 JH 3470
Siegesfeier 2026 005 MM
Siegesfeier 2026 006 JH 3471
Siegesfeier 2026 007 JH 3472
Siegesfeier 2026 008 JH 3473
Siegesfeier 2026 009 JH 3474
Siegesfeier 2026 011 JH 3475
Siegesfeier 2026 012 JH 3476
Siegesfeier 2026 012 JH 3477
Siegesfeier 2026 013 JH 3478
Siegesfeier 2026 014 JH 3479
Siegesfeier 2026 015 JH 3481


Taufgedicht "Martin Grimmeiß" von Julia Kiehlneker

Ein neuer Vierer liegt bereit,
für viele schöne Ruderzeit.
Mit Steuermann und kräft’gem Zug
trägt er uns über Donaus Flut.

Wir taufen ihn mit Herz und Stolz,
auf viele Fahrten, Jahr für Jahr.
Ob Krabbelachter, Wörthersee,
du warst dabei – bei Wind und See.

Mit Witz, mit Herz und viel Elan
brachtest du den Verein voran.
Wo Hilfe fehlte, warst du da –
verlässlich, herzlich, immer nah.

Drum zieht das Boot nun seine Bahn,
so wie du’s immer hast getan:
Mit Herz, mit Humor und voller Kraft –
genau das ist es, was Gemeinschaft schafft.

Wir taufen dich auf den Namen "Martin Grimmeiß" und wünschen Dir allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!


 INFO  Nachruf Martin Grimmeiß

Weiterlesen … Feierliche Ehrung unserer Meisterinnen und Meister mit Bootstaufe

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Mikel Madaras Peters nominiert für die Mittelmeerspiele 2026

Mikel Mardaras Peters

ist nominiert für Spanien

zu den Mittelmeerspielen

2026 in Tarent/Italien

Nach der U23-WM in Duisburg geht's für Mikel Mardaras Peters vom URCD jetzt zu den Mittelmeergames in Tarent/Italien (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

GESCHRIEBEN VOM ULMER RUDERCLUB "DONAU"

Die Mittelmeerspiele (Mediterranean Games) sind eine internationale Multisportveranstaltung für Athleten aus den Ländern des Mittelmeerraums. Sie finden alle vier Jahre statt und gelten als eines der wichtigsten Sportereignisse der Region. Die italienische Stadt Tarent wird vom 21. August bis 3. September 2026 die XX. Ausgabe der Mittelmeerspiele ausrichten. Die Ruderwettbewerbe finden vom 29. August bis zum 1. September 2026 statt, Austragungsort: Parco Cimino – Mar Piccolo in Tarent. 

Diese Spiele sind in Spanien recht bekannt und haben einen hohen Stellenwert, sind in Deutschland jedoch eher weniger bekannt. Für Mikel ist diese Nominierung eine große Ehre, da sie die Anerkennung seines Engagements, seiner Disziplin und seiner harten Arbeit in den vergangenen Jahren widerspiegelt. Er wird wieder für Spanien im Einer an den Start gehen. Wir sind sehr stolz auf ihn und freuen uns sehr über diese besondere Gelegenheit. Vor allem hoffen wir, dass er die Erfahrung genießt und Spanien erfolgreich vertreten kann.

Das spanische olympische Komitee schreibt dazu: "Eine spanische Delegation mit 247 Athleten – 132 Männer und 115 Frauen – wird dorthin reisen, um den spanischen Sport bei einem der großen Multisport-Events im internationalen Kalender zu vertreten.

Der Wettbewerb bringt mehr als 4.500 Athleten aus 26 Ländern des Mittelmeerraums zusammen, die in 33 Sportarten um Medaillen kämpfen werden. Spanien wird an 29 davon vertreten sein: Unterwasseraktivitäten, Leichtathletik, Badminton, 3x3-Basketball, Boxen, Radfahren, Fechten, Fußball, Kunstgymnastik, rhythmische Sportgymnastik, Gewichtheben, Reiten, Judo, Karate, Ringen, Schwimmen, Paddle-Tennis, Schlittschuhlaufen, Petanque, Kanufahren, Rudern, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Bogenschießen, Sandtaubenschießen, Präzisionsschießen, Triathlon und Volleyball.

Organisiert vom Internationalen Komitee der Mittelmeerspiele (ICMG), zielen die Mittelmeerspiele darauf ab, das Zusammenleben, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen den Völkern des Mittelmeerraums durch Sport zu fördern. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat sich dieser Wettbewerb als Treffpunkt zwischen Kulturen und als Schauplatz für das sportliche Talent der teilnehmenden Länder etabliert und fördert die Werte von Exzellenz, Respekt und Freundschaft.

Bei der vorherigen Ausgabe, die 2022 in Oran (Algerien) stattfand, zeigte die spanische Delegation eine herausragende Leistung und gewann insgesamt 66 Medaillen: 16 Gold, 25 Silber und 25 Bronze."


 INFO  XX. Mediterranean Games
Austragungsort Rudern Parco Cimino – Mar Piccolo

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U23-WM 2026 in Duisburg mit Beatriz Schillinger und Mikel Mardaras Peters

U23-WM in Duisburg

mit Beatriz Schillinger

und Mikel Mardaras Peters

Rudern für Brasilien und Spanien: Beatriz Schillinger und Mikel Mardaras Peters.

GESCHRIEBEN VOM RAIMUND HÖRMANN JUN.

Liebe Beatriz,

dein Weg zu dieser Weltmeisterschaft war ein ganz besonderer. Aufgrund deiner deutschen und deiner brasilianischen Staatsbürgerschaft lebst und trainierst du derzeit für ein Jahr in Rio de Janeiro. Dort startest du für den traditionsreichen Clube de Regatas do Flamengo. Jetzt hast Du tatsächlich auch den Sprung zur U23-Weltmeisterschaft geschafft und konntest Brasilien dort vertreten. Mit Deiner Partnerin Ana Júlia hast Du den 17. Platz im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau belegt.

Eine Nationalmannschaft zu erreichen und bei einer Weltmeisterschaft für sein Land anzutreten, ist eine außergewöhnliche Leistung. Wir gratulieren dir ganz herzlich zu deinem brasilianischen Meistertitel, den Medaillen auf der Südamerikanischen Meisterschaft und zur Berufung in die U23- und A-Nationalmannschaft sowie zu deiner Teilnahme an der U23-Weltmeisterschaft.

Beatriz Schillinger (re.) mit Partnerin Ana Júlia (Foto: Worldrowing.com)

Lieber Mikel,

auch dein Weg zur Weltmeisterschaft führte in diesem Jahr über eine zweite Nation. Aufgrund deiner deutschen und deiner spanischen Staatsbürgerschaft hast du die Möglichkeit, international sowohl für Deutschland als auch für Spanien anzutreten. Nachdem du trotz starker Leistungen zunächst nicht für das deutsche U23-Aufgebot berücksichtigt worden warst, hast du nicht lange mit dieser Enttäuschung gehadert. Du hast dir ein neues Ziel gesetzt und bist bei den spanischen U23-Meisterschaften im Einer angetreten. Dort hast du keinen Zweifel an deiner Form aufkommen lassen.

Du hast den Vorlauf gewonnen. Du hast das Halbfinale gewonnen. Und du hast auch das Finale mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Drei Rennen, drei überzeugende Siege und der spanische U23-Meistertitel im Einer. Mit dieser Leistung hast du dich eindrucksvoll für die spanische Nationalmannschaft empfohlen und dir schließlich die Teilnahme an der U23-Weltmeisterschaft erarbeitet.

Deine Saison zeigt, dass sportlicher Erfolg nicht nur davon abhängt, ob alles sofort nach Plan läuft. Entscheidend ist, wie man mit Unwägbarkeiten umgeht. Du hast darauf mit Leistung geantwortet, einen nationalen Meistertitel gewonnen und dir anschließend deinen Platz auf der internationalen Bühne verdient. Ganz knapp bist Du hier nach einem tollen Vorlauf im Halbfinale gescheitert. Besonders bitter war, dass Deine Zeit im anderen Halbfinale für den zweiten Platz und damit das Finalticket gereicht hätte. Am Ende stand dennoch ein toller 9.Platz bei Deiner WM-Premiere. Dazu gratulieren wir dir ganz herzlich.

Als spanischer Meister im U23 Männer Einer bei der U23-WM: Mikel Mardaras Peters (Foto: Spanischer Ruderverband)

Liebe Beatriz, lieber Mikel,

ihr habt in Duisburg unterschiedliche Nationen vertreten – Brasilien und Spanien. Aber ihr habt dort zugleich auch den Namen des Ulmer Ruderclubs getragen. Darauf sind wir als Verein sehr stolz.


Fotos von der U23-WM 2026 von Pedro Mardaras Otegi, worldrowing.com, Spanischer Ruderverband

U23-WM-2026 Duisburg PMO 102
U23-WM-2026 Duisburg PMO 103
U23-WM-2026 Duisburg PMO 104
U23-WM-2026 Duisburg PMO 105
U23-WM-2026 Duisburg PMO 106
U23-WM-2026 Duisburg PMO 107
U23-WM-2026 Duisburg PMO 108
U23-WM-2026 Duisburg PMO 109
U23-WM-2026 Duisburg PMO 110
U23-WM-2026 Duisburg PMO 111
U23-WM-2026 Duisburg PMO 112
U23-WM-2026 Duisburg Spanischer Ruderverband 002
U23-WM-2026 Duisburg WR 001
U23-WM Duisburg 2026


 INFO  Ruderclub Getxo im Baskenland/Spanien zu Mikels U23-WM-Verlauf
Automatische Übersetzung:

"Mikel Mardaras belegt den neunten Platz bei der U23-Weltmeisterschaft
Die deutsche Stadt Duisburg richtet an diesem Wochenende die U23-Olympische Ruder-Weltmeisterschaft aus. Mikel Mardaras von Getxotarra startete mit Spanien und beendete das Rennen heute auf Platz neun.

Nachdem er in der vierten Qualifikationsrunde Zweiter wurde, erreichte er das Halbfinale. In diesem Halbfinale fiel er nach einem vierten Platz aus dem Finale aus, wobei nur die ersten drei der beiden Halbfinals in den Kampf um die Medaillen einzogen. Seine Zeit betrug sieben Minuten und zehnhundertstel Sekunden, anderthalb Sekunden hinter dem griechischen Vertreter, der Dritter wurde. Die ersten drei blieben unter sieben Minuten. Es war das schnellste Halbfinale, denn im zweiten Viertel kam keiner von ihnen unter sieben Minuten und nur der Vertreter Dänemarks verbesserte Mikels Zeit um nur acht Hundertstel.

Heute Morgen wurden die beiden Endspiele ausgetragen. In Kategorie B erreichte Mikel Mardaras eine Zeit von 6:55,38, neun Hundertstel weniger als Litauen und anderthalb Sekunden hinter Österreich. Um die Medaillen treten sie ab 11:49 Uhr an. In den beiden Halbfinals war Portugal der schnellste Platz, vor Italien und Griechenland, die im ersten Halbfinale, in dem Mardaras fiel, die Dänemark, die Türkei und Deutschland rechtzeitig besiegten."

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Family & Friends - Die Vereinsregatta 2026 mit Herz, Humor, Pizza, Fotofinish und Rekordabbau

Family & Friends -

Die Vereinsregatta

2026

Bemerkenswert ist das sportliche Engagement und der Zusammenhalt der RgK-Truppe (Fotos: Damian Wagner-Herold)

Family & Friends 2026 - Eine Vereinsregatta mit Herz, Humor, Pizza, Fotofinish und Rekordabbau

GESCHRIEBEN VON JÖRG HAUSSER, RAIMUND HÖRMANN JUN. UND MATTHIAS HIMMELSTOSS

Am 5. Juli 2026 war es wieder soweit: Der URCD lud nach der Premiere 2025 ein zur zweiten Auflage der Vereinsregatta. Das Motto "Family & Friends" war dabei nicht nur ein hübscher Schriftzug auf dem Veranstaltungsplakat, sondern gelebtes Programm. Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich auf und neben dem Wasser ein, um gemeinsam zu rudern, mitzuhelfen, mitzufiebern, zu feiern und einen Tag zu erleben, der sportlich, gesellig und am Ende sogar ein wenig wetterdramatisch werden sollte.

Wie bei einer richtigen Regatta durfte natürlich auch eine Überraschung auf dem Wasser nicht fehlen. Ein Doppelzweier der C-Junioren machte beim Warmfahren Bekanntschaft mit der Donau aus einer ungewohnten Perspektive und kenterte. Glücklicherweise waren Ilja Erche und der R3 mit dem Motorboot schnell zur Stelle und konnten Mannschaft und Boot sicher aus ihrer misslichen Lage befreien. Damit war klar: Beim URCD wird nicht nur schnell gerudert, sondern auch schnell geholfen.

Die Rennen
Insgesamt wurden 35 Rennen ausgefahren und nebenbei und ungeplant auch noch ein Schülercup gestartet - die Anfänger konnten mehrfach fahren und sogar gegen Eltern oder Leistungssportler antreten. Ein besonderes Rennen, das Rudern-gegen-Krebs-Rennen (RgK), verdeutlichte das sportliche Engagement und vor allem den Zusammenhalt der RgK-Truppe. Insgesamt machte die Mischung aus Nachwuchs, Breitensport und Leistungssport den besonderen Reiz dieser Vereinsregatta aus. Vom ersten bis zum letzten Rennen war zu spüren, dass hier nicht nur um Zeiten und Platzierungen gerudert wurde, sondern vor allem um den Spaß am gemeinsamen Sport.

Besonders spannend wurde es bei den Gigvierern. Acht geloste Mannschaften traten gegeneinander an und kämpften um den Sieg. Durch die zufällige Zusammensetzung der Teams entstanden interessante Kombinationen, bei denen nicht nur die Schlagzahl, sondern auch Teamgeist und Abstimmung entscheidend waren. Auch die Doppelzweier waren stark vertreten: Zwölf Boote aus allen Altersklassen gingen an den Start und zeigten eindrucksvoll, dass Rudern beim URCD eine Sportart für viele Generationen ist.

Auch die Leistungssportlerinnen und Leistungssportler kamen natürlich auf ihre Kosten. Aus diesem Bereich wurden ein Einer-Rennen sowie ein Rennen im Doppelvierer ohne Steuermann ausgetragen. Der Breitensport bewies ebenfalls, dass er mit viel Ehrgeiz und Können unterwegs ist und brachte ebenfalls einen Doppelvierer ohne Steuermann auf die Strecke. So entstand genau die Mischung, die eine Vereinsregatta ausmacht: ambitionierter Wettkampf, sportlicher Vergleich und gleichzeitig eine große Portion Gemeinschaft.

Kein Rennen ohne Team am und auf dem Wasser
Ebenfalls ein dickes Lob an die Rennsportler und verfügbaren E- und S-Ruderer. Da haben ungeplant viele mal eben spontan das Steuer übernommen. Grandios war Conny Olz: sie hat als Springer-Steuerfrau ihre Teams jeweils zum Sieg getrieben, alle waren jeweils begeistert und am Ende haben sie sich sogar noch am Steg für das Finale um sie gestritten - Conny hat dann gelost. Aber auch ganz viele junge Leute aus dem Leistungssport haben sich nicht lange bitten lassen und sind auf den Steuersitz gesprungen.

Neben den Steuerleuten sind natürlich auch die Mobo-Leute wichtig, die die Boote so einschwimmen lassen, dass sie portionsgenau auf Höhe der Startrichter am Start liegen. Nächste Station ist danach schon das Zielgericht, von wo es umgehend zurück geht zum Steg, wo das Stegpersonal den Ein- und Ausstieg managt. Sehr praktisch war dort die Sichtbarkeit der gesamten Strecke vom Start bis hinter das Ziel, alles war gut einsehbar.

Auf die Socken gemacht
Für die Sieger gab es nicht nur den verdienten Applaus, sondern auch ein besonderes Andenken an den erfolgreichen Tag. Alle Gewinnerinnen und Gewinner durften sich über T-Shirts freuen, die von den Firmen Regatta.com und Honold gesponsert wurden. Doch nicht nur auf dem Wasser gab es modische Highlights. Unter der Federführung von Silke Erche verkaufte die Jugend personalisierte URCD-Socken. Damit konnten sich alle auf die Socken machen und zeigen, wo ihre Vereinsheimat liegt – und der R4 bekam natürlich ein ganz besonderes Paar mit dem Schriftzug "Vorsitzender". Bestimmt sorgt diese Spezialanfertigung künftig für zusätzliche Autorität, wenn die Mitglieder sie zu Gesicht bekommen.

Heiß & Ice
Auch kulinarisch ließ die Regatta keine Wünsche offen. Der Name Nestola stand an diesem Tag für Genuss in heiß und kalt: Alessandro Nestola versorgte die hungrigen Sportler und Zuschauer mit Pizza und musste sogar zweimal Teig nachliefern lassen, während Claudio Nestola mit seinem Eis für die perfekte Abkühlung sorgte. Dazu kamen Kaffee, Kuchen und kalte Getränke, die von URCD-Mitgliedern verkauft wurden. Denn auch die beste Rudermannschaft braucht irgendwann eine Pause – und spätestens nach einem spannenden Rennen schmeckt eine Pizza am Donauufer besonders gut.

Fotofinish
Der sportliche Höhepunkt des Tages folgte schließlich im Finale der Gigvierer. Hier kam es zu einem echten Familien-Duell mit besonderer Spannung: Valentino Molinari und seine Ehefrau Diana saßen jeweils auf Schlag in ihren Booten und wollten natürlich beide den Sieg erringen. Von wegen "Family & Friends" – auf der Rennstrecke wurde es ernst. Am Ende musste sogar ein Fotofinish-Entscheid herhalten, und Valentino konnte das Rennen denkbar knapp für sich entscheiden. Ein Zieleinlauf wie aus einem Sportfilm: zwei starke Mannschaften, zwei Ehepartner und ein Unterschied, der kaum mit bloßem Auge zu erkennen war. Der Dank geht am Schluss auch an Rudern 2000, deren Gigvierer "Neu-Ulm" die momentane Bootslücke von uns in diesem Bereich auffüllte.

Abbaurekord
Doch nicht nur auf dem Wasser wurde an diesem Tag Geschichte geschrieben. Während die letzten Rennen noch liefen, sorgte an der Zeitnahme eine ungewöhnliche Beobachtung für Verwunderung. Aus der Nachbarschaft waren Geräusche zu hören, die eigentlich eher zum Ende einer Veranstaltung passten: Biergarnituren wurden bereits zusammengeklappt. Hatte jemand die Uhr falsch gestellt? War die Regatta plötzlich vorbei? Nein – die Helfer hatten lediglich einen guten Blick für die Wetterlage. Denn am Horizont kündigte sich bereits ein Unwetter an. Kurz darauf fegten Regen und Wind über den Bootsplatz. Der schnelle Abbau erwies sich damit als perfekte Entscheidung und führte ganz nebenbei zum wohl schnellsten Abbau einer URCD-Regatta aller Zeiten. Im Gegensatz zu früher beim Donau-Cup war da günstig, dass nichts abgebaut werden musste, was zuvor auch nicht aufgebaut wurde. Dass direkt neben dem Regattaplatz zufällig eine Bootshalle steht, war an diesem Nachmittag nicht ungünstig. Die Siegerehrung konnte so kurzerhand in die Halle verlegt werden und fand dort in geschützter Atmosphäre statt.

Tradition
Wenn etwas zum zweiten Mal stattfindet, ist praktisch schon eine Tradition gestartet. Und die geht sicher nächstes Jahr weiter, wenn es 2027 dann zum 3. Mal heißt: Eine Regatta für "Family & Friends". Aber diese Tradition geht ja eigentlich schon viel länger: Wer auf die gesamte Geschichte der Ulmer Regatta mit ihren einzelnen Ausgaben bis zurück ins Jahr 1894 zurückblicken möchte, kann dies im Mitgliederbereich hier auf der Homepage tun.

Resumee
Am Ende blieb ein rundum gelungenes Bild zurück: Ein schöner Tag mit tollem Wetter während der Veranstaltung, vielen fröhlichen Gesichtern und einer Gemeinschaft, die gezeigt hat, was den URCD ausmacht. Der Vorstand blickt deshalb sehr zufrieden auf die Vereinsregatta 2026 zurück. Es gab keine Verletzungen, keinen Bootsschaden und vor allem jede Menge Spaß. Das Motto "Family & Friends" wurde nicht nur erfüllt, sondern auf dem Wasser, am Steg und bei Pizza und Eis mit Leben gefüllt.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem gesamten Organisationsteam, insbesondere Matthias Himmelstoß und Kerstin Stöhrer, sowie allen helfenden Händen, die mit ihrem Einsatz diesen Tag möglich gemacht haben. Denn eine solche Regatta gewinnt nicht nur die Mannschaft mit der schnellsten Zeit – gewonnen hat am Ende der ganze Verein.


Fotogalerie von Damian Wagner-Herold

Vereinsregatta 2026 DWH 02912
Vereinsregatta 2026 DWH 02913
Vereinsregatta 2026 DWH 02918
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Vereinsregatta 2026 DWH 02924
Vereinsregatta 2026 DWH 02928
Vereinsregatta 2026 DWH 02931
Vereinsregatta 2026 DWH 02938
Vereinsregatta 2026 DWH 02955
Vereinsregatta 2026 DWH 02961
Vereinsregatta 2026 DWH 02962
Vereinsregatta 2026 DWH 02963
Vereinsregatta 2026 DWH 02966
Vereinsregatta 2026 DWH 03003
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Vereinsregatta 2026 DWH 03030
Vereinsregatta 2026 DWH 03032
Vereinsregatta 2026 DWH 03033
Vereinsregatta 2026 DWH 03036
Vereinsregatta 2026 DWH 03053
Vereinsregatta 2026 DWH 03054
Vereinsregatta 2026 DWH 03069
Vereinsregatta 2026 DWH 03075
Vereinsregatta 2026 DWH 03076
Vereinsregatta 2026 DWH 03097
Vereinsregatta 2026 DWH 03117
Vereinsregatta 2026 DWH 03124
Vereinsregatta 2026 DWH 03126
Vereinsregatta 2026 DWH 03131
Vereinsregatta 2026 DWH 03141
Vereinsregatta 2026 DWH 03143
Vereinsregatta 2026 DWH 03147
Vereinsregatta 2026 DWH 03152
Vereinsregatta 2026 DWH 03155
Vereinsregatta 2026 DWH 03170
Vereinsregatta 2026 DWH 03180
Vereinsregatta 2026 DWH 03183
Vereinsregatta 2026 DWH 03188
Vereinsregatta 2026 DWH 03191
Vereinsregatta 2026 DWH 03197
Vereinsregatta 2026 DWH 03211
Vereinsregatta 2026 DWH 03213
Vereinsregatta 2026 DWH 03216
Vereinsregatta 2026 DWH 03226
Vereinsregatta 2026 DWH 03235
Vereinsregatta 2026 DWH 03237
Vereinsregatta 2026 DWH 03249
Vereinsregatta 2026 DWH 03251
Vereinsregatta 2026 DWH 03259
Vereinsregatta 2026 DWH 03262
Vereinsregatta 2026 DWH 03263
Vereinsregatta 2026 DWH 03271
Vereinsregatta 2026 DWH 03279
Vereinsregatta 2026 DWH 03280
Vereinsregatta 2026 DWH 03292
Vereinsregatta 2026 DWH 03296
Vereinsregatta 2026 DWH 03299
Vereinsregatta 2026 DWH 03312
Vereinsregatta 2026 DWH 03316
Vereinsregatta 2026 DWH 03327
Vereinsregatta 2026 DWH 03328
Vereinsregatta 2026 DWH 03330
Vereinsregatta 2026 DWH 03333
Vereinsregatta 2026 DWH 03349
Vereinsregatta 2026 DWH 03351
Vereinsregatta 2026 DWH 03353
Vereinsregatta 2026 DWH 03355
Vereinsregatta 2026 DWH 03364
Vereinsregatta 2026 DWH 03368
Vereinsregatta 2026 DWH 03376
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Vereinsregatta 2026 DWH 03383
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Vereinsregatta 2026 DWH 03391
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Vereinsregatta 2026 DWH 03402
Vereinsregatta 2026 DWH 03404
Vereinsregatta 2026 DWH 03407
Vereinsregatta 2026 DWH 03412
Vereinsregatta 2026 DWH 03430
Vereinsregatta 2026 DWH 03438
Vereinsregatta 2026 DWH 03444
Vereinsregatta 2026 DWH 03451
Vereinsregatta 2026 DWH 03462
Vereinsregatta 2026 DWH 03463
Vereinsregatta 2026 DWH 03468
Vereinsregatta 2026 DWH 03473
Vereinsregatta 2026 DWH 03475
Vereinsregatta 2026 DWH 03492
Vereinsregatta 2026 DWH 03496
Vereinsregatta 2026 DWH 03498
Vereinsregatta 2026 DWH 03502
Vereinsregatta 2026 DWH 03509
Vereinsregatta 2026 DWH 03521
Vereinsregatta 2026 DWH 03528
Vereinsregatta 2026 DWH 03538
Vereinsregatta 2026 DWH 03543
Vereinsregatta 2026 DWH 03552
Vereinsregatta 2026 DWH 03557

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Bundeswettbewerb 2026 in Münster

Bundeswettbewerb der

Jungen und Mädchen

2026 in Münster

Ein Wochenende voller Teamgeist, Herausforderungen und einem Start-Ziel-Sieg (Foto: Karin Maier-Hörmann)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Vom 2. bis 5. Juli 2026 nahm unser gesteuerter Mädchenvierer am Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen, verkürzt "Kinder-BW" genannt, in Münster teil, dem Saisonhöhepunkt für den Rudernachwuchs. Mit dabei waren Magdalena Dake, Emilia Vogellehner, Madita Pilz, Leyla Tuna und Steuermann Maximilian Brunner. Los ging die Reise bereits am Donnerstagmorgen um 7 Uhr gemeinsam mit der Bad Waldseer Crew. Nachdem unser großer Anhänger kurz vor der Abfahrt aufgrund eines Ermüdungsbruchs ausgefallen war, sprang Bad Waldsee kurzerhand mit seinem neuen Bootshänger ein. So konnte die rund 600 Kilometer lange Fahrt doch noch starten, auch wenn sie sich gefühlt endlos hinzog.

In Münster angekommen wartete direkt die nächste Überraschung: Der Steg wurde wegen Überfüllung für das Training gesperrt. Chaos? Ein bisschen. Die Stimmung ließ sich davon aber nicht trüben. Bei der Eröffnungsfeier durften Magdalena und Leyla sogar die Fahne tragen, ein besonderer Moment für die beiden.

Am Freitag folgte dann der erste sportliche Höhepunkt. Auf der Langstrecke zeigte unsere Mannschaft eine starke Leistung und belohnte sich mit einem hervorragenden zweiten Platz. Natürlich durfte auch das passende Styling nicht fehlen, für maximale Geschwindigkeit wurden zuvor noch sorgfältig Flechtzöpfe geflochten.

Der Finaltag hatte es schließlich in sich. Nach dem Rennen unserer Mannschaft musste die Regatta aufgrund des Wetters abgebrochen werden. Selbst um die Siegerehrung musste zunächst gekämpft werden. Zum Glück war unser Rennen bereits im Kasten – und was für eines! Mit einer perfekt umgesetzten Renntaktik legte das Boot einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin. Von den ersten Schlägen an führte die Mannschaft das Feld an, baute den Vorsprung kontinuierlich aus und verteidigte ihn bis über die Ziellinie. Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, wie stark sich die Mannschaft innerhalb eines Jahres entwickelt hat und mit welchem unbändigen Willen am Wochenende gekämpft wurde.

Herzlichen Glückwunsch an Magdalena, Emilia, Madita, Leyla und Maximilian zu diesem großartigen Erfolg und ein großes Dankeschön an alle Trainerinnen, Eltern und Unterstützer, die diesen Erfolg möglich gemacht haben!


Fotos von Karin Maier-Hörmann und Marcel Kipke/DRV

Kinder-BW 2026 000 KMH
Kinder-BW 2026 001 KMH
Kinder-BW 2026 002 KMH
Kinder-BW 2026 003 KMH
Kinder-BW 2026 004 KMH
Kinder-BW 2026 005 KMH
Kinder-BW 2026 006 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 007 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 008 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 009 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 010 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 011 KMH
Kinder-BW 2026 012 KMH
Kinder-BW 2026 013 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 014 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 015 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 016 DRV Marcel Kipke
Kinder-BW 2026 017 KMH


Video: Karin Maier-Hörmann

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Dt. Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften 2026 - Heißes Wochenende in Krefeld

Dt. Junioren- und Jahrgangs-

meisterschaften 2026:

Heißes Wochenende

in Krefeld

Bronze für Lisa Denkinger Rueda (li.) im Leichtgewichts-Doppelvierer der A-Juniorinnen   (Foto: Ilja Erche)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Eigentlich hätten die Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften in diesem Jahr auf dem Baldeneysee in Essen stattfinden sollen. Aufgrund der starken Ausbreitung einer Wasserpflanze musste die Regatta jedoch kurzfristig an den Elfrather See nach Krefeld verlegt werden. Für unsere neun URCD-Athletinnen und -Athleten änderte das am Ziel allerdings nichts: Sie wollten angreifen – und kehrten mit vier Medaillen und zahlreichen starken Platzierungen nach Ulm zurück.

Schon die äußeren Bedingungen verlangten allen Beteiligten einiges ab. Temperaturen weit über 30 Grad machten die Meisterschaften zu einer echten Hitzeschlacht. Auch Ventilatoren und ein Planschbecken konnten da nur bedingt Abhilfe schaffen.

Der Veranstalter reagierte auf die hohen Temperaturen und straffte kurzerhand den Zeitplan: Hoffnungsläufe sowie die B-Finals der Juniorinnen und Junioren wurden gestrichen. Das machte die Sache nicht einfacher, denn nun zählte jedes Rennen. Wer in den Vorläufen nicht weit genug vorne landete oder über die Zeit weiterkam, war raus. Leider erging es so auch drei Ulmern: Anton Frohwein und Raphael Müller schieden mit ihren Renngemeinschafts-Partnern im Junioren-A Doppelzweier im Vorlauf aus. Für Franzi Durst endete der Weg nach einer rückenbedingt suboptimalen Vorbereitung im Juniorinnen-A-Einer sowie im Vierer mit Steuerfrau ebenfalls im Vorlauf.

Am Samstag standen die Finals der Altersklasse U23 auf dem Programm. Mit dabei Emilia Maier, die im leichten Einer mit einem Sieg im B-Finale einen guten siebten Platz erreichte. Im Leichtgewichts-Doppelzweier wurde es ein 3. Platz in einem 3-Boote-Feld.

Valerie Guter beendete ihre ersten deutschen Meisterschaften im Halbfinale des Juniorinnen-B Zweier ohne gemeinsam mit Charlotte Wiener aus Karlsruhe auf dem vierten Rang. Damit belegten die beiden in der Gesamtwertung Rang neun.

Als wäre die Hitze nicht schon Herausforderung genug, zog in der Nacht auf Sonntag ein starker Sturm über Krefeld, wirbelte die Zelte und Pavillons ordentlich durcheinander und verursachte leider auch einige Bootsschäden. Davon unbeirrt sorgten die Junioren am Sonntag aber für Glanzleistungen in ihren Finals: Der Tag begann schon früh mit einem Meistertitel für Ulm!

Gemeinsam mit ihren Mannschaftskameraden aus Mannheim, Nürtingen und Marbach holten Anton Kumpf und Moritz Henßler Gold im Junioren-B Vierer mit Steuermann. Nach 500m noch auf Rang zwei liegend übernahm das Boot im Mittelteil die Führung und baute den Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus.

Wenige Minuten später durfte auch unser jüngerer B-Junior Mika Erche über Edelmetall jubeln. Im Vierer ohne Steuermann in Renngemeinschaft mit Heidelberg, Nürtingen und Stuttgart gewann er Bronze.

Gegen Mittag war es dann Achterzeit auf dem Elfrather See! Anton, Moritz und Mika starteten gemeinsam mit ihren Partnern aus den Vierern als Team-BaWü-Achter. Nach einem etwas schwächeren Mittelteil kämpfte sich das Boot mit einem starken Endspurt zurück und durfte am Ende eine Bronzemedaille feiern.

Die vierte Medaille steuerte Lisa Denkinger-Rueda bei. Im Leichtgewichts-Doppelvierer der A-Juniorinnen behauptete ihre Mannschaft von Beginn an den Bronzerang und brachte diesen souverän und mit Abstand zu den Verfolgern ins Ziel.

Wir gratulieren dem gesamten Team und allen Medaillengewinnerinnen und -gewinnern zu ihren Leistungen in Krefeld!

Am Start von oben links: Emilia Maier, Anton Frohwein auf den Schultern von Raphael Müller, Mika Erche; Mitte rechts: Lisa Denkinger-Rueda; unten von links: Anton Kumpf, Moritz Henßler, Franziska Durst, Valerie Guter (Teamfotos von Damian Wagner-Herold)


Fotos von Damian Wagner-Heold, Raimund Hörmann jun., Karin Maier-Hörmann, Ilja Erche

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Videos: Raimund Hörmann jun.


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Spanischer Meistertitel 2026 im Einer für Mikel Madaras Peters

Kurs auf U23-WM 2026

in Duisburg:

Mikel Mardaras Peters ist

Spanischer Meister im Einer

Nächster Prüfstein für Mikel Mardaras Peters: Die Spanische U23-Meisterschaft 2026 in Banyoles

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Unser 20-jähriger Ruderer Mikel Mardaras Peters hat am vergangenen Wochenende bei den Spanischen U23-Meisterschaften im Einer eine beeindruckende Leistung gezeigt und sich souverän den Meistertitel gesichert.

Bereits im Vorlauf ließ Mikel keinen Zweifel an seiner starken Form aufkommen. Mit einem deutlichen Sieg qualifizierte er sich problemlos für die nächste Runde. Auch im Halbfinale dominierte er das Feld und setzte sich klar gegen die Konkurrenz durch. Im Finale krönte er schließlich ein perfektes Meisterschaftswochenende: Von Beginn an bestimmte er das Rennen und fuhr mit großem Vorsprung als Erster über die Ziellinie. Damit gewann er alle drei Rennen – Vorlauf, Halbfinale und Finale – äußerst überzeugend und ohne jemals ernsthaft in Bedrängnis zu geraten.

Für Mikel hat dieser Titelgewinn eine besondere Bedeutung. Aufgrund seiner deutschen und spanischen Staatsbürgerschaft besitzt er die Möglichkeit, international für beide Nationen zu starten. Nachdem er trotz sehr guter Leistungen in dieser Saison nicht für das deutsche Aufgebot der U23-Weltmeisterschaften berücksichtigt worden war, richtet sich sein Blick nun auf die spanische Nationalmannschaft. Der Gewinn der Spanischen Meisterschaft stellt dafür einen wichtigen Meilenstein dar und unterstreicht eindrucksvoll seine sportliche Qualität.

Ganz am Ziel ist Mikel jedoch noch nicht. In den kommenden Wochen wird er an einem nationalen Trainingslager teilnehmen, bei dem die endgültige Auswahl für die spanische U23-Nationalmannschaft getroffen wird. Dort gilt es, die starke Form der vergangenen Monate erneut zu bestätigen und die Verantwortlichen von einer Nominierung zu überzeugen.

Die Chancen stehen nach diesem überzeugenden Auftritt sicherlich gut. Sollte die Nominierung gelingen, dürfte Mikel Ende Juli bei den U23-Weltmeisterschaften in der Duisburg an den Start gehen – und damit auf internationaler Bühne um die besten Platzierungen kämpfen.

Der gesamte Ulmer Ruderclub Donau gratuliert Mikel herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und drückt ihm für die kommenden Wochen fest die Daumen. Wir sind stolz, einen so engagierten und erfolgreichen Athleten in unseren Reihen zu haben, und wünschen ihm viel Erfolg für das Trainingslager sowie auf dem weiteren Weg zur U23-WM.

Herzlichen Glückwunsch, Mikel!


 INFO  Ergebnis Banyoles für Mikel im U23 Männer Einer: Platz 1 in 7:12,48 min

Als spanischer Meister zu der U23-WM in Duisburg? Wir werden sehen. (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

Fotos von Pedro Mardaras Otegi

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Video: Pedro Mardaras Otegi

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Kurs auf U23-WM: Entscheidende Wochen für Mikel Mardaras Peters

Kurs auf U23-WM 2026

in Duisburg.

Entscheidende Wochen

für Mikel Mardaras Peters

Spanische U23-Meisterschaft 2026 in Banyoles

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Wer Mikels Weg in den vergangenen Monaten verfolgt hat, weiß: Die Form stimmt, die Leistungen im Einer waren eindrucksvoll und konstant. Umso überraschender kam die Nachricht, dass er vom Deutschen Ruderverband im aktuellen Aufgebot für die U23-Weltmeisterschaft (22.–26. Juli in Duisburg) nicht berücksichtigt wurde. Entmutigen lässt sich Mikel davon aber keineswegs – im Gegenteil. Er nimmt den Weg zur WM jetzt einfach selbst in die Hand.

Dank seiner doppelten Staatsbürgerschaft kann Mikel international auch für Spanien an den Start gehen. Der nächste Schritt führt ihn deshalb bereits dieses Wochenende zu den Spanischen Meisterschaften. Das Ziel im Einer ist klar: Ein dickes Ausrufezeichen setzen und sich die beste Ausgangslage für die anschließenden internen Vergleiche sichern.

"Der Plan ist, die Spanische Meisterschaft im Einer zu fahren und das Ding – trotz der Hitze – möglichst mit Abstand zu gewinnen", gibt sich Mikel kämpferisch.

Direkt im Anschluss geht es für ihn ins Trainingslager nach Sevilla. Dort wartet der direkte Schlagabtausch mit den anderen Booten. Für Mikel gilt es, im Einer so nah wie möglich an den schnellsten Crews dranzubleiben, um das Ticket für die WM endgültig zu lösen. Läuft alles nach Plan, kehrt er danach nach Ulm zurück, um sich hier den finalen Schliff für die Weltmeisterschaft zu holen.

Erfolg auch für Mikel Mardaras Peters in Ratzeburg (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

Livestream
Einen Livestream gibt es am Sonntag, 21.06. auf dem YouTube-Kanal des spanischen Ruderverbandes. Das A-Finale im U23-Einer findet um 10:45 statt. 

Plan B
Es steht allerdings auch schon ein Plan B, sollte die spanische Hitze allzu unerträglich sein. Dann reist Mikel zurück nach Deutschland und greift am darauffolgenden Wochenende doch noch bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld im Einer an. "Für einen Sieg dort wären ein bisschen Schiebewind und ein paar Wellen wie zuletzt in Ratzeburg natürlich nicht verkehrt." - so Mikel.

Ob Krefeld tatsächlich die kühlere Variante ist, bleibt abzuwarten. Wir drücken lieber erst mal die Daumen für die Campeonatos de España de remo olímpico sub23!

Olympisches Rudern
Hier zeigt sich auch: Was für die einen mit "Coastal Rowing" relativ neu ist - in Spanien und speziell im Baskenland rudert man schon sehr lang in den Traineras auf dem Atlantik d.h. mit "Rudern" ist dort traditionell dieser Weg gemeint. Das andere Rudern in schmalen Rennbooten wird dort "remo olimpico" - olympisches Rudern genannt. Als Mikel damals im Jahr 2006 noch im Kinderwagen saß, durfte eine URCD-Mannschaft in Getxo (gesprochen: Getscho) im Baskenland zu diesem Abenteuerrudern bei der Regatta auf dem Atlantik im Golf von Biskaya live dabei sein.

Was damals geschah - mit Video, zu sehen im Mitgliederbereich.


 INFO  Ergebnis Banyoles für Mikel im U23 Männer Einer: Platz 1 in 7:12,48 min

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Regatta Bamberg 2026 - Zwischen Sintflut und Siegesserie

Regatta Bamberg 2026:

Zwischen Sintflut

und Siegesserie

Nach sintflutartigen Regenfällen erfreulicher Blick aus dem Zelt am Samstag Morgen (Foto: Karin Maier-Hörmann)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Die Regatta in Bamberg (13./14.06.2026) begann für die Nachwuchsruderinnen und -ruderer des URCD alles andere als gemütlich. Während am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag teils sintflutartige Regenfälle über das Regattagelände zogen, kämpften Mannschaft und Betreuer eher gegen Wassermassen als gegen die Konkurrenz. Manch einer hatte zeitweise das Gefühl, die Zelte könnten jeden Moment davonschwimmen. Umso erfreulicher war der Blick aus dem Zelt am Samstagmorgen: Strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und beste Bedingungen für ein erfolgreiches Regattawochenende.

Und erfolgreich wurde es. Besonders die Mädchenmannschaft sorgte mit sechs Siegen in acht Rennen für eine beeindruckende Bilanz.

Allen voran präsentierte sich der Mädchen-Doppelvierer mit Steuermann in hervorragender Form. Magdalena Dake, Madita Pilz, Emilia Vogellehner, Leyla Tuna und Steuermann Maximilian Brunner gewannen zunächst die 3000-Meter-Langstrecke am Samstag und setzten sich anschließend auch in den beiden 1000-Meter-Rennen am Samstag und Sonntag durch. Drei Rennen, drei Siege – eine eindrucksvolle Vorstellung.

Doch damit nicht genug: Am Sonntag siegten die vier Ruderinnen zusätzlich in ihren Doppelzweiern. Insgesamt standen für die Besatzung des Bundeswettbewerbsvierers damit fünf Siege an einem Wochenende zu Buche. Drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt zeigte sich das Quartett in bestechender Form und darf mit viel Selbstvertrauen zum Bundeswettbewerb reisen.

Geheimrezept Sonnenbrillen. Damit wird man richtig schnell (Foto: Karin Maier-Hörmann)

Auch Louisa Rabel und Lilli Schmid konnten sich über einen Sieg im Doppelzweier freuen. Für Louisa war das Wochenende darüber hinaus ein ganz besonderes. Bei ihrem allerersten Einerstart belegte sie am Samstag direkt Platz zwei und legte am Sonntag mit einem Sieg nach. Ein gelungener Einstand!

Ähnlich erfolgreich verlief das Debüt von Konstantin Leopold im Einer. Auch er erreichte bei seinem ersten Einzelstart auf Anhieb den zweiten Platz. Gemeinsam mit Leopold Sauter, Hannes Lambertz, Maximilian Brunner und Steuermann Emil Henßler ruderte er außerdem im Jungen-Doppelvierer mit Steuermann auf einen starken zweiten Platz.

Nicht jede Geschichte verlief ganz ohne Wasserkontakt: Lilli Schmid machte am Samstag im Einer unfreiwillig direkte Bekanntschaft mit dem Main-Donau-Kanal. Davon ließ sie sich jedoch nicht beeindrucken und kämpfte sich am Sonntag auf einen starken dritten Platz.

Neben den sportlichen Erfolgen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Nach der verregneten Nacht genoss die Mannschaft das sonnige Wochenende umso mehr. Auf und neben dem Wasser war die Stimmung hervorragend, und so bleiben nicht nur die vielen Siege, sondern auch die gemeinsamen Erlebnisse in Bamberg in bester Erinnerung.

Herzlichen Glückwunsch an alle Sportlerinnen und Sportler sowie an das Trainerteam zu diesem gelungenen Wochenende. 


Fotos von Karin Maier-Hörmann

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2. Kleinbootüberprüfung und Internationale Regatta in Ratzeburg 2026

2. Kleinbootüberprüfung

und internationale

Regatta 2026

in Ratzeburg

Sieg für Emilia Maier (re.) im Leichtgewichts-Doppelzweier der U23-Frauen in Ratzeburg (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

GESCHRIEBEN VON MIKEL MARDARAS PETERS

Unsere beiden Athleten Mikel Mardaras Peters und Emilia Maier haben am Wochenende 5.-7. Juni 2026 an der internationalen Regatta Ratzeburg teilgenommen und starke Leistungen gezeigt. Beide gingen bei der internationalen Regatta sowohl im Einer (1x), als auch im Doppelzweier (2x) trotz Rennabständen von weniger als 2 Stunden an den Start.

Freitag – 2. Kleinbootüberprüfung U23 (Einer)
Die 2. Kleinbootüberprüfung (KBÜ) ist zumindest offiziell gesehen der entscheidende nationale Test im Einer. Nach einem durchwachsenen Vorlauf qualifizierte sich Mikel mit 0.06 Sekunden Abstand für das A Finale. Dort zeigte er ein starkes Rennen und zog nach einer Weile auf Platz 3 letztendlich den kürzeren Hebel und wurde im Fotofinish knapp fünfter hinter den Rängen drei und vier.

Erfolg auch für Mikel Mardaras Peters in Ratzeburg (Foto: Pedro Mardaras Otegi)

Samstag – Vier A-Finalplätze
Zunächst sicherte sich Mikel mit seinem Partner im Zweier einen dritten Platz. Rund eine Stunde später folgte das Rennen im Einer, in dem er im A-Finale erneut Rang 3 erreichte. Auch Emilia erreichte in beiden Bootsklassen das A Finale und wurde im 2x ebenfalls dritte.

Sonntag – Knappe Rennen im 1x und 2x
Am Sonntag folgten die finalen Rennen. Emilia schaffte es, das A-Finale des Doppelzweiers in einem extrem engen Zieleinlauf für sich zu entscheiden. Mikel schloss das Regattawochenende dann noch im 1x ab: Mit einem starken Endspurt holte er einen Rückstand von 9 Sekunden auf den Deutschland 1x und überholte ihn in den letzten 2 Schlägen.

Ausblick
Mikel berichtet über seine Situation und Pläne: "Da mir der DRV trotz der guten Ergebnisse im Moment leider aus verbandspolitischen Gründen überhaupt keine Nominierungsperspektive oder konkrete Zusage für WM oder EM geben will, gehe ich nun nach Spanien in der Hoffnung dieses Mal der Hitze gewachsen zu sein und Ulm im 1x auf der WM vertreten zu können."

Emilia trainiert aktuell in Essen ihren 2x mit dem Ziel, die Direktqualifikation für die WM auf der deutschen Meisterschaft in 2 Wochen zu holen.

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Regatten Hamburg und Ratzeburg 2026

Regatten 2026:

Jugend in Hamburg

U23 in Ratzeburg

In Hamburg steuert Lisa Denkinger Rueda die BaWü-Renngemeinschaft mit Mika Erche (4.v.re.) und Anton Kumpf (2.v.re.) zum Sieg (Foto: Silke Erche)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Die Athletinnen und Athleten des Ulmer Ruderclubs Donau präsentierten sich am 6. und 7. Juni 2026 erneut in ausgezeichneter Form. Sowohl bei der Juniorenregatta des Deutschen Ruderverbandes in Hamburg als auch bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg sammelten sie zahlreiche Siege und Podestplätze und knüpften damit nahtlos an ihre bisher starke Saison an.

Hamburg
In Hamburg dominierten insbesondere Anton Kumpf und Moritz Henßler den Junioren-B-Vierer mit Steuermann. In Renngemeinschaft mit Nürtingen, Marbach und Mannheim gewannen sie sowohl am Samstag als auch am Sonntag ihre Rennen. Ebenfalls doppelt erfolgreich waren Anton Frohwein und Samuel Urwalek aus Waldshut, die im Junioren-A-Doppelzweier an beiden Tagen siegreich waren.

Auch in den weiteren Bootsklassen zeigten die Ulmer Athletinnen und Athleten starke Leistungen: Johanna Durst gewann am Samstag den Juniorinnen-B-Einer, während Mika Erche, Anton Kumpf und Steuerfrau Lisa Denkinger-Rueda im Achter in einer Renngemeinschaft mit Heidelberg, Lauffen, Stuttgart, Nürtingen und Marbach den Sieg errangen.

Am Sonntag erreichte das Boot Rang drei im ersten Lauf. Moritz Henßler bestätigte seine konstante Form zudem mit zwei zweiten Plätzen im Junioren-B-Einer. Ergänzt wurde das insgesamt sehr erfolgreiche Wochenende durch weitere vordere Platzierungen in den ersten gesetzten Läufen am Sonntag.

Ratzeburg
Auch bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg zeigten die URCD-Sportler Leistungen auf hohem Niveau. Mikel Mardaras Peters setzte dabei ein starkes Ausrufezeichen: Bereits am Freitag belegte er Rang fünf in der U23-Rangliste des Deutschen Ruderverbandes und bestätigte damit seine gute Ausgangsposition. Im U23-Einer überzeugte er mit einem Sieg sowie einem dritten Platz in den Finals an beiden Renntagen. Auch im U23-Doppelzweier mit Jonas Walter aus Kaufering erreichte er an beiden Tagen die Finals und belegte dort die Plätze drei und vier.

Einen weiteren Sieg in Ratzeburg konnte Emilia Maier am Sonntag im Leichtgewichts-Doppelzweier der U23-Frauen feiern.


Fotos von Silke Erche

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Starke Saison für Noah Anger mit den Golden Bears

Starke Saison

für Noah Anger

mit den Golden Bears

Den Huskies nur knapp unterlegen: Silber für Noah Anger und die Golden Bears (Fotos: Row2K)

GESCHRIEBEN VON CHRISTIANE ANGER

Noah Anger vom Ulmer Ruderclub zählt zu den erfolgreichsten deutschen Ruderern im amerikanischen Hochschulsport. Der 23-Jährige geht mittlerweile in sein drittes Jahr an der University of California in Berkeley und hat sich dort einen festen Platz im ersten Achter der California Golden Bears erarbeitet. Das traditionsreiche Team gehört seit Jahrzehnten zu den renommiertesten und erfolgreichsten Ruderprogrammen der Vereinigten Staaten und misst sich regelmäßig mit den stärksten Universitätsmannschaften des Landes. Neben den hohen sportlichen Anforderungen absolviert Anger ein anspruchsvolles Physikstudium, das ihm auch abseits des Bootes ein hohes Maß an Disziplin und Leistungsbereitschaft abverlangt.

Die zurückliegende Saison verlief für Berkeley über weite Strecken äußerst erfolgreich. Die Golden Bears präsentierten sich konstant auf hohem Niveau und konnten zahlreiche starke Leistungen zeigen. Dennoch erwies sich die University of Washington einmal mehr als größter Konkurrent und letztlich als kaum zu überwindende Hürde. Sowohl im direkten Vergleich als auch bei den Meisterschaften der Mountain Pacific Sports Federation (MPSF) mussten sich die Kalifornier den Huskies geschlagen geben.

Besonders dramatisch verlief das Saisonfinale bei den IRA National Championships, der prestigeträchtigsten Regatta des amerikanischen Hochschulruderns. Im Rennen um den nationalen Titel lieferte sich Berkeleys erster Achter ein packendes Duell mit Washington. Lange Zeit lag das Boot der Golden Bears in Führung und schien auf dem Weg zum Meistertitel. Doch in einer spannenden Schlussphase gelang den Huskies noch einmal ein beeindruckender Endspurt. Erst in den letzten zehn Schlägen zogen sie am führenden Berkeley-Achter vorbei und sicherten sich den Sieg, während den Golden Bears nur denkbar knapp der zweite Platz blieb.

Trotz der verpassten Meisterschaft kann Noah Anger auf eine herausragende Saison zurückblicken. Als Leistungsträger seines Teams gehörte er zu den entscheidenden Faktoren für die starken Ergebnisse Berkeleys. Seine Leistungen wurden auch auf nationaler Ebene gewürdigt: Mit der Ernennung zum All-American erhielt er die höchste individuelle Auszeichnung, die im amerikanischen Hochschulrudersport vergeben wird. Damit reiht er sich in die Liste der besten College-Ruderer des Landes ein. Auch international hat Anger bereits seine Klasse unter Beweis gestellt und für Deutschland Medaillen bei U23-Weltmeisterschaften gewonnen.

Nach einem Heimaturlaub in Ulm richtet sich der Blick nun bereits auf die kommende Saison. Für Anger beginnt sein letztes Jahr in Berkeley – und damit die letzte Chance, gemeinsam mit seinen Teamkollegen den begehrten nationalen Titel zu gewinnen. Die Motivation dafür ist groß: Nach mehreren Jahren in der nationalen Spitze und dem denkbar knappen Scheitern im diesjährigen Finale ist das Ziel klar formuliert. 2027 soll der Meistertitel wieder nach Kalifornien und in die Bootshäuser der California Golden Bears zurückkehren.


Fotos: Row2K

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Kraftsport kann Leben retten

Kraftsport kann

Leben retten . . .

Keine neuen Mitglieder, sondern eher die Suche nach dem Weg zum Wasser bei geschlossenem Tor (Fotos: Werner Strassner)

GESCHRIEBEN VON WERNER STRASSNER

An Fronleichnam waren Basti und mein Philipp im Kraftraum zugange. Während andere den Feiertag gemütlich verbrachten, wurden dort Gewichte bewegt, Muskeln gestählt und vermutlich der eine oder andere persönliche Rekord ins Visier genommen. Doch zwischen Kniebeugen und Hantelbank fiel den beiden plötzlich etwas Ungewöhnliches auf: Eine Schwanenfamilie schien orientierungslos auf der Suche nach dem Weg in die Donau zu sein.

Offenbar hatte sich die gefiederte Reisegruppe bei ihrer Navigation etwas verschätzt. Statt direkt ans Wasser führte ihre Route sie über die Schießhausallee, quer über unseren Parkplatz und schließlich bis auf den Bootsplatz. Die zahlreichen Hinterlassenschaften entlang der Strecke lassen jedenfalls keinen Zweifel daran, dass die Familie tatsächlich diesen Weg gewählt hatte – gewissermaßen ein biologisches Leitsystem in Weiß und Grün.

Basti und Philipp beobachteten das Geschehen eine Weile und kamen zu dem Schluss, dass die Schwäne zwar motiviert, aber beim letzten Abschnitt ihrer Expedition etwas ausgebremst waren. Also griffen sie zum Telefon und riefen mich an: Ob ich wohl mit dem Schlüssel kommen könnte, um das Tor aufzuschließen?

Gesagt, getan. Als ich ankam, hatte ich fast den Eindruck, die Schwanenfamilie würde bereits auf ihren persönlichen Türöffner warten. Kaum war das Tor geöffnet, setzte sich der Trupp in Bewegung – zielstrebig, diszipliniert und ohne jede Diskussion über die richtige Richtung. Fast so, als hätten die Schwäne den gesamten Rettungseinsatz bereits im Voraus geplant.

Im Gänsemarsch (oder besser gesagt: im  Schwanenmarsch)

Im Gänsemarsch (oder besser gesagt: im Schwanenmarsch) ging es durch das Tor. Sie wählten aber nicht unsere Bootstreppen mit den leicht baufälligen Stegen, die zur Zeit noch gesperrt sind, sondern gingen zu den gleich rechts davon liegenden schmalen Treppen. Dort fanden die Tiere endlich den ersehnten Zugang zur Donau und konnten ihre Reise auf dem Wasser fortsetzen.

Die Moral der Geschichte: Wer regelmäßig Kraftsport betreibt, entwickelt nicht nur starke Muskeln, sondern offenbar auch einen ausgeprägten Sinn für Notfälle im Tierreich. Ohne das aufmerksame Trainingsteam im Kraftraum hätte die Schwanenfamilie möglicherweise noch länger über Parkplatz und Bootsplatz patrouilliert. So aber endete ihr kleiner Ausflug glücklich – und unsere Sporteinheit bekam ganz unerwartet einen naturschutzfachlichen Nebeneffekt.

Fazit: Kraftsport kann Leben retten. Man weiß schließlich nie, wann eine Schwanenfamilie einen Türöffner mit Schlüssel braucht.


Fotos von Werner Strassner

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Schwanenrettung 2026 WS 3820
Schwanenrettung 2026 WS 3821
Schwanenrettung 2026 WS 3822
Schwanenrettung 2026 WS 3823
Schwanenrettung 2026 WS 3824
Schwanenrettung 2026 WS 3825

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Nachruf Heiner Honold

Nachruf Heiner Honold

Hans-Heiner Honold
* 17.03.1943   † 17.05.2026

Mit großem Bedauern nehmen wir Abschied von Heiner Honold, der am 17.05.2026 verstorben ist.

Heiner war seit dem 01.05.1959 Mitglied des Vereins. Er war nicht nur großzügiger Sponsor, sondern auch langjährig ehrenamtlich im Club tätig. Von 1970 bis 1979 war er Schriftführer. Zu dieser Zeit gab es noch kein offizielles Büro mit Bürokraft, entsprechend groß war die Aufgabe neben seiner Rolle als Unternehmer im eigenen Betrieb.

Eine größere Rennruderkarriere im URCD war Heiner nicht möglich, obwohl er das Zeug dazu hatte, wie man so sagt. Während seiner Lern- und Wanderjahre nach dem Abitur, die ihn unter anderem nach Wien und schließlich nach New York führten, trat er 1965 in das väterliche Unternehmen ein. In Wien immatrikulierte er sich an der dortigen Hochschule für Welthandel. In seiner Freizeit nahm er Kontakt zum RC Lia Wien auf, wo ihm sein ruderisches Können relativ bald einen Platz im damaligen ersten Achter einbrachte. Er konnte stolz darauf sein, mit einigen österreichischen Rudergrößen im Boot schöne Erfolge gefeiert zu haben.

Später lag der sportliche Fokus auf Tennis (ich habe fast immer gegen ihn verloren), Skifahren und bis zuletzt Golf.

Heiner war ein wunderbarer Mensch – großzügig, witzig und charmant.

Ich trauere um einen wunderbaren Freund und Sportkameraden. Er wird in meinen Gedanken auch weiterhin an meiner Seite stehen.

Harald Thanner


Jugend Gigvierer 1959 - 1961 mit Heiner Honold, Hermann Siebrecht, Erich Henssler und im Bug Harald Thanner

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Juniorenregatta Köln 2026

Juniorenregatta

Köln 2026

Goldmedaille für Valerie Guter und Johanna Durst im Juniorinnen B Doppelzweier (Foto: Matteo Frege)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Mit starken Leistungen und zahlreichen Podestplätzen hat der Ulmer Ruderclub bei der Juniorenregatta vom 23./24. Mai 2026 in Köln ein erfolgreiches Wochenende erlebt. Insgesamt verbuchten die Nachwuchsruderer vier Siege sowie fünf zweite Plätze und bestätigten damit ihre gute Form zu Beginn der Regattasaison.

Vor allem in den Einer-Rennen wussten die Ulmer Athleten zu überzeugen. Bei den Junioren A setzte sich Raphael Müller in einem stark besetzten Feld durch und fuhr souverän zum Sieg. Auch Moritz Henßler zeigte bei den Junioren B eine überzeugende Vorstellung und ließ der Konkurrenz keine Chance. Einen weiteren Erfolg feierte Anton Frohwein im Junioren-Doppelzweier A: Gemeinsam mit seinem Partner Samuel Urwalek vom WSV Waldshut gewann er in  Renngemeinschaft ein spannendes Rennen.

Anton Frohwein vom URCD und Samuel Urwalek vom WSV Waldshut siegen im Junioren A Doppelzweier (Foto: Matteo Frege)

Ebenso erfolgreich präsentierten sich die Ulmer Juniorinnen. Valerie Guter und Johanna Durst sicherten sich bei den Juniorinnen B den Sieg im Doppelzweier und bewiesen dabei eine starke Abstimmung auf dem Wasser. Für Johanna Durst verlief das Wochenende besonders erfolgreich, denn zusätzlich triumphierte sie auch im Einer und konnte damit gleich zwei Siege mit nach Hause nehmen.

Neben den ersten Plätzen sammelten die Ulmer Ruderer zahlreiche weitere Spitzenresultate. Lisa Denkinger-Rueda ruderte im Leichtgewichts-Einer A auf einen starken zweiten Rang. Im Junioren-Doppelvierer A erreichten Anton Frohwein und Raphael Müller zusammen mit ihren Mannschaftskollegen aus Stuttgart und Nürtingen ebenfalls Platz zwei.

Auch in den Mannschaftsbooten der Junioren B überzeugten die Ulmer Athleten. Im Vierer ohne Steuermann belegten sowohl Mika Erche als auch Anton Kumpf und Moritz Henßler in ihren jeweiligen Renngemeinschaften den zweiten Platz. Darüber hinaus erreichten Erche und Kumpf gemeinsam mit Steuermann Maximilian Brunner im baden-württembergischen Verbandsachter einen weiteren zweiten Rang.

Mit den vielen Erfolgen und Podestplätzen zeigte sich der Ulmer Ruderclub in Köln insgesamt sehr geschlossen und leistungsstark. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Nachwuchsarbeit des Vereins weiterhin Früchte trägt und die jungen Athletinnen und Athleten bestens für die kommenden Regatten gerüstet sind.


Fotos von Matteo Frege

Koeln Juniorenregatta 2026 MF 01
Koeln Juniorenregatta 2026 MF 02
Koeln Juniorenregatta 2026 MF 03

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