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Regatta Heidelberg 2026 - 12 Siege für den URCD

Regatta Heidelberg 2026:

12 Siege für

den URCD

V.l.n.r. Leyla Tuna, Emilia Vogellehner, Madita Pilz, Magdalena Dake, Steuermann Maximilian Brunner (Foto: Silke Erche)

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Der Nachwuchs des Ulmer Ruderclubs hat bei der Heidelberger Ruderregatta am 16. und 17. Mai 2026 eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Mit insgesamt zwölf Siegen, acht zweiten und acht dritten Plätzen kehrten die jungen Ulmer Athletinnen und Athleten von der traditionsreichen Veranstaltung auf dem Neckar zurück.

Besonders erfolgreich waren Madita Pilz, Magdalena Dake, Leyla Tuna und Emilia Vogellehner, die gleich mehrere Siege im Einer, Doppelzweier und Doppelvierer feiern konnten. Im Mädchen-Doppelvierer mit Steuermann Maximilian Brunner sicherte sich das Quartett zudem die Qualifikation für den Bundeswettbewerb vom 2. bis 5. Juli 2026 in Münster, der als Deutsche Meisterschaft der Kinder gilt. Dort stehen neben einer 3000-Meter-Langstrecke und einer 1000-Meter-Rennstrecke auch athletische und koordinative Teamwettbewerbe auf dem Programm.

Mit einem Sieg im Jungen-Doppelzweier qualifizierten sich auch Emil Henßler und Hannes Lambertz für den Bundeswettbewerb, wobei Henßler darüber hinaus noch zwei Siege im Einer verzeichnen konnte.

In der Altersklasse der Juniorinnen B setzte Johanna Durst ein weiteres Ausrufezeichen und gewann im Einer gleich zweimal.

Neben den zahlreichen Podestplätzen rundeten die vielen gelungenen Premieren junger Athletinnen und Athleten den Auftritt in Heidelberg ab und unterstrichen die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Ulmer Ruderclubs.


Fotos von Silke Erche

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Heidelberg 2026 Doppelvierer-Maedchen

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Nachruf und Trauerfeier Hans-Günter Joos

Trauerfeier am 18.04.2026, 10 Uhr


Nachruf Hans-Günter Joos

Hans-Günter Joos
* 21.02.1941   † 07.02.2026

Liebe Mitglieder,

der URCD trauert um ein verdientes Mitglied. Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unseres Vereinsmitglieds Hans-Günter Joos erfahren. Wir nehmen Abschied von einem Menschen, der unserem Verein über Jahrzehnte verbunden war und einen festen Platz in unserer Gemeinschaft hatte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahestanden. 

Wir bedanken uns herzlich bei Hansjörg Käufer für den folgenden Nachruf:

Der URCD verliert seinen "Dicken"

Im URCD gibt es nicht mehr viele, die seinen langen Weg im Verein von Anfang an nachzeichnen können. 70 Jahre Mitgliedschaft wären es dieses Jahr gewesen, die Ehrung dazu durfte er nicht mehr erleben. 70 Jahre im URCD ist an sich schon ein beeindruckender Wert, hinzu kommt seine Zeit als "Finanzminister", wie ihn seine Altersgenossen betitelten, von 1972 bis 1983 war das, zudem fungierte er von 1969 bis 1971 als Regattaleiter, als man noch auf dem Abschnitt zwischen Thalfingen und Oberelchingen eine 2 km Regatta ausrichtete. Das alles brachte ihm den ehrenvollen Titel eines Ruderältesten ein.

Doch das war nur die eine Seite, die offizielle und stets korrekt ausgeführte, unseres "Dicken". Wer ihm und seinen Altersgenossen Bibi Heim †, Hanno† und Bago Steinle aufmerksam zuhörte, kam zum Schluss, dass bereits seine ersten Jahre, es war 1956 und er B-Junior, eine Machtergreifung der ganz besonderen Art darstellte. Er war der Kopf eines ganz frischen Windes, der in den URCD einzog. Weg von alten Zöpfen und Traditionen verkörperte er eine ihm sehr eigene pfiffige Schlitzohrigkeit, die ihm bis ins hohe Alter geblieben ist. Mit neutralem Blick und Bodenhaftung verfolgte er aufmerksam das Clubleben, und egal um was oder wen es sich handelte, der "Dicke" brachte stets eine wohltuende Analyse daher, eine ohne Mullbindenphrasen, eine die saß, die erheiterte, ohne zu verletzen. 

Anfang der 70iger-Jahre begleitete er maßgebend den Eintritt ins Ulmer AH-Rudern. Es begann mit dem "Keimzellen-Vierer" besetzt mit ihm, Bibi Heim†, Bago und Jörg-Heinrich Steinle. Das Quartett ruderte von Sieg zu Sieg. Nach und nach kamen weitere ehemals erfolgreiche Akteure hinzu (Gerhard Auer†, Helmut Barth†, Jost Fischer, Otte Wanner†, Klaus Karok, Hanno Steinle†, Hartmut Cohrs, Uli Genze), sodass ab 1978 in wechselnder Besetzung ein Ulmer AH-Achter die Szene beherrschte. Man war national ungeschlagen, um der Eintönigkeit Einhalt zu gebieten, folgte der Übertritt ins internationale Geschäft. Motor und Organisator der nun folgenden Reisen war der "Dicke". Egal ob Bus- oder Flugreise, egal ob viele Schlachtenbummler dabei waren, der "Dicke" hatte alles bestens im Griff. Wer einmal mit dabei war, wird’s unter Garantie nicht mehr vergessen. Legendär sind die Fahrten nach Budapest, Paris und Wien. Man ruderte in Bled, in Glasgow, in Lila Edit (Schweden), in St. Catherines, in London, in San Sebastian und auf vielen anderen Regatten. Der Dicke bescherte unvergessliche Erlebnisse und fast überall legten die Männer um den Keimzellen-Vierer am Siegersteg an.

In späteren Jahren lag der Fokus weniger auf den Regattabesuchen, sondern mehr auf gemeinsamen Unternehmungen der Truppe. Der Reiseleiter, wie "Bibe" den "Dicken" liebevoll nannte, lieferte in Form von Ruderreisen weiterhin den Kitt, der die Alten, und nicht nur die, zusammenhielt. Er suchte wunderschöne Gewässer für Trainingslager aus. Mehrfach war man am Alpsee, am Gnadensee, am Lac de Sainte-Croix oder in Beaucaire/Südfrankreich. Seine Organisation war perfekt, er stets souverän. Nur einmal, ein einziges Mal, wirkte der "Dicke" doch etwas nervös. Es war am Lac de Sainte-Croix. Selbstverständlich hatte er einen Bootslagerplatz auf dem örtlichen Campingplatz organisiert. Der Platzchef dort, Capitaine genannt, ein stolzer, älterer Franzose, kredenzte allmorgendlich nach der ersten Ausfahrt jedem der Männer aus Allemagne ein ziemlich gut gefülltes Glas Pastis, den typischen südfranzösischen Schnaps. Ein Pastis nach der morgendlichen Ausfahrt und meist auf nüchternen Magen wirkt und verlangt ein gewisses Standvermögen. Nach zwei Tagen wurden erste Stimmen laut, auf das morgendliche Getränk zu verzichten. Das ginge auf gar keinen Fall und könne man keineswegs bringen, bekniete uns der "Dicke", denn der Capitaine wäre in seinem Stolz unendlich und aufs Gröbste verletzt. So gab es jeden Morgen sofort nach dem Anlegen eine Ansprache, auch ja schön brav seinen Pastis zu kippen, wenn gleich der Capitaine mit den Gläsern dastand…..und natürlich, dem ein oder anderen fiel es schwer, aber schließlich wussten alle, was wir am "Dicken" hatten und handelten in seinem Sinne.

In seinen letzten Jahren konnte er die regelmäßigen Ausfahrten mit seinen Alten aufgrund von Lungenproblemen nicht mehr mitmachen. Wann immer es ging, war er jedoch beim "Bier danach" dabei. Im Frühjahr 2025 musste er den Verlust seiner Elke hinnehmen. Als sich sein gesundheitlicher Zustand zum Jahreswechsel verschlimmerte, wurde er Mitte Januar noch am Herzen operiert. Unser "Dicker" verstarb zwei Wochen vor seinem 85. Geburtstag. Seine lieben Töchter, Anja und Amelie mit der Enkelin Rosalie waren bei ihm.

In unseren Gedanken wird unser "Dicker" immer unter uns sein.

Im Namen des URCD
Der Vorstand


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Frei weg! Rudern als Liebe (und Sucht) - ein Radiofeature vom Deutschlandfunk Kultur

Für die, die mit Rudern noch nie was am Hut hatten, ist es TechTalk pur. Wir aber verstehen jedes Wort. Wer sich sonst nicht verirrt zum Sender Deutschlandfunk Kultur, sollte unbedingt in dieses Radiofeature von 2021 reinhören, mit ganz vielen O-Tönen.

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Vereinsregatta 2026

Vereinsregatta 2026

am Sonntag, den 05.07.2026

Family & Friends

Superstimmung bei der ersten Auflage im Vorjahr

 INFO  Komplette Meldeliste (Rennen und Mithilfe "Gelbe Karte")
Plakat zum Herunterladen (5 MB)   *   URCD-Archiv: Die Ulmer Regatta

 GELBE KARTE  Anmeldung zur Mithilfe    *   Anmeldung der Kuchenspende


GESCHRIEBEN VON KERSTIN STÖHRER UND MATTHIAS HIMMELSTOSS

Liebe URCD-Mitglieder,
unser letztjähriger Regatta-Neuanfang am 13. Juli 2025 war rundum ein gelungenes Ruderfest bei strahlendem Wetter, vielen Teilnehmern und Gästen. Gemeinsam haben wir für uns ein großartiges Fest auf die Beine gestellt. Mit der Erfahrung aus dem letzten Jahr sind wir sicher, dass wir in diesem Jahr, am 5. Juli 2026, gar noch einen Schlag werden draufsetzen können. Denn Luft nach oben ist ja immer. 

Die Teams im 4er - Gigboot
Unverändert wird auch dieses Jahr nach dem Prinzip "Never change a running system" bleiben, dass die Breitensport-Teams im 4x Gigboot mit Steuermann oder Steuerfrau wieder über ein Losverfahren zusammengestellt werden. Das kam bei vielen richtig gut an. So konnte man schnell Vereinsmitglieder kennenlernen. Und auch wenn wir alle den Sieg einfahren wollen, soll bei diesem rudersportlichen Vereinsfest in allererster Linie der Spaß und viel Freude am Miteinander im Vordergrund stehen. Aber, sportlich kann es eben auch sein!

Neu in 2026 – 2er-Teams im Rennboot
Wer es möchte und die Challenge sucht, kann sich dieses Jahr auch im 2er Team anmelden. Thomas Binder hilft dann dabei, Eurem Team das passende Rennboot zuzuordnen, so dass Ihr bereits vorab darin trainieren könnt. 
Damit wir dafür den Gesamtablauf planen können, bitten wir Euch um eine Anmeldung in festgelegten 2er- Teams bis zum 24.06.2026. Weitere Details zur Anmeldung findet Ihr auf der Website und in Spond.

Unser Motto
Unsere Familien und Freunde sind eingeladen, mit uns ins Boot zu steigen und dabei zu verstehen, was uns daran so begeistert. So steht auch die diesjährige Regatta unter dem Motto "Family &Friends". 

Teilnehmer und Gäste
Wieder werden wir eine interne Vereinsregatta unter Beteiligung aller Gruppen im Verein durchführen. Dazu gehört der Breitensport, unsere Rennruderer und natürlich die Patientengruppe. Auch den neu im Verein angekommenen Mitgliedern, die jetzt im Frühjahr mit der Ruderausbildung beginnen, wollen wir einen kleinen Höhepunkt am Ende oder während ihrer Ausbildung bieten. Immer wieder wurden wir von Familienangehörigen, z.B. der Patientengruppen und der Rennmannschaft angesprochen, ob sie "das Rudern" nicht auch mal probieren könnten. Deshalb vergeben wir entsprechend unserem Motto auch an Freundinnen und Freunde einen "Platz im Boot", für die Regatta und natürlich für die davor geschalteten Trainings."
 
Neben vielen Festivitäten wird Anfang Juli unsere Regatta durch das internationale Donaufest begleitet, mit vielen Menschen, die in Ulm und an der Donau sein werden. 
Wieder bitten wir Euch alle um Eure Unterstützung am Tag der Regatta: letztes Jahr war dank Eurer Hilfe aus der Wiese in der Au im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen ein Festplatz entstanden, der Aufsehen erregte und auch Passantinnen und Passanten zum Verweilen eingeladen hat.

Trainings und Miteinander
Alle Regatta-Teilnehmer und Teams in den jeweiligen Kategorien organisieren sich und ihre Trainings selbständig. Vielleicht können wir auch unsere Anfängerteams neben dem Training auf dem Wasser für unseren Verein begeistern und dazu in kleinen oder größeren Treffen zusammenkommen. Es wird schließlich Sommer und warm und es gibt bestimmt lange schöne, gesellige Abende in der Au und auch im Clubhaus oben. Gerne also sollen kleine "After-Row-Miteinander" mit Feierabendgetränken stattfinden.

Halbzeit-Trainingsparty "get together"
Als kleines "Highlight" für alle Trainierenden und alle im Verein, die Lust haben dazuzukommen, haben wir schon die Halbzeitparty am 21.05.26 im Kalender fixiert. Wir wollen uns gruppenübergreifend treffen, uns kennenlernen und Spaß haben. Eine Info dazu folgt gesondert.

"Sei dabei" – Anmeldung als Teilnehmer:in bei der Regatta
Nur Vereinsmitglieder des URCD können sich im Mitgliederbereich anmelden. Gäste können separat nur über Mitglieder per Mail gemeldet werden. Wir starten in folgenden Gruppen:

 Meldung für die Rennen 
1. Patienten
2. Breitensport
3. Anfänger
4. Rennrudern
5. Gast-Special-Rennen ("Könner" + max. 50% Gäste im Boot.) - Meldungen für dieses Rennen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
6. 2er Teams im Rennboot (E Ruderer + beliebig) - Meldungen für dieses Rennen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 Meldeschluss 
Meldeschluss 2er Teams: 24.06.2026
Meldeschluss Gäste: 01.06.2026
Meldeschluss Breitensport und Rennrudern: 24.06.2026

 "Mach mit" – Anmeldung als Helfer oder Helferin um die Regatta herum 
Im Boot oder an Land – vielfältige Aufgaben sind zu tun. Wir hoffen auf eine große Helferzahl, denn anders ist das nicht zu machen. Alle Tätigkeiten und Dienste können auf die gelbe Karte eingetragen oder gespendet werden, wer das möchte. Das Organisationsteam wird die Aufgaben noch zusammenstellen. 

Bitte zögert nicht mit Eurer Meldung – ohne Euch geht es nicht!!
Tragt den Termin in Eure Kalender ein und gebt uns eine sichere, zeitnahe Zusage, wenn Ihr helfen wollt und könnt. Bitte nehmt Euch für den 05.07.2025 von ca. 11:00 – 18:00 Uhr Zeit. Meldestart für Eure Helferangebote ab sofort.

Mithelfen, auch teilweise, und Mitrudern?
Selbstverständlich ist beides möglich. Somit bitte anmelden zur Mithilfe, gerne bereits ab dem 01.04.2026 und, bei geöffnetem Meldeportal dann zusätzlich auch anmelden zum Mitrudern bei der Vereinsregatta 2026. Für den Helferdienst gilt: wie immer ist er freiwillig und Ihr macht einfach so viel, wie Ihr Zeit und Lust habt – wir sind dankbar für jede Stunde Eurer Hilfe.

Wie anmelden?
In diesem Jahr werden wir die Anmeldungen auf 2 Portalen ermöglichen und verfolgen: hier oder in SPOND – wählt Euren Zugang.

Zuschauen und Anfeuern
Alle Regattateilnehmerinnen und -teilnehmer und Helferinnen und Helfer freuen sich auf viel Besuch und motivierende Anfeuerungsrufe von Land aus. Alle Verwandte, Freunde, Bekannte und Interessierte sind ganz herzlich willkommen. Wir hoffen auf Sonnenschein und genügend Wasser und werden mit guter Laune einen schönen Tag erleben. Für das leibliche Wohl wird wieder gesorgt werden. Vielleicht könnt ihr Euren Freundeskreis überzeugen, den sonntäglichen Mittagspaziergang an die Donau zu verlegen und zuzuschauen.

Aus unseren Archiven
Nebenbei ist es immer wieder schön zu bemerken, was in unserem Archiv zu finden ist. Nach der Gründung 1887 richtete der Ulmer Ruderclub Donau im Juli 1895 die allererste „internationale Ruder-Regatta“ in Ulm aus. Nun, fast auf den Tag genau, 130 Jahre später, fahren wir also immer noch unsere Regatten vor der eigenen Haustüre. 


 INFO  Komplette Meldeliste (Rennen und Mithilfe "Gelbe Karte")
Plakat zum Herunterladen (5 MB)   *   URCD-Archiv: Die Ulmer Regatta

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Vereinsregatta 2025

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Spanische Meisterschaft 2026 für Mikel Mardaras Peters

Spanische

Meisterschaft 2026

für Mikel Mardaras Peters

Auch 2026 wieder Gold für Mikel Mardaras Peters

GESCHRIEBEN VON LARA SPINGIES

Krimi im Ziel: Ulmer Ruderer Mikel Mardaras Peters wird spanischer Kleinbootmeister und gewinnt am Wochenende Ergocup am Ammersee

Großer Erfolg für den Ulmer Ruderclub Donau: Ruderer Mikel Mardaras Peters hat bei der spanischen Kleinbootmeisterschaft im Einer in Banyoles den Titel gewonnen – und das denkbar knapp.

Die Regatta stand unter besonderen Bedingungen. Aufgrund schlechten Wetters mussten Vorlauf, Halbfinale und Finale an einem einzigen Tag ausgetragen werden. Nach einem komplizierten Winterstart hatte Mardaras Peters im Vorlauf zunächst noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und fand noch nicht richtig zu seinem Rhythmus.

Im Halbfinale zeigte sich jedoch bereits eine deutliche Steigerung: Der Ulmer Ruderer konnte seine Zeit im Vergleich zum Vorlauf um rund 30 Sekunden verbessern. Im Finale legte er nochmals nach und fand weitere zehn Sekunden.
Das abschließende Rennen entwickelte sich zu einem echten Krimi. Nach einem etwas zu frühen Endspurt wurde es auf den letzten Metern noch einmal äußerst eng. Am Ende rettete Mardaras Peters den Sieg mit nur 0,06 Sekunden Vorsprung ins Ziel und sicherte sich damit den Titel des spanischen Kleinbootmeisters.

Für den Athleten war der Erfolg auch persönlich wichtig. Nach der spanischen Meisterschaft in Sevilla im vergangenen Sommer sei es für ihn eine wichtige Bestätigung gewesen, "dass ich doch noch vorne mitfahren kann".

In dieser Saison wird Mardaras Peters nicht für Spanien an den Start gehen. Sein Fokus richtet sich nun auf die deutsche Kleinbootmeisterschaft vom 17. bis 19. April in München. Dort möchte er sich weiter steigern – auch wenn er selbst noch Entwicklungspotenzial sieht, insbesondere bei der Sprintfähigkeit und der Rennroutine, nachdem er zuletzt viel alleine trainiert hat.


Fotos: Arkaitz Ruiz Lopez

Mikel Spanische Meisterschaft Juni 2026
Mikel Spanischer Meister 2026 01
Mikel Spanischer Meister 2026 04
Mikel Spanischer Meister 2026 05
Mikel Spanischer Meister 2026 06
Mikel Spanischer Meister 2026 07
Mikel Spanischer Meister 2026 08


Ergocup am Ammersee
Am vergangenen Wochenende nahmen er und Emilia Maier beim Ergocup am Ammersee teil. Die 2.000 m dienen als Vorbereitung für die bevorstehende Kaderüberprüfung in Leipzig. Beide konnten ihre Rennen gewinnen und fuhren sehr starke Zeiten.

Erfolgreich beim Ergocup am Ammersee: Mikel Mardaras Peters und Emilia Maier   (Foto: Mikel Mardaras Peters)

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Beatriz Schillinger erfolgreich in Brasilien

Beatriz Schillinger

erfolgreich in Brasilien:

U23-Meisterschaft

im Frauen 2-

v.l.n.r. Beatriz Schillinger (URCD), Ana Júlia (Rio de Janeiro)   -  (Fotos: Beatriz Schillinger)

GESCHRIEBEN VON BEATRIZ SCHILLINGER UND JULIA KIEHLNEKER

Qualifikation für brasilianische Nationalmannschaft und souveräner Meistertitel

Die Athlethin Beatriz Schillinger vom Ulmer Ruderclubs Donau hat Ende Februar einen außergewöhnlichen sportlichen Erfolg auf internationaler Bühne erzielt. Derzeit lebt und trainiert sie aufgrund ihrer doppelten Staatsbürgerschaft für ein Jahr in Rio de Janeiro, wo sie für den Clube de Regatas do Flamengo an den Start geht.

Gemeinsam mit ihrer Zweierpartnerin Ana Júlia (Rio de Janeiro) bereitete sie sich intensiv auf die Kleinbootüberprüfung (KBÜ) am 27. Februar in São Paulo vor. Diese Regatta diente als zentrale Qualifikation für die brasilianische Nationalmannschaft.

Der Einsatz zahlte sich aus: In der U23-Klasse gewann das Duo die Kleinbootüberprüfung und qualifizierte sich damit für die brasilianische U23-Nationalmannschaft. Auch im Seniorinnenbereich überzeugten die beiden und belegten einen starken zweiten Platz, der ebenfalls die Berufung in die brasilianische A Nationalmannschaft zur Folge hatte.
Bereits am darauffolgenden Tag fand die brasilianische Kleinbootmeisterschaft statt. Dort konnten sie ihre bisherige Leistung bestätigen und sich im U23 Zweier ohne Steuerfrau den Meistertitel sichern.

"Es war insgesamt ein äußerst erfolgreiches Wochenende, bei dem wir unsere gesteckten Ziele erreicht haben – und durch die Qualifikation bei den Seniorinnen sogar noch darüber hinausgewachsen sind", so die Athletin des Ulmer Ruderclubs Donau.

Als nächster sportlicher Höhepunkt steht vom 24. bis 29. März die Teilnahme an den U23 Südamerikanischen Meisterschaften in Porto Alegre (Brasilien) auf dem Programm. Darüber hinaus hat sich das Duo über die Seniorennationalmannschaft für die Südamerikanischen Spiele im September 2026 in Santa Fe (Argentinien) qualifiziert. Langfristig richtet sich der Fokus nun auf das große Ziel, die Qualifikation für die U23 Weltmeisterschaften zu erreichen.


Fotos: Beatriz Schillinger

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Mikel Mardaras Peters siegt überlegen bei Frühjahrs-Langstrecke Oberhausen 2026

Mikel Mardaras Peters

siegt überlegen

bei der Frühjahrs-

langstrecke 2026

in Oberhausen

Mikel Mardaras Peters in deutlicher Frühform

Die Frühjahrs-Langstrecke des Nordrhein-Westfälischen Ruder-Verbandes (NWRV) gehört seit vielen Jahren zu den festen Terminen im Kalender des deutschen Rudersports und markiert traditionell den Beginn der Regattasaison in Nordrhein-Westfalen. Die Ausgabe des Jahres 2026 fand am 9. März 2026 in Oberhausen statt, Austragungsort war erneut der Rhein-Herne-Kanal mit seinen langen, geraden Streckenabschnitten, der sich besonders für Langstreckenrennen im Zeitfahrmodus eignet.

Die Regatta wird über eine Distanz von sechs Kilometern ausgetragen. Anders als bei klassischen Bahnregatten mit direktem Nebeneinanderstart beginnen die Boote hier nacheinander im Abstand weniger Sekunden. Das Rennen wird somit als Zeitfahren entschieden, bei dem jede Mannschaft bzw. jeder Einerfahrer gegen die Uhr rudert. Dieses Format verlangt eine besonders gute Renneinteilung, da die Athleten ohne direkte Gegner im Blick ihr Tempo über die gesamte Strecke optimal gestalten müssen. 

Die Teilnehmer kommen überwiegend aus Vereinen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen - traditionell sind Vereine aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und aus Westfalen stark vertreten - es kommt aber auch mal jemand aus dem Süden der Republik. Neben erfahrenen Seniorinnen und Senioren nehmen auch zahlreiche Juniorinnen und Junioren teil, für die die Langstrecke eine anspruchsvolle erste Bewährungsprobe im Wettkampfjahr darstellt. Insgesamt entsteht so ein breites Teilnehmerfeld, das sowohl Nachwuchs-, als auch Leistungssport umfasst.

Ein besonderes Augenmerk liegt jedes Jahr auf dem Männer-Einer der offenen Klasse (SM 1x A). Diese Bootsklasse gilt im Rudersport traditionell als eine der prestigeträchtigsten Disziplinen, da hier der Athlet allein für Tempo, Technik und Taktik verantwortlich ist. Gerade auf der langen Distanz der Frühjahrs-Langstrecke zeigt sich deutlich, wer über eine gute Grundlagenausdauer und eine stabile Rudertechnik verfügt. Das Rennen wurde wie üblich im Einzelstart ausgetragen und war eines der sportlichen Highlights der Veranstaltung.

Auf der langen Distanz von sechs Kilometern entscheidet häufig weniger ein kurzer Zwischenspurt als vielmehr die Fähigkeit, über viele Minuten hinweg eine hohe Schlagfrequenz mit sauberer Technik aufrechtzuerhalten. Gerade bei frühen Saisonrennen spielen auch Trainingszustand und Wintervorbereitung eine große Rolle. Das Ergebnis von Mikel Mardaras Peters vom Ulmer Ruderclub steht für eine vielversprechende Frühform und lässt auf weitere Erfolge in der nächsten Zeit hoffen. Seine Konkurrenten, die auch alle aus dem U23-Bereich waren, konnte er mit großem Abstand hinter sich lassen.


Ergebnis Rennen 17 Männer-Einer A (Frühjahrs-NWRV-Langstrecke 2026)
Platz Zeit Startnr. SM 1x A
1 00:23:28 229 Ulmer Ruderclub Donau e.V.
Mikel Mardaras Peters (2006)
2 00:24:54 129 RV Bochum
Till Schöning (2007)
3 00:25:07 131 Ruderklub am Baldeneysee e.V.
Lennard Löer (2006)
4 00:25:30 130 WSV Düsseldorf RG
Aaron Maier (2006)
5 00:25:40 132 Ruderverein Rauxel 1922 e.V.
Liam Polus (2007)

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Hiddensee-Umrundung 2025

Hiddensee-

Umrundung 2025

Von Stralsund aus einmal um die "kleine Schwester von Rügen", die autofreie Insel Hiddensee

TEXT UND FOTOS VOM HIDDENSEE-TEAM

"Coastal Rowing – Die 70-km-Herausforderung" so lautet der Titel der Beschreibung des Unterfangens auf der DRV-Homepage rudern.de. Wir haben uns vorgenommen, diese Herausforderung anzunehmen, die in Stralsund beginnt, einmal rund um die Insel Hiddensee führt und wieder am Steg des Ruderclubs Stralsund endet - wobei man die eher 75 Kilometer an einem einzigen Tag zu bewältigen hat. Und dazu noch auf der Ostsee, mit also für flussrudernde Breitensportler ungewohnten Bedingungen von Wind und Wellen.

Wir sind zu fünft (Bernd, Conny, Dounja, Sara und Verena), niemand von uns hat Erfahrungen im Küstenrudern, das Meer ist für uns Neuland. Deshalb wird es im Auto immer stiller, je näher wir der alten Hansestadt kommen. Jeder ist mit seinen Gedanken beschäftigt und der Frage: Ob dieser Ruderausflug nicht vielleicht doch eine Schnapsidee ist und ob die eigene Kondition für ein solches Unterfangen ausreicht.

Doch es gibt kein Zurück: Der Deutsche Ruderverband hat extra für die Hiddensee-Umrundung einen Coastal-Vierer (mit Steuerplatz) beim Ruderclub in Stralsund stationiert, den man mieten kann. Das haben wir getan. Vorsorglich für zwei Tage, um uns ans Material und die Bedingungen gewöhnen zu können, außerdem muss das Wetter ja passen.  Und: In Stralsund stößt Sina zu uns, die natürlich Coastal-Fachfrau ist und die Umrundung schon mal absolviert hat.

Der Anblick des Bootes, das uns der Stralsunder Ruderwart zeigt, ist deutlich anders als unsere URCD-Gig-Boote: Der Bug ist noch normal, doch dann wird das Boot sehr breit und sehr flach, die Bordwand reicht fast bis zu den Dollen. Und das Heck ist offen, damit das Wasser – das durch die Wellen ins Boot geschwappt wird – ungehindert wieder rausfließen kann. Zudem ist der "Seeadler" richtig schwer: An ein Tragen von Hand ist nicht zu denken, das Ding wird über einen Bootswagen bewegt und auch zu Wasser gelassen.

Sichtlich ist der "Seeadler" schon länger nicht mehr über die Ostseewellen geflogen, also unterziehen wir ihn erst mal einer gründlichen Reinigung und schauen, ob alles funktioniert und an seinem Platz ist. Eine ziemlich ausgeschlagene Rollschiene ersetzt der Bootswart auf unsere Bitte anstandslos. Überhaupt sind die Stralsunder Ruderfreunde sehr nett, sie geben uns auch Quartier im Dachgeschoss ihres Vereinshauses.

Am nächsten Tag ist der Wind noch stark für eine Hiddensee-Umrundung. Aber eine erste Test-Ausfahrt wagen wir. Rein in die Wellen, raus aus dem Strelasund und Kurs Richtung Norden, gegen die Wellen, zur Ostsee. Erst mal kämpft jeder für sich: mit dem ungewohnten Boot, dem Gewackel, man muss die Skulls auch gut festhalten, damit sie einem nicht aus den Händen gerissen werden von den Wellen. Doch es macht schnell Spaß, der gemeinsame Rhythmus findet sich. Die Weite ist schön.

Dann die erste Landung nach etwa 15 Kilometern, bei Barhöft, ganz im Norden des Festlands. Steuerfrau Sina feuert uns an, mehr Tempo zu geben. Wie? Nicht langsamer werden? Aber gut: Wir tun, was die Steuerfrau will, und legen einen Zacken zu. Dann das Kommando "Ruder hoch" und wir spüren, wie wir auf den weißen Sandstrand auflaufen und sanft abgebremst werden. Wow! Das Coastal Rowing fühlt sich toll an – auch als es uns auf dem Rückweg zwei Mal gelingt, auf einer Welle ein Stück mitzureiten. Zufrieden holen wir das Boot in Stralsund wieder an Land und schauen auf die Wetter-Apps: Die versprechen ruhigeres Wetter und damit gute Bedingungen für unsere Hiddensee-Umrundung.

Am nächsten Morgen geht es tatsächlich los! Wir haben Respekt, sind aber guter Dinge – und ein prall gefüllter Packsack mit Vesper und Süßigkeiten gibt die nötige mentale Basis für unser Ruderabenteuer. Um halb acht legen wir ab. Die ersten 15 Kilometer nordwärts kennen wir ja schon. Dann weitet sich der Kubitzer Bodden, so heißt der Teil der Ostsee, der zwischen Hiddensee und Rügen liegt. Das heißt: Wir fahren an der Ostseite von Hiddensee einfach weiter nach Norden. Manchmal ist das Wasser dort ziemlich flach, selbst wenn man nicht weit von der markierten Fahrrinne unterwegs ist. Dort fahren wenige Motor- und Segelboote, ab und zu auch eine Fähre. Andere Ruderboote sind nicht in Sicht.

Auf der Fähre ist übrigens Conny: Sie und Dounja hatten schon im Vorfeld beschlossen, sich die vollen 75 Kilometer nicht anzutun, sondern sich die Strecke zu teilen. Die Fähre, die zwischen Stralsund und Hiddensee pendelt, erlaubt diese Option.

Auf der superflachen, winzigen und unbewohnten Insel Heuwiese machen wir eine kurze erste Pause. Dann kommt ganz klein der Leuchtturm Dornbusch in Norden von Hiddensee in Sicht – noch ganz schön weit weg…. also: weiterrudern….

Ein zweiter Pausenversuch – natürlich außerhalb der Fahrrinne - misslingt: Erst kommen wir in zu flaches Gewässer und sitzen auf. Aber es passiert nichts: Im nur knietiefen Wasser zieht Bernd das Boot an der Leine hinter sich her (wie beim Gassigehen), bis wieder genug Wasser unter dem Kiel ist, um weiterzurudern. Kurz darauf sind plötzlich große Steine unter Wasser und nur durch das erneute beherzte Aussteigen von Bernd und dann auch Sara auf die glitschigen Brocken, um den "Seeadler" abzuhalten, ist die kritische Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings ist das Steuerblatt durch eine unsanfte Berührung mit einem Stein etwas verbogen. Doch wir sind manövrierfähig und können weitermachen. Mit jedem Ruderschlag kehrt die Sicherheit Stück für Stück zurück.

Der Leuchtturm kommt näher, ist irgendwann auf gleicher Höhe mit uns – und dann kommt endlich die Nordspitze von Hiddensee in Sicht: die Steilküste Dornbuschkliff, die wir mit gebührendem Abstand umrunden. Jetzt sind wir wirklich auf der Ostsee, spürbar an mehr Wind und Wellen. An der Westküste der Insel rudern wir südwärts, Schlag für Schlag für Schlag für Schlag…

Nach etwa 40 Ruderkilometern landen wir gegen 14 Uhr am Sandstrand von Vitte an. Eine Pause ist jetzt hochwillkommen. Außerdem wartet dort ja Conny. Zu sechst machen uns im Sonnenschein über unseren Proviant her, strecken uns im warmen Sand gemütlich aus, entspannen die schon etwas müde gewordenen Glieder. Unsere ziemlich nass gewordenen Bootsretter haben endlich die Möglichkeit, sich umzuziehen. Der "Seeadler" mit den zum Trocknen drübergelegten Kleidungsstücken wirkt am Badestrand etwas fremdartig, manche Badegäste schauen ihn sich neugierig an. Wir genießen die Pause.

Aber vor uns liegen ja weitere 35 Kilometer. Also packen wir nach einer knappen Stunde wieder zusammen und machen uns startklar. Dounja verabschiedet sich in Richtung Fähre, Conny fährt ab jetzt mit. Es ist mittlerweile fast schon Gewohnheit, dass man beim Küstenrudern nasse Füße hat. Weil man das Boot rausschieben muss, ehe man sich hineinsetzen kann. Geschenkt.

Statt dem erhofften Rückenwind arbeiten wir uns bei stetigem Seitenwind von Steuerbord Richtung Süden. Mit der Zeit wird es zäh. Wir kommen am niedrigen Leuchtturm Gellen vorbei, kurz darauf hört der bewaldete Teil der Insel auf – aber damit ist die Südspitze von Hiddensee noch lange nicht erreicht. Diese Insel wird länger und länger.

Als irgendwann doch die flache Südspitze Hiddensees umrundet ist, machen wir einen letzten Wechsel auf dem Steuerplatz. Jetzt geht es auf den letzten 15 Kilometern zurück nach Stralsund. Um kurz nach 19 Uhr - also nach zehn Stunden reiner Ruderzeit - erreichen wir den Steg des Ruderclubs. Der Ruderwart ist damit einverstanden, dass wir den "Seeadler" erst man nächsten Morgen, dafür aber gründlich putzen wollen.

Wir sind platt, aber auch megastolz, dass wir die Herausforderung bewältigt haben! Und das Gefühl beim Sitzen, dass alles schwankt wie bei Wellengang, lässt am nächsten Tag erst nach.


HIddensee-Bootsbesichtigung 2025
Hiddensee-Gruppenfoto 2025
Hiddensee-Pause 2025
Hiddensee-Pinkelpause 2025
Hiddensee-Rudern1 2025
Hiddensee-Rudern2 2025
Hiddenssee-Leuchtturm-Sued 2025

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Nachruf Christl Hochdorfer

Nachruf Christl Hochdorfer

Christl Hochdorfer
* 23.12.1947   † 30.10.2025

Mit großer Betroffenheit und tiefem Dank verabschieden wir uns von Christl Hochdorfer, die am 30. Oktober 2025, zwei Monate vor ihrem 78. Geburtstag, nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Von November 2011 bis November 2023 leitete Christl mit Herz, Humor und unermüdlichem Engagement die Geschäftsstelle des Ulmer Ruderclubs. Sie hat in dieser Zeit drei 1. Vorsitzende "mitgemacht". Für viele war sie weit mehr als nur die erste Anlaufstelle für Fragen rund um den Verein – sie war Zuhörerin, Ratgeberin und oft auch Vermittlerin, wenn Sorgen oder Anliegen aufkamen. Mit ihrer warmherzigen Art, ihrer Verlässlichkeit und ihrem feinen Gespür für Menschen hat sie den Alltag im Club auf unverwechselbare Weise geprägt.

In einer Lebensphase, in der andere den wohlverdienten Ruhestand suchen, hat Christl noch einmal neue Aufgaben angenommen. Sie hat sich mit Freude und Tatkraft den Herausforderungen im Ulmer Ruderclub gestellt – stets offen für Neues, immer mit einem Lächeln und einem freundlichen Wort für alle. Bei einem fröhlichen Besuch bei ihr zuhause zuletzt im September war überhaupt nicht abzusehen, dass wir sie so bald verlieren würden.

Wir werden Christl in liebevoller Erinnerung behalten als eine Frau, die mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Geduld und ihrer positiven Ausstrahlung unser Vereinsleben bereichert hat. Christl wird uns fehlen – als Mensch, als Mitarbeiterin, als Freundin. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.

Wir werden Christl ein ehrendes Andenken bewahren.

Raimund Hörmann sen. und Jörg Haußer


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URCD erfolgreichster Verein bei Regatta Bad Waldsee 2025

Bad Waldsee 2025:

57 Siege bei

Sturm, Regen und Wellen

Echtes Härtetest-Wochenende für Mensch und Material auf dem Waldseer Stadtsee (Fotos: URCD)

GESCHRIEBEN VON JULIA KIEHLNEKER

Die diesjährige Herbstregatta in Bad Waldsee war ein echtes Härtetest-Wochenende für alle Beteiligten: Sturm mit Böen über 50 km/h, sintflutartiger Regen, Wellengang und einstellige Temperaturen machten den Stadtsee zur Herausforderung für Mensch und Material. Doch der Ulmer Ruderclub Donau ließ sich davon nicht beeindrucken – im Gegenteil: Mit 57 Siegen avancierte er zum erfolgreichsten Verein der Regatta, weit vor dem zweitplatzierten Gastgeberverein aus Bad Waldsee mit 21 Siegen. Der Ruderverein Waldsee feiert außerdem 2025 das 125-jährige Jubiläum seines Bestehens.

Insgesamt gingen in Bad Waldsee am 4. und 5. Oktober 2025 rund 1.000 Boote in 250 Rennen an den Start. Die Ulmer Athletinnen und Athleten zeigten dabei nicht nur Ausdauer, sondern auch Klasse – und das in allen Altersklassen. Das Markenzeichen der Regatta: Deutschlands höchstgelegene Regattastrecke.

Erfolgserlebnis und Glücksgefühl für die Jugend des URCD 

Besondern hervorzuheben sind:

  • C-Junioren (13/14 Jahre): Mika Erche und Leyla Tuna holten jeweils vier Siege.
  • B-Junioren (15/16 Jahre): Moritz Henßler glänzte mit acht Siegen.
  • A-Juniorinnen (17/18 Jahre): Emilia Maier errang sieben Siege.
  • Und eine Klasse für sich war Mikel Mardaras Peters, der mit 15 Siegen – darunter ein packender Endspurt im Männer-Einer um den Ehrenpreis des Rudervereins Bad Waldsee – zum erfolgreichsten Einzelstarter wurde.

Für seine herausragende Teamleistung wurde der Ulmer Ruderclub Donau mit dem Herbert-Zettler-Jugendpreis ausgezeichnet – in Form eines hochwertigen Skull-Paares, das künftig die Nachwuchsarbeit weiter stärken wird.


 INFO  Regattaergebnisse Bad Waldsee 2025


Fotos: Raimund Hörmann jun., Mikel Mardaras Peters, Matthias Himmelstioß, URCD-Jugend

URCD Regatta Waldsee 2025 01
URCD Regatta Waldsee 2025 02
URCD Regatta Waldsee 2025 03
URCD Regatta Waldsee 2025 04
URCD Regatta Waldsee 2025 05
URCD Regatta Waldsee 2025 06
URCD Regatta Waldsee 2025 07
URCD Regatta Waldsee 2025 08
URCD Regatta Waldsee 2025 09
URCD Regatta Waldsee 2025 10
URCD Regatta Waldsee 2025 11
URCD Regatta Waldsee 2025 12
URCD Regatta Waldsee 2025 13
URCD Regatta Waldsee 2025 14
URCD Regatta Waldsee 2025 15
URCD Regatta Waldsee 2025 16
URCD Regatta Waldsee 2025 17
URCD Regatta Waldsee 2025 18
URCD Regatta Waldsee 2025 19
URCD Regatta Waldsee 2025 20
URCD Regatta Waldsee 2025 21
URCD Regatta Waldsee 2025 22
URCD Regatta Waldsee 2025 23
URCD Regatta Waldsee 2025 24
URCD Regatta Waldsee 2025 25
URCD Regatta Waldsee 2025 26
URCD Regatta Waldsee 2025 27
URCD Regatta Waldsee 2025 28
URCD Regatta Waldsee 2025 29

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Radio Free FM - Der URCD stellt sich vor

Radio Free FM -

Der URCD

stellt sich vor

Terrestrisch auf UKW 102,6 MHz, über Kabel und Internet     (Fotos: Radio Free FM)

Radio Free FM in Ulm bietet Vereinen und Initiativen die Möglichkeit, sich in der einstündigen Sendung Plattform zu präsentieren. Am 7. Juli 2025 war der URCD an der Reihe: Moderator Michael Trost sprach mit Mikel Mardaras Peters, Julia Kiehlneker und Raimund Hörmann jun.

Hier die Sendung direkt zum Nachhören:


 INFO  Radio Free FM


Fotos: Radio Free FM

Radio-Free-FM Ulm 20250707 154829
Radio-Free-FM Ulm 20250707 154849
Radio-Free-FM Ulm 20250707 155123
Radio-Free-FM Ulm 20250707 155312
Radio-Free-FM Ulm 20250707 162049
Radio-Free-FM Ulm 20250707 162109
Radio-Free-FM Ulm 20250707 162353
Radio-Free-FM Ulm 20250707 162355
Radio-Free-FM Ulm 20250707 162359
Radio-Free-FM Ulm 20250707 165240
Radio-Free-FM Ulm 20250707 165248

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WM 2025 in Shanghai - Inga Thöne holt Bronze mit Para-Vierer

WM 2025 in Shanghai

Inga Thöne holt Bronze

mit Para-Vierer

v.l.n.r. Marc Lembeck, (Leverkusen), Philipp Dosse (Hamburg), Inga Thöne (Ulm), Hermine Krumbein (Braunschweig), Kathrin Marchand (Leverkusen) (Foto: D. Seyb, Meinruderbild)

GESCHRIEBEN VON HANSJÖRG KÄUFER

Para-Vierer glänzt mit Energieleistung
Der deutsche Para-Mixed-Vierer mit Marc Lembeck, Kathrin Marchand (beide Leverkusen), Hermine Krumbein (Braunschweig), Philipp Dosse (Hamburg) sowie der Ulmerin Inga Thöne am Steuer glänzte auf dem Aquatic Sports Center von Shanghai und ruderte im WM-Finale aufs Podest. Nach 10 Jahren an den Steuerseilen des Para-Vierers gab die 32-jährige Ulmerin das Ende ihrer Karriere bekannt.

Es war also ein mehr als versöhnlicher Abschluss für die sympathische Crew, nachdem sie mit ihrem Vorlauf alles andere als zufrieden waren. Und auch im Finale lag der deutsche Vierer auf den ersten Metern der 2km-Strecke zusammen mit Brasilien am Schluss des Feldes. Doch nach der Startphase fanden Thöne und Co. immer besser zusammen. Während vorne Großbritannien und China klar Richtung Gold und Silber ruderten entwickelte sich zwischen den Deutschen, Brasilien, Italien und den USA ein erbitterter Kampf um Bronze.

Inga Thöne
"Bei 1000m war es so eng, dass sich eine Zwischenspurt angesagt habe", erklärt die Ulmerin, "und der hat richtig gut gesessen. Wir waren wieder im Geschäft um Bronze". Gesichert war der Podestplatz jedoch noch lange nicht. Die USA, Italien und Brasilien wehrten sich mit aller Macht. Im weiteren Verlauf blieben die Abstände knapp und wechselten mehrmals. Auf den letzten Metern hatten die Deutschen jedoch die besten Reserven "ich hatte bis zuletzt Angst, dass die USA noch an uns vorbeiziehen, doch unser Endspurt zündete". Mit 61/100stel, rund 2 Meter also, ruderten die Deutschen vor dem US-Vierer zu Bronze. "Für mich war das nach dem sehr knappen 4. Platz von Paris jetzt nochmal ein guter Abschluss, um in den Ruderruhestand zu gehen", resümierte die Ulmerin augenzwinkernd. 

Inga Thöne blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Sie steuerte den deutschen Para-Vierer erstmals an der Ruder WM 2015 (7.Platz). Zu ihren Höhepunkten gehören jeweils ein 4. Platz an den Paralympics von Rio 2016 und Paris 2024. 2022 gab es an der Heim-EM in München Bronze, bei der WM in Račice/Tschechien sogar Silber. Weitere Erfolge gab es 2023 mit EM-Silber in Bled/Slowenien und WM-Bronze in Belgrad.

Stimmen zum Rennen

Para-Bundestrainer Marc Stallberg
"Ich freue mich sehr über diese Medaille, insbesondere, weil sich Marc Lembeck und Inga Thöne damit einen schönen Abschied aus der Nationalmannschaft bereitet haben. Beide waren da, als der Para-Vierer 2015 am Boden lag und seitdem am Aufbau beteiligt. Dafür gebührt ihnen Dank."

Schlagmann Marc Lembeck
"Im Finale haben wir uns trotz der Herausforderungen der letzten Wochen mit der Medaille nun auch noch persönlich belohnt."


Ergebnis
1. GBR 6:52,12
2. CHN 6:59,06
3. GER 7:04,98
4. USA 7:05,59
5. ITA 7:08,59
6. BRA 7:10,73

Fotos: Meinruderbild D. Seyb

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Nachruf Karlmann Geiß

Nachruf Karlmann Geiß

Ehrenmitglied Karlmann Geiß
* 31.5.1935   † 4.6.2025

  

 

Der Ulmer Ruderclub Donau e.V. trauert um sein Ehrenmitglied

Dr. h.c. Karlmann Geiß

31.5.1935 - 4.6.2025

Karlmann Geiß war von 1984 - 1988 Vorsitzender unseres Vereins. In seine Amtszeit fiel das 100-jährige Vereinsjubiläum, das er mit viel Engagement zu einem einmaligen Ereignis in der Vereinsgeschichte werden ließ.

Sein Gerechtigkeitssinn und seine pragmatische Art machten ihn zu einem großen Vorbild für alle unsere Mitglieder.

Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Vorstand des Ulmer Ruderclubs Donau e.V.

Traueranzeigen SWP


Vorstand und Jubiläumskomitee 1987 mit Vorsitzendem Karlmann Geiß

Karlmann Geiß - Vorstand im URCD

geschrieben von Karlmann Geiß

Männergespräch I
Alles begann mit einem Herrenessen. In ersten Sondierungen der Senioren um Erich Schwaderer, Hermann Kälbling und Fritz Scheuffele hatte ich leichtfertig die Bereitschaft signalisiert, mich, wenn es denn sein müsste, in den Dienst nehmen zu lassen, allerdings nicht ohne Bedingung. Nur im Kleeblatt, d. h. wenn auch die Freunde Dr. Ulrich Gaissmaier und Dieter Schnarrenberger als Vize mitmachten, wollte ich antreten. Jetzt saßen wir alle drei hoch über dem Münsterplatz im vierten Stock bei Erich Schwaderer an gastlicher Tafel und neuerlich appellierte und überzeugte Erich in gewohnter Weise. Dass wir Berufe hätten, dass wir darüber hinaus Familienväter seien, hat uns nicht geholfen, ebenso wenig der Hinweis, dass es im Club weit naheliegendere Kandidaten gäbe. Wir hatten in den frühen 50er Jahren durch die Schüler- und Studentenjahre hindurch das schöne Leben im URCD genossen, dort Vieles erlebt, gelernt und an Schärfung von Talent und Lebensart mit hinaus auf die eigenen Wege genommen. Jetzt in der mittleren Generation galt es, auch einmal Pflichten zu übernehmen und tätigen Gemeinsinn zu zeigen. Was hätte man dagegen auch einwenden wollen?

Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf
Kurz darauf, in der Generalversammlung 1983 gewählt, war der Anfang, eingerahmt von versierten Altvorstandsmitgliedern, ausgesprochen leicht und angenehm. Schon im ersten Auftakt der neuen Vorstandschaft bestätigte sich an uns, was bereits die alten Griechen wussten: Die wichtigste Kunst im Leben ist die Kunst, Glück zu haben. Ein Ruderclubvorstand muss nur zur rechten Zeit am rechten Ort sein, um unverdrossen zu ernten, was er nicht gesät hat, getreu dem Bibelwort, der Herr gibt es den Seinen im Schlaf. Eine solche Glückskonstellation schenkten uns im August 1984 die XXIII. Olympischen Spiele in Los Angeles. Unsere Topaktiven Raimund Hörmann und Dieter Wiedenmann hatten in Los Angeles gemeinsam mit den Ingelheimern Michael Dürsch und Albert Hedderich den Olympiasieg im Doppelvierer erkämpft - mit knappem Vorsprung im Finish.

Die Stadt Ulm, Söflingen und die Clubfamilie feiern die Olympiasieger
Ein dem Anlass angemessener Empfang war fällig. Der Vorstand hatte einen ersten Probelauf der Organisation eines üppigen Clubfestes. Natürlich pressierte alles und die Zeit war knapp. Schon war ein langer Autokorso zur Abholung der Heimkehrer zum Flughafen Stuttgart aufgebrochen. Großer Bahnhof in der Empfangshalle. Noch heute sehe ich sie durch die Flügeltüren kommen, die jungen Helden, stolz und strahlend, "So sehen Sieger aus", hätte man gesagt, wäre der Slogan damals schon erfunden gewesen. Ein paar Takte dahinter schlendert Kraft-Otto Steinle, Coach und Meistertrainer, einer der Väter des Erfolgs. Wie so oft schon hält er sich im Hintergrund, lässt seinen Siegern den Vortritt, für sich selbst das Rampenlicht eher meidend. Ihnen gegenüber in Position der vollständig angetretene Vorstand, umringt von zahlreichen Fans und Mitglieder vor Spruchbändern und Plakaten, mit üppigen Blumensträußen im Arm wohl präpariert, Glückwünsche und große Worte schon auf der Zunge. An der Zahl der Fahrzeuge im Korso war unschwer abzulesen, dass beim Empfang im Ruderclub alles, was Beine hat, präsent sein werde, um die jungen Olympier rechtschaffen hochleben zu lassen. Die ganze Clubfamilie war erschienen, feiernd, lachend begeistert und hoch gestimmt. Ganz ersichtlich kann gemeinsam erlebte Freude fast genauso beflügeln, wie gemeinsam errungener Erfolg. Der Empfang der Städte im Ulmer Rathaus stand dem in nichts nach. Vor den Repräsentanten des Ulmer Sports schenkten gut gelaunte Oberbürgermeister reich aus mit Lob und goldenen Reden für die Siegreichen, mit Förderversprechen für den URCD und nachdem sie sich je ein großes Stück von der Erfolgstorte für die Städte abgeschnitten hatten, mit Brezeln und Wein für das zahlreiche Ulmer Publikum. Der Tag des Feierns schloss mit einem weiteren Höhepunkt. Am Abend zogen die Matadore mit Gefolge unter lebhafter Beteiligung der Eingeborenen in Söflingen ein zur gemütlichen Hocketse bei Speis und Trank im Hörmannschen Betrieb und bis spät in der Nacht waren Ulmer Bürger, Sportsmänner und Honoratioren brüderlich vereint. Ernst Ludwig, entspannt wie selten, Udo Botzenhart, mit dem Hut im Genick und seinen schwäbischen Spruchweisheiten auf den Lippen nebst der halben Vorstandschaft gehörten nach langer Nacht mit zu den Letzten und wieder einmal galt: "Es fing schon an zu tagen, als er sein Heim erblickt..". Die Lokalzeitung schrieb später, Ulm habe die Olympiasieger geradezu triumphal empfangen. Wir und die Clubmitglieder sahen das auch so und nicht einmal die notorischen Pressenörgler behaupteten dieses Mal, die Presse neige zu Übertreibungen.

Alltag
Bald schon hatte uns der Alltag wieder eingeholt. Wir lernten die allbekannten Routinegeschäfte der wiederkehrenden Kette von Aktivitäten, Anlässen und Festen im Ablauf des Ruderjahres kennen, natürlich aber auch, weniger erwartet, Neuland: das Wunder der Vielfalt unter einem Dach. Naiv, wer glauben wollte, die klassischen Clubmitglieder seien von stets gleichen Interessen und Wünschen geleitet. In verschiedenen Kleinfamilien und Sympathiegemeinschaften lebt ein Club. Hier entscheidet sich, ob sich die Mitglieder wohl fühlen. Zufriedenheit in den Gruppen heißt so das Glück der Clubfamilie im Ganzen.

Identifikationspunkt Leistungssport
Andererseits wo Licht ist, ist auch Schatten und einfacher macht die Vielzahl der Gruppen die Vorstandsarbeit nicht. So kann es schon schwierig sein, allseitigen Konsens zu erzielen in der Ewigkeitsfrage, liegen Schwergewicht und zentraler Identifikationspunkt des Clubs im Hochleistungssport oder im Breitensport oder in der Dauerdiskussion, wie man die Gewichte zwischen sportlichen Belangen und gesellschaftlich-kommunikativen Aktivitäten richtig und gemeinverträglich ausbalanciert. Und wo Gruppen sind, sind natürlich immer auch Revierverhalten, Rangbedürfnisse und Statusbehauptung unterwegs. Wie im Verhältnis der Clubmitglieder unter einander, so auch zwischen den Gruppen, das Herz macht Unterschiede. Man ist sich in durchaus unterschiedlicher Weise zugetan. An den einen leidet man, die anderen kann man aufs Beste leiden. Fast nie, aber doch bei ganz seltenen Gelegenheiten ist dann auch einmal der Jahrmarkt der Eitelkeiten nicht weit, denn es soll schon vorgekommen sein, dass sich der eine oder die andere etwas sehr wichtig nimmt und, wenn solches Bedürfnis ungestillt bleibt, dem Hang erliegt, beleidigt, zumindest aber verstimmt zu sein. Natürlich muss dann der Vorstand her. Hier die richtige Lösung zu finden, kann oft schwierig sein, doch gelingt es, erlebt man ein wenig das Glück des Bauern, der die störrische Kuh trotz allen Sträubens am Ende doch wieder in den Stall bugsiert hat.

Freude mit und ohne Grenzen
Wie der Mensch nun einmal gebaut ist, sind es oft die kleinen Freuden, die uns in Erinnerung bleiben. Eine gut gelaufene Regatta mit überraschenden Rennsiegen, ein anerkennendes Wort oder gar eine - natürlich immer begründete - Anerkennung auf dem Weg zur Vorstandssitzung, eine unerwartete Spende oder eine erwartete, die höher ausfällt, das sind die kleinen Sternstunden. Nicht immer indes sind die Ereignisse, die das Gedächtnis festhält, uneingeschränkt erfreuliche. Man ist im Vorstand froh und stolz, wenn die Abteilungen in Eigenregie mitziehen. Die Freude hält sich allerdings in Grenzen, wenn unsere sparsamen Schwaben auf der Rückfahrt von der Stämpfli-Werft einen Vierer unerlaubt, aber nicht unentdeckt am Zoll vorbeiziehen und die zollamtlichen Nachermittlungen den Präsidenten des Landgerichts in einige Verdrückung bringen. Nicht anders auch, wenn der komplette Satz der Einladungen zum Ruderclubball nach der Unterschrift beim Landgericht versehentlich in die Mühlen der Bürokratie gerät und statt bei den Mitgliedern Tage später beim Oberlandesgericht in Stuttgart in der Dienstpost landet.

100 Jahre Ulmer Ruderclub
Das zweite Großereignis unserer Amtszeit war Vorstandslast und Vorstandsfreude in einem. Auf der Agenda stand bald das hundertjährige Club-Jubiläum des Jahres 1987. 
In der Wiederbegegnung mit dem Hundertjährigen zieht natürlich ein ganzer Strauß von Erinnerungen vorbei, freudige, aber auch andere. Dafür ein kleines Beispiel. Wir hatten die Jubiläumsfeierlichkeiten am Vortag mit der Eröffnung der Ausstellung "Rudern in der Kunst" im Vortragssaal der Ulmer Volksbank begonnen, hatten Hans und Lisel Aicham bei der Übergabe der Sammlung "Feldpostbriefe des URCD 1940 – 1945" gehört und hatten erstmals wieder das dank der Großzügigkeit von Jürgen Lang repatriierte Prunkstück der Ausstellung, das Goldene Skiff angesehen im zufriedenen Kreis der Kunst- und Kulturbeflissenen. Jetzt, tags darauf war der offizielle Festakt im Saal des Edwin-Scharff-Hauses angebrochen. Die vorderen Reihen voll mit Offiziellen aus Kommunen, Ruder- und Sportverbänden, Kammern und Banken und auch des übrigen im Saal volle Besetzung. Ich hatte den Part des Festredners übernommen und dieserhalben einen langen Redetext formuliert, der dem Anlass entsprechend literarisch gehoben, mit dem bekannten Satz der Josephslegende, "Tief ist der Brunnen der Vergangenheit" beginnen sollte.

Die Kette der Grußworte war vorüber, die Reihe an mir. Oh, freudige Überraschung: Der Festredner war da, der Redetext aber war weg und ist bis heute aus der Tiefe der Vergangenheit nicht mehr aufgetaucht. Jetzt war Holland in Not. Ich musste frei ins Blaue hinein improvisieren und dabei tunlichst nicht straucheln. In solchen Momenten der Panik steht bei mir, Gott sei Dank, der Angstschweiß nicht auf Stirn, sondern er tropft mir diskret hinter den Ohren in den Kragen, und so verließ wenig später, als gemessen höflicher Beifall im Rund erklang, ein gerade noch einmal Davongekommener das Rednerpult, nass in seinem Hemde, aber erleichtert, dass fast keiner etwas gemerkt hatte. Weiter in der Festesfolge des großen Tages, rasch noch ein fälliger Kleiderwechsel, schwarze Schleife statt silberner Krawatte, und das Finale wurde gefeiert. Hinein ging es in die jetzt gänzlich ungetrübten Freuden des großen Jubiläumsballs, zugleich glanzvolles Fest der verehrlichen Clubfamilie wie Heerschau der Reputation des URCD in der Doppelstadt.

Männergespräch II
Als es wieder Morgen wurde, war eines unserer Hauptanliegen erfüllt. Ein wenig müde geworden und voll der Überzeugung, dass uns jetzt eine Auszeit zustünde und auch dem Club gut täte, spähten wir nun alsbald im Kreis der Vierzigjährigen nach hoffnungsvollen Führungskräften und eventuellen Nachfolgern in Vorsitz und Vorstand. Nach einiger Zeit hatten wir Glück und Verstand. Und so stand wie zu Beginn auch am Ende wiederum ein Männergespräch. Man traf sich bei mir im Justizpalast an der Olgastraße und wir sprachen miteinander gemäß dem Bibelspruch "von Angesicht zu Angesicht, wie der Freund dem Freunde spricht" und als wir auseinander gingen, hatte der Club einen überzeugenden, allseits beliebten jungen Nachfolgekandidaten und Michael Leibinger nach der Wahl in der Generalversammlung 1988 die schöne Last des noch immer besten Vereinsvorstandsamtes in Ulm und ich für meinen Teil konnte ruhigen Gewissens meinen neuen Richtergeschäften beim Oberlandesgericht in Stuttgart nachgehen, versehen mit einem Bündel schönster Erfahrungen, darunter vor allem der Bekräftigung dessen, dass der tätige Mensch den Ertrag seiner Aktivitäten, seinen Spaß und seine Befriedigung nicht immer nur in Beruf und klingender Münze suchen sollte.

Karlmann Geiß erhält die Ehrenmitgliedschaft vom URCD beim Anrudern 2019

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Nachruf Martin Grimmeiß

Nachruf Martin Grimmeiß

Ehrenmitglied Martin Grimmeiß 
* 19.11.1953   † 13.05.2025

Mit großem Bedauern nehmen wir Abschied von
Martin Grimmeiß, der am 13. Mai 2025 von uns gegangen ist.

Martin war seit dem 1. Juli 1981 Mitglied und seit 25. April 2025 Ehrenmitglied unseres Vereins. Sein langjähriges Engagement und seine vielfältigen Verdienste haben unseren Verein maßgeblich geprägt. Von 1989 bis 2001 war er als zweiter Vorsitzender sowie Veranstaltungswart aktiv und hat sich in dieser Zeit auch um die rechtlichen Belange des Vereins gekümmert. Besonders in Erinnerung bleibt seine Rolle als „Küsser“ bei der Siegerehrung des Ruder- bzw. Donau-Cups, die er mit viel Humor und Herzlichkeit erfüllte.

Nach seiner Tätigkeit im Vorstand war Martin über viele Jahre als Kassenprüfer für den Verein tätig. Er war der Initiator des später als „Krabbelachter“ bekannten Masters-Mixed-Achters. Martin zeigte stets großes Engagement, auch als langjähriger finanzieller Unterstützer des Vereins, unter anderem durch Spenden für die beiden Achter „resolut“ und „resolut 2“.

Sein größter sportlicher Erfolg war die Teilnahme am Blauen Band vom Wörthersee im Jahr 2009, bei dem er mit dem schnellsten Achter über die 16 km lange Strecke von Velden nach Klagenfurt ruderte. Zudem gewann er den Gesamtsieg des Alpen-Achter-Pokal 2009, eine Wertung aus den Regatten in Passau, Klagenfurt und Starnberg. Nicht zu vergessen, Martin war auch brasilianischer Meister im Masters-Männer-Achter.

Martin war ein sehr geschätztes Mitglied, das durch seine Leidenschaft, sein Engagement und seine Menschlichkeit unseren Verein in hohem Maße bereichert hat. Er wird im URCD eine große Lücke hinterlassen.

Wir trauern um einen wunderbaren Freund und Ruderkameraden. In unseren Gedanken wird er weiterhin unter uns sein.

Der Vorstand des Ulmer Ruderclub Donau e.V.

Traueranzeige

Traueranzeige SWP


Martin Grimmeiß

geschrieben von Michael Leibinger

Martin und ich traten im Mai 1968 gemeinsamen in den Ulmer Ruderclub „Donau“ e.V.. Wir hatten uns ein halbes Jahr vorher in der 4. Gymnasialklasse im Humboldt-Gymnasium kennengelernt. Damals mussten für die Aufnahme in den URCD noch 2 Bürgen unterschreiben. Wir wurden von Uli Boos in der Spätze (Holz Gig-Doppelzweier) ausgebildet. Uli erklärte uns seine „Lehre“ zur idealen Stemmbrett-Einstellung: Im hinteren Umkehrpunkt sollte der Rollsitz noch gut 4 cm bis zum Anschlag Luft haben. Nach 3 Ausbildungseinheiten wurden wir uns selbst überlassen, was auch ganz gut klappte.

Martin kannte schon Jo Doeffinger aus der Schule., mit Fitzi Haag und Günther Bodamer – alle Jahrgang 53 wurde ein Riemenvierer im Odysseus (Gig) zusammengestellt und kräftig trainiert – ohne Trainer. Das endete oft in Wasserschlachten im Boot in der Friedrichsau. Alles war nass – nicht nur schweißnass. Zu den Herbstregatten wurden die vier schon mitgenommen – Rückkehr ohne „Blechle“ (Sieg Radadel). Dafür aber mit Maßkrug Trophäe. Mutter Grimmeiß pflegte abends ihren Sohn zu fragen: Blech oder Maßkrug? Oft war es ein Maßkrug. Die Folgejahre packte man ernsthafter an:

1. Wer in die Mannschaft aufgenommen werden wollte, musste die Trainingsverpflichtung unterschreiben und sich daran halten:
• Kein Alkohol
• 22:00 Bettruhe
• 6 x Training/Woche
• Rudern steht vor allen anderen außerschulischen Interessen
• Schulische Leistungen dürfen nicht leiden

2. Der „Doktor“ (Dr. Steinle, Vater von Bago Steinle) war Cheftrainer für die Erwachsenen. Ab und zu nahm er sich auch mal ein paar Minuten Zeit für die A (Öchsle-Vierer) und B Junioren. Das war dann ein Highlight. Der „Doktor“ konnte in kurzen prägnanten Anweisungen das Boot merklich besser zum Laufen bringen.
Regatten in Waiblingen, Laufen am Neckar, Nürtingen wurden besucht. Mancher Sieg wurde nach Hause gefahren.

Für eine Bindung an den Verein sorgte auch die holde Weiblichkeit im ähnlichen Alter. So verbrachte man die Zeit außerhalb des Boots im Sommer gern auf der Liegewiese, badete in der Donau und machte gemeinsame Fahrradausflüge.

Bei der internationalen Regatta mit dem Dicker als Regattaleiter wurden wir als „Streckenposten“ verpflichtet. Unsere Aufgabe war es, die jeweilige Abstandsposition der 4 Boote per Bundeswehrtelefon an den Regattasprecher im Ziel zu melden. Das waren Wochenenden, die dank sengender Hitze zu nachhaltigen, schmerzhaften Sonnenbränden führten. Manches Rennen lief wegen diverser Ablenkungen ohne Infomeldung vorbei, was zu heftigen Unmutsäußerungen aus dem Ziel führte.

Im Winter war Circuit Training unter der Leitung von Bago Steinle Pflicht.

Nach 3 Jahren harten Trainings trennte sich die Spreu vom Weizen: Die einen trainierten weiter als A Junioren, die anderen verlegten ihre Aktivitäten als „Möchte gern“ 68-er ins Politisieren, Diskutieren, ins Schulstreiken – begleitet von Sit-Ins. Karl Marx ersetzte Ruderpabst Karl Adam als Vorbild.

Nach dem Abitur, bei Bundeswehr und Studium war der Ruderclub vergessen. Martin verließ den Club für diese Jahre und trat erst nach seiner Rückkehr nach Neu-Ulm 1983 wieder ein –mit mäßig sportlicher Betätigung.
Charlie Geis, URCD Vorsitzender und Landgerichtspräsident, überredete mich im Herbst 1988 recht insistent - ohne Aussicht auf Ablehnung - seine Position zu übernehmen und mir Gleichgesinnte für den Vorstand zu suchen. Ich bat Martin, als 2. Vorsitzender zu kandidieren (verantwortlich für Veranstaltungen und gesellschaftliches Leben), Dieter Mücke kam als sportlicher Leiter dazu, Bernhard Breuninger übernahm das Gebäuderessort (er erneuerte in maximal 1 ½ Jahren die gesamten Außenanlagen), Jörg Haußer war zuständig für die Jugend. So wurde ein Generationswechsel in den Kernpositionen des Vorstands vollzogen. Und damit wurden alte Gewohnheiten in Frage gestellt. Martin war Meister im Abschneiden alter Zöpfe. Als erstes starb das Ausschussfest, zu dem traditionell verdiente Senioren und Sponsoren zu einem recht frugalen Mahl eingeladen wurden, dessen Zeche sie auch selbst bezahlen durften. Das Interesse der so Geehrten hielt sich in Grenzen.

Martin verfasste eine Unzahl an Gedichten (die meisten zum Schmunzeln oder Lachen) für Bootstaufen – auch noch lange nach seiner „Abdankung“ als 2. Vorsitzender.
Er war der „Erfinder“ und Organisator des „Bugballs“. Einige Jahre wurde unsere traditionelle URCD Jahresfeier so genannt und auch im großen, eleganten Rahmen gefeiert.

Die Regatta wurde als Rudercup neu aufgesetzt - nach dem Henley Prinzip mit professioneller Beschallung und Bierzelt. Martin interessierte mit vollem Elan Firmen und Werbetreibende für dieses neue Format mit dem großem Unterhaltungscharakter und Bespassungseffekt. Er war Mitorganisator der Kindermalwettbewerbe, der Kindereisenbahn, der Tombola mit Ballonfahrten und Mobiltelefonen. Er organisierte die Bandenwerbung an der Strecke und deren Auf-und Abbau. Später kamen die Drachenbootrennen dazu und einmal, mit großer finanzieller Unterstützung der Stadt Ulm, eine Solarbootregatta.

Martin stand an den Wochenenden von früh bis spät am Getränkeausschank, zapfte Bier und klassierte.
Irgendwann in den frühen 2000-er Jahren konnte meine Frau Cornelia Martin auch fürs Masterrennrudern motivieren. Ich durfte vorher schon mit den 10 Jahre Jüngeren um meinen Vetter Werner Straßner zum Head Of The Amstel und erzählte ihm begeistert davon. Und so entstand mit Martins Anwerben ähnlich alter Masters das von „den Alten“ (Bago etc.) „Krabbelachter“ benamste Boot, das viele Jahre in unterschiedlichen Besetzungen an diversen Regattaterminen teilnahm, das eine oder andere mal sogar mit „Blechle“ und Meisterehren. Martin gewann das Blaue Band vom Wörthersee, siegte in Starnberg beim Roseninselachter, wurde brasilianischer Meister bei den Masters in Porto Alegre. Unvergessen sind die Teilnahmen am Head Of The River Thames, beim Trainera-Rennen auf dem Atlantik in Getxo im Baskenland und den Regatten in Dresden, Cannstatt, Berlin, Kaufering und Passau. Nach den Rennen kam der gemütliche und unterhaltsame Teil, den Martin perfekt zu moderieren und gestalten wusste. Sieg, Platz oder generelle Absage des Veranstalters wegen Wetterunbilden spielten bei der After Work Party keine Rolle.

Als sich die Krabbelmänner wegen Umzug, Krankheit oder Zerwürfnissen ausklinkten, begeisterte Martin flugs mit seiner charmanten, gewinnenden Art die Damenwelt und füllte so das nun deutlich jüngere Boot zum Mixed-Achter.

Sein letztes langjähriges Engagement für den URCD war die jährliche Prüfung der Vereinskasse, die Grundlage für die Entlastung des Vorstands ist.

Martin war Ruderältester seit vielen Jahren. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25. April wurde Martin auf Jürgen Steinackers Vorschlag von den über 100 Mitgliedern einstimmig und unter großem Beifall zum Ehrenmitglied ernannt.

Ich überbrachte ihm die Nachricht im Krankenhaus und er freute sich darüber sehr.

Wir verlieren mit Martin einen liebenswerten, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen und Ruderkameraden, den wir - jeder auf seine Weise - im Herzen halten mit schönen gemeinsamen Stunden und Erlebnissen.
Ganze Heerscharen an Kindern (darunter auch viele URCD Kinder) lernten Martin als freundlich-gütigen, aber auch ermahnenden Nikolaus jährlich am 6. Dezember kennen. Zum Schmunzeln war es, wenn die älteren Kinder ihn dann an der Stimme erkannten.

Ich verliere zusätzlich einen „Bruder“ im Geiste, der da war, wenn notwendig, der für unsere Kinder ein wichtiger Ratgeber und Freund war und mit dem ich mich viele Jahre auch trefflich streiten konnte. Und wir fanden immer – wie es bei Brüdern so ist – wieder zusammen.

Michael Leibinger

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Wait a minute, Mr. Postman! Keine Mails vom URCD?

Wait a minute,

Mr. Postman!

Keine Mails

vom URCD?

Dieses Problem hatten diese jungen Männer vom URCD noch nicht.

GESCHRIEBEN VON JÖRG HAUSSER

Schon lange keine Mails vom URCD mehr bekommen?

Schon Elvis sang: "Return to sender, address unknown. No such number, no such zone." Das gleiche Lied können die URCD-Geschäftsstelle oder andere Verantwortliche im URCD singen.

Themen, die im Vorstand aktuell sind, Termine wie z.B. das Anrudern oder geplante Arbeitseinsätze, und aktuell Sperrungen, Freigaben und sonstiges. Wie kommen URCD-Mitglieder, die als Benutzer auf der URCD-Homepage angemeldet sind, an diese Nachrichten? Natürlich per Mail. Und es werden zahlreiche Mails verschickt, manchmal sogar täglich.

Mailpostfach voll
Wem das Mailpostfach überläuft, oder wer sein Mailpostfach gekündigt hat, der bekommt diese Mails natürlich auch nicht. Aber da hilft schon aufräumen beziehungsweise ein neues Mailpostfach, oder schon ganz einfach bei den Spammails nachsehen.

Dies gilt aktuell für die Mitglieder mit den Mitgliedsnummern mit übervollem Mailpostfach
1204 und 1547

Mailadresse aktualisieren
Wer also deshalb eine andere Mailadresse hat oder sich zulegt, maile diese bitte an die URCD-Geschäftsstelle, denn ankommen, das tun die Mails ja schon, auch von den Annahmeverweigerern. Dann müssen diese URCD-Mitglieder nicht länger singen: "Oh yes, wait a minute Mr. Postman, wait, Mr. Postman. There must be some word today - from my URCD so far away. Please Mr. Postman look and see, if there's an e-mail, an e-mail for me!"

Dann klappt's auch wieder mit den URCD-Mails.

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"Wanderrudern pur" auf der Charente

Wanderrudern pur

auf der Charente

im Juli 2024

Bootsreise auf einem malerischen Fluss bis in den wilden Atlantik (20.-28. Juli 2024)      (Fotos: Charente-Team 2024)

GESCHRIEBEN VON OLAF BEHREND, TORSTEN BEY UND FRANK SCHERBER

Idee und Vorbereitung
Nach der spektakulären Wanderfahrt in England im Jahr 2023 kam auch im Frühjahr 2024 schnell der Wunsch auf, im kleinen Kreis eine weitere, vielleicht nicht alltägliche Wanderfahrt für den Sommer anzustreben. Die Ideen wurden gesammelt und schließlich verdichtete sich alles auf eine Befahrung der Charente, einem mittelgroßen Fluss im Westen Frankreichs. Für die Charente spricht unter anderem die Tatsache, dass diese, im Gegensatz zu inzwischen vielen anderen französischen Gewässern, ganz frei – das heißt ohne das oft obligatorische Einholen einer behördlichen Erlaubnis mit fester Vorplanung der Etappen – befahren werden kann. Recht schnell war klar, dass sich der Teilnehmerkreis auf nur drei Personen beschränkt. Dies war dann, neben der Tatsache, dass die Charente mit der Mündung in den Atlantik die Aussicht auf etwas Küstenrudern bietet, der Anlass, auch in diesem Jahr wieder mit der Nyholm, dem dänischen Inrigger Zweier mit Steuermann, zu planen.

Das Boot bietet auch den Vorteil, dass ausreichend Stauraum vorhanden ist, der Wanderrudern pur, also die Mitnahme allen Gepäcks inklusive Zelt im Boot erlaubt. Das hatte den großen Vorteil, dass wir die Etappeneinteilung vollkommen offen halten konnten, um erst vor Ort und unterwegs jeweils von Tag zu Tag zu entscheiden, wie weit wir abhängig von Wetter, Strömung, Frequentierung der vielen Schleusen aber auch unserer Tagesform, fahren wollen und können. Damit legten wir lediglich den Startpunkt der Tour in Angoulême, am Beginn des durch handbetriebene Bootsschleusen schiffbaren Abschnittes der Charente, sowie eine ungefähre Zeit für das Treffen, fest.

Die Crew der Nyholm bereit zum Ablegen beim Ruderclub in Angoulême.

Samstag / Sonntag, 20./21. Juli: Die lange Anreise
Die lange Anreise nach Angoulême von deutlich mehr als 1.000 km ab Ulm traten wir getrennt an. Denn während Torsten und Frank sich am Samstagmorgen, mitsamt der Nyholm auf dem Hänger, auf den Weg machten, wählte Olaf den weniger direkten Weg über den nordwestlichen Zipfel Irlands, was bei einem Teil des daheimgebliebenen Wanderfahrten-Follower kurz für ein wenig Verwirrung sorgte. Schließlich kamen aber die beiden Hängerfahrer nach einem anstrengenden Ritt bei Hitze und mit viel Stau in der Schweiz noch kurz nach Mitternacht in Angoulême an und konnten unkompliziert die Vorzüge der mobilen Unterkunft in Franks Bussle nutzen. Olaf traf nach einem Flug Dublin – Bordeaux, kurzer Nacht im Hotel und Weiterfahrt am frühen Morgen mit dem TGV gegen 9 h in Angoulême ein. Der erste Weg nach dem Treffen des Teams am Bahnhof führte in ein nettes kleines Bistrot, um bei ausreichend Café au lait, Chocolat chaud sowie Croissants und Baguette gestärkt gemeinsam in den Tag zu starten.

Wir fuhren anschließend zum nahegelegenen lokalen Ruderclub (Aviron Club Angoulême), um das Boot mitsamt allem Gepäck startklar zu machen und den Hänger und Zugfahrzeug sicher für die nächsten Tage abzustellen. Während wir im überraschend einsetzenden strömenden Regen voller Tatendrang auf das für mittags angekündigte gute Wetter und den Start der Tour warteten, schaute einer der örtlichen Ruderfreunde vorbei und reichte uns Ausdrucke einer ausführlichen Fahrtbeschreibung in den rundum beschlagenen und feuchten VW-Bus und gab uns noch einige nette Tipps für die Fahrt. Bei genauer Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass das Wanderfahrtenrevier der lokalen Ruderer offenbar nur die ersten 60 km bis Cognac umfasst, wir aber natürlich im Kopf hatten, im besten Fall den Atlantik zu erreichen…

Handarbeit und schwere Mechanik an den insgesamt 20 Schleusen

Sonntag, 21. Juli: 1. Etappe Angoulême – L’Angle Sireuil (18 km / 5 Schleusen)
Der Regen hörte wie erwartet gegen Mittag auf und, nachdem wir tatsächlich den recht ansehnlichen Gepäckberg in den beiden Luken in Bug und Heck verstaut hatten, starten wir unsere Tour auf dem wunderschön grün schimmernden Wasser der Charente. Die erste Teiletappe endete bereits nach nur 600 m an der ersten Bootsschleuse. Diese, wie alle weiteren 19 Schleusen, die wir in den folgenden drei Tagen noch zu durchfahren hatten, sind ausschließlich mechanisch per Handkurbeln und -rädern zu bedienen. Glücklicherweise waren alle Schleusen, die vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammen, in technisch sehr gutem Zustand und geöffnet, so dass uns ein Umtragen erspart blieb.

Schnell entwickelte sich das Bedienen der Schleusen zum kleinen körperlichen Ausgleich für die jeweiligen Steuerleute. Nach der Passage der ersten Schleuse ruderten wir bei inzwischen bestem Sommerwetter weiter auf dem leicht strömenden Fluss, der auch mit der etwas trägen Nyholm eine angenehme Reisegeschwindigkeit erlaubte. Die letzten Vororte der Stadt waren schnell verlassen und von nun an hatten wir das Gefühl, dass der wunderschön in die Wald- und Wiesenlandschaft eingebettete Fluss fast ausschließlich uns gehört.

Auf dem Weg zur Schleuse im Kanadier-Stil

An der nächsten Schleuse, gerade mal 3,5 Fluss-km nach der ersten, sahen wir im Unterwasser ein kleines Ausflugsschiff heranfahren. Wir warteten kurz mit dem Befüllen der Kammer und übernahmen die Funktion des Schleusenwärters für das Schiffchen – woraufhin wir von der Schiffsgesellschaft bzw. der freundlichen Bordcrew mit drei Probiererle-Bechern Rotwein belohnt wurden, die wir als offiziellen Willkommenstrunk genossen, bevor wir unseren Weg durch die Schleuse fortsetzten.

Les maîtres d’ecluse no. 2

Nach einigen weiteren Kilometern auf dem Fluss begannen wir zu prüfen, wo es für das Ende dieser ersten Halbetappe geeignete Unterkunftsmöglichkeiten geben würde. Zwar ist in Frankreich das wilde Zelten grundsätzlich häufig erlaubt und gerade in der Umgebung der Schleusenanlagen boten sich oft recht hübsche Plätzchen – zum Teil mit einfacher Gastronomie in einem der alten Schleusenwärterhäuser. Dennoch waren wir uns einig, dass wir die Infrastruktur eines offiziellen Campingplatzes im Zweifel durchaus bevorzugen würden. So landeten wir nach 18 Ruder-km (und den ersten fünf Schleusen der Tour) schließlich nahe dem kleinen Örtchen L‘Angle Sireuil an und schlugen unser Zelt auf dem wenige 100 m vom Fluss entfernten Campingplatz auf. Nach ein paar Kaltgetränken, einer erfrischenden Dusche, einer auf dem Gaskocher bereiteten Nudelmahlzeit und einem Absacker im Bistrot am Fluss, verbrachten wir eine ruhige Nacht im Zelt, in der wir uns von der anstrengenden Anreise (und weniger von der nicht allzu zu fordernden ersten Ruderetappe) erholen konnten.

Start auf die zweite Etappe mit leichtem Reisegepäck

Montag, 22. Juli: 2. Etappe - L’Angle Sireuil – Saint Simon – Cognac (41 km / 12 Schleusen)
Nach einem gemütlichen Frühstück am Zelt stellten wir uns frisch gestärkt der Herkulesaufgabe, unser gesamtes Gepäck wieder zum Liegeplatz des Bootes am Fluss zu schaffen. Dank Franks Initiative konnten wir dies jedoch mithilfe eines einfachen Handkarrens recht angenehm gestalten und so ohne große Vorbelastung auf die erste Ganztagesetappe starten. Der Fluss führte uns weiter durch eine überraschend einsame Landschaft mit wenig sichtbarer Besiedlung und viel Grün am Ufer. Häufig zweigten kleinere Arme der Charente ab, leider meist nicht fahrbar für uns Ruderer, um ein paar Kilometer weiter den zwischendurch schmalen Fluss wieder etwas zu verbreitern. Und immer war das Wasser wunderbar klar und das Rudern ein echter Genuss.

Die Fahrt wurde alle 2 - 4 km mit kleinen Zwangsruderpausen unterbrochen, wenn wieder eine der zwölf Schleusen, die an diesem Tag zu passieren und vorab mittels Handkurbel schweißtreibend zu bedienen waren. Glücklicherweise waren die vielen Schleusen in unserer Zeitplanung kein relevanter Faktor, denn wir begegneten an diesem Tag, wie auch allen folgenden, praktisch niemandem auf dem Wasser. Insbesondere die auf der Charente zu mietenden touristischen Hausboote waren, entgegen allen Befürchtungen, extrem rar und wir hatten an keiner der Schleusen eine dadurch bedingte Wartezeit.

Im Zweier ohne in die Schleuse

Das Wetter war an diesem Tag, wie auch für den gesamten Rest der Tour auf unserer Seite und Wolken oder gar Regen spielten keine Rolle mehr. Eine der Herausforderungen bei einer Fahrt durch einsame Landschaft und ohne detaillierte Vorplanung ist, eine zeitgerechte Nahrungsaufnahme sicherzustellen. Dank Google und der Tatsache, dass das kulinarische Angebot in Frankreich auch in ländlicheren Regionen überraschend dicht ist, fanden wir spontan im kleinen, verschlafen wirkenden Örtchen Saint Simon, mit bester Anlegestelle direkt am Fluss gelegen, ein schönes Mittagslokal mit hervorragendem Essen.

Nach einer ausgedehnten Mittagspause fuhren wir weiter, vorbei an Jarnac und Bourg-Charente in Richtung Cognac. Diese wohl bekannteste Stand an der Charente wählten wir dann als unser zweites Etappenziel, das wir am Abend nach immerhin 41 geruderten Kilometern erreichten. Glücklicherweise konnte das Kochen ausfallen und wir (zumindest 2/3 der Mannschaft) freuten uns, uns im netten Lokal am Campingplatz mit Moules frites und lokalem Rosé verwöhnen zu lassen. Nach dem Abendessen wurden, gesättigt und bettschwer, schließlich auch schnell alle Pläne verworfen, noch die 2 km Fußweg für eine Besichtigung der Stadt in Angriff zu nehmen.

Mittagsrast im schönen Örtchen Saint Simon

Dienstag, 23. Juli: 3. Etappe - Cognac – Chaniers (26 km / 3 Schleusen)
Diese Stadtbesichtigung, inklusive Frühstück, holten wir am Morgen nach dem Abbau des Zeltes und einem knappen Ruderkilometer, zu Beginn der dritten Etappe nach. Wir fanden zwar eine bequeme Anlegemöglichkeit am Floß des sehr zentral in der Stadt gelegenen Ruderclubs, der jedoch so ausgestorben war, dass das Verlassen des Geländes nur mittels Überklettern eines Zaunes möglich war. Das Bild dieser weltweit bekannten Stadt wird natürlich geprägt von den großen, bekannten Destillerien, deren eindrucksvolle Fassaden insbesondere in Flussnähe zu finden sind. Gleichzeitig war es überraschend, wie klein und übersichtlich Cognac bei aller Bekanntheit doch ist, und so verließen wir auch an diesem dritten Rudertag nach nur wenigen Kilometern auf dem Wasser die städtisch bebauten Bereiche vollkommen und waren wieder alleine auf unserem Fluss. Die kurze Begegnung mit einem von deutschen Touristen (mehr schlecht als recht) gesteuerten Hausboot an der Stadtschleuse von Cognac ließ uns nochmals dankbar zurück, dass uns diese Art von Begegnungen im Wesentlichen erspart blieben…

Der Flussverlauf an diesem Tag führte uns durch etwas offenere Landschaft, aber weiterhin praktisch ohne Bebauung an den Ufern. Auch die Unterbrechungen durch Schleusen waren jetzt wesentlich seltener, mit einem frei fließenden Abschnitt von fast 20 km nach der zweiten Schleuse des Tages. Das Wetter war inzwischen wirklich hochsommerlich heiß, und so war es umso schöner, dass wir, zeitlich passend zu einer frühen Mittagsrast, ein außergewöhnlich hübsches Plätzchen am Flussufer fanden. An einem kleinen Hafen bzw. Bootsanlegeplatz mit strandbar-artigem Lokal verbrachten wir so spontan eine ausgedehnte Pause im Schatten einiger Bäume und mit den Füßen im kühlen Flusswasser sitzend. Hierbei entdeckten wir eine große Anzahl von Flusskrebsen im Wasser um uns herum, was wir als Zeichen sehr guter Wasserqualität werteten – uns aber später noch in einem anderen Licht erscheinen sollte…

Mittagspause mit kühlendem Fußbad

Anschließend fuhren wir weiter durch die immer noch heiße Nachmittagssonne, unterbrochen von einer kurzen Badepause, zur letzten Schleuse des Tages und dem kurz dahinter liegenden Etappenziel am schönen Campingplatz von Chaniers. Hier fanden wir viel Schatten für unser Zelt unter großen Bäumen und einen nahegelegenen Ort mit der Gelegenheit zum Einkauf für das selbst zubereitete Abendessen. Bis zum Sonnenuntergang nutzen wir die Gelegenheit den hübschen kleinen Ort und insbesondere die eindrucksvolle, burgartige romanische Ortkirche aus dem 12. Jahrhundert samt zugehörigem Friedhof zu besichtigen.

Nach der Rückkehr zum Zeltplatz lernten wir in der Campingplatzgaststätte die, neben Cognac, vielleicht wichtigste lokale Spezialität kennen – den Pineau des Charentes, eine Mischung aus Cognac und (süßem) Traubensaft, also praktisch eine Weinbrandschorle… Der Blick auf den Fluss zeigte uns plötzlich eine aufwärts, also entgegen der eigentlichen Fließrichtung landeinwärts gerichtete Strömung. Das eine Glas Pineau pro Person reichte nicht als Erklärung dieser Erscheinung. In einer Streckenbeschreibung hatten wir zudem von einer geringen Tidenströmung und Tidenhub an dieser Stelle gelesen – 33 km von der letzten Schleuse entfernt und 75 Fluss-km stromaufwärts von der Mündung der Charente in den Atlantik! Dies war ein Phänomen, welches wir erst am folgenden Abend besser verstehen sollten.

Nächtliche Gäste auf dem Campingplatz: Ein Roter Amerikanischer Sumpfkrebs auf Landausflug

Während der Dämmerung und Dunkelheit sollten dann aber auch die Flusskrebse wieder eine Rolle spielen. Diese bevölkerten in zunehmendem Ausmaß den gesamten Platz, so dass man bei jedem Schritt aufpassen musste, wohin man trat – was offensichtlich nicht immer gelingt, weswegen auch die Anzahl der auf dem Platz zu findenden Krebskadaver ansehnlich war. Eine kurze online-Recherche ergab, dass es sich wohl um Rote Amerikanische Sumpfkrebse handelt, eine in Nordamerika heimische, in Europa inzwischen vielerorts verbreitete aggressiv-invasive Art. Diese Erkenntnis dämpfte die ursprüngliche Freude über die Wildtiersichtung doch erheblich…

Frühstück vor der letzten Flussetappe

Mittwoch, 24 Juli: 4. Etappe - Chaniers – Saintes – St. Savinien (33 km / keine Schleusen)
Der nächste Morgen begrüßte uns erneut mit makellos blauem Himmel. Das Frühstück nahmen wir im Lokal direkt am Flussufer sitzend ein und genossen den Blick auf das wunderschön glatt strömende Wasser – in der erwarteten Fließrichtung! Wir warteten eine Pause im Pendelverkehr der örtlichen Kettenfähre ab und brachten unsere Nyholm unter den interessierten und anerkennenden Blicken des netten Campingplatzwirtes zu Wasser. Die Landschaft wurde zunehmend offener. Und obwohl das Meer noch zwei Tagesetappen entfernt war, bekam man langsam das Gefühl von Küstennähe. Als Ziel der Tagesetappe hatten wir die letzte Flussschleuse nach 33 km freifließendem Wasser ins Auge gefasst.

Auf dem Weg durch Saintes mit dem Germanicusbogen

Nach gut 10 km auf dem Fluss erreichten wir Saintes – eine der größeren Städte entlang der Charente. Ein schöner Anlegesteg im Zentrum gab uns die einfache Gelegenheit, auch hier eine kleine Rast mit Stadtbesichtigung einzulegen. Das wohl prägendste Bauwerk der Stadtkulisse ist der römische „Germanicus-Bogen“ (L’Arc de Germanicus) am rechten Flussufer, errichtet im Jahr 18 / 19 n. Chr.! Aber auch eine schöne Innenstadt und ein netter Markt, auf dem wir uns mit Zutaten für ein späteres Picknick eindecken konnten, machten den Zwischenstopp sehr lohnend.

Ab Saintes ändert der Fluss seine Hauptfließrichtung von West nach Nord und führt durch schöne, im wesentlichen ebene Landschaft, und jenseits der Stadtgrenzen von Saintes findet sich wiederum kaum nennenswerte Bebauung am Fluss – lediglich einige kleinere Dörfer. Die Strömung half uns gut beim Vorankommen und so war ausreichend Zeit für ein schönes Wiesenpicknick im Schatten der Uferbäume sowie eine spontane Badepause im hübschen Örtchen Taillebourg. Die verbleibenden 10 Ruder-km forderten bei zum Teil ordentlichen (Gegen-)Wind und zur Schleuse hin stark nachlassender Strömung ein wenig mehr Einsatz an den Riemen, dennoch erreichten wir die Seeschleuse Saint Savinien mit dem nahegelegenen Campingplatz zeitig am späten Nachmittag.

Kühles Picknickplätzchen in der Mittagshitze

Das Boot ließen wir im Schleusenoberwasser frei-schwebend vertäut im Wasser liegen und holten noch beim Schleusenwärter einige Informationen für den nächsten Tag ein. Glücklicherweise wurde der Tidenhöchststand für den kommenden Morgen gegen 8 h erwartet, was bedeutete, dass wir genau passend mit dem ablaufenden Wasser in Richtung der 42 km entfernten Mündung starten wollten. Bei der Besichtigung der Schleusen- und Wehranlage lüftete sich dann auch das Geheimnis der Tidenstömung, die am Vortag selbst weit oberhalb dieser letzten Schleuse noch zu bemerken war. Bei großem Tidenhub, und den hatten wir im Zeitraum unserer Fahrt, steigt der Fluss im Unterwasser der Schleuse über das Niveau des Wehres an, so dass das Wehr verkehrt herum überströmt wird – was flussaufwärts bis weit ins Landesinnere noch spürbar ist. Ein kleines, aber deutliches Zeichen der an der Atlantikküste herrschenden Naturgewalten…

Liegeplatz vor der Seeschleuse von St Savinien

Nach einem inzwischen routinierten Zeltaufbau und Einrichten des Nachlagers machten wir uns auf den Weg über die Schleuseninsel in den Ortskern von Saint Savinien. Etwas erhöht gelegen mit einer weiteren wunderbaren romanischen Kirche im Zentrum, bot sich ein toller abendlicher Blick über den weiteren nordwestlichen Verlauf der Charente in Richtung der Mündung. Lediglich das gastronomische Angebot war hier zunächst enttäuschend – bis wir dem Tipp, das Dorffest auf der Schleuseninsel zu besuchen, folgten. Dort gab es neben kunsthandwerklichen Ständen und Live-Musik ein breites Angebot an Speisen und Getränken, die man an langen Tischreihen unter dem sommerlichen Abendhimmel einnehmen konnte. So kam jeder auf seinen Geschmack – sei es in Form von Moules frites oder Bratwurst! An den Tischen sitzend kamen wir mit ein paar jungen Leuten, die uns als ihre Zeltnachbarn identifiziert hatten, ins Gespräch. Sie waren per Rad unterwegs und interessierten sich sehr für unsere, offenbar als eher exotisch wahrgenommene, Bootstour. Einem davon war die vor der Schleuse vertäute Nyholm aufgefallen und es entstand ein kleiner Austausch über derartige Holzboote. Als sich herausstellte, dass er als Restaurateur alter Luxus-Holzboote tätig war, konnten wir spätestens beim Fachsimpeln über den besten Lack und das richtige Aufbringen der 17 Lackschichten nicht mehr vollständig mithalten … erneut ein wunderbarer Abend mit netten Begegnungen!

Glattes Wasser, aber schon satte Strömung kurz vor Tonnay-Charente – gut 20 km vor der Mündung in den Atlantik

Donnerstag, 25. Juli: 5. Etappe - St Savinien – Fouras – Rochefort (64 km / 1 Schleuse)
Am Morgen lagen wir pünktlich zum Betriebsbeginn der Schleuse gegen 8 h, gefrühstückt und mit bepacktem Boot im Oberwasser bereit für den Start der Fahrt in Richtung Küste. Die Einfahrt wurde gewährt, die Tore hinter uns geschlossen und es passierte – nichts! Nach einigen Minuten des Wartens öffneten sich plötzlich die Untertore, ohne dass wir auch nur einen Zentimeter in der Kammer gefallen wären. Offensichtlich waren der Wasserstand im Ober- und Unterwasser gerade identisch und der Schleusenvorgang dauerte einfach so lange wie die Bediendauer der beiden Tore.

Auf dem folgenden, recht geraden Abschnitt hatten wir anfangs sogar noch eine leichte Gegenströmung; offenbar war die Angabe des höchsten Wasserstandes am Vortag nicht so ganz exakt. Die Strömung stellte aber keine relevante Beeinträchtigung dar und nun spätestens sah die Landschaft mit weiten, ebenen Marschwiesen und wenig Baumbestand wirklich nach Küste aus. Wir erlebten nach nicht einmal einer halben Stunde spürbar den Punkte Strömungsumkehr und von nun an kamen wir zunehmend schneller voran. Nach knapp 20 km erreichten wir Tonnay-Charente, wo wir einen kurzen Einkaufsstopp einlegten. Bereits hier war die Strömung mittlerweile so stark, dass wir entschieden, nur zu zweit in den Ort zu laufen, und einer am Anlagesteg das Boot beaufsichtigte. 

Die Schwebefähre bei Rochefort

Nach dem Ablegen fuhren wir bei weiter starker Strömung auf dem sich immer tiefer in die Landschaft einschneidenden Fluss. Wir passierten das in einer großen Flussschleife gelegene Rochefort. Im Scheitelpunkt der Schleife befindet sich eine seit dem Jahr 1900 in Betrieb befindliche Schwebefähre (Schwebefähre Rochefort), eine an Stahlseilen an einer hohen Stahlkonstruktion hängenden Plattform zum Überqueren des Flusses. Deren Sinn erschloss sich beim Blick auf das über weite Bereiche schlammig trocken gefallene Ufer sofort – der Tidenhub an der noch knapp 10 km entfernten Mündung der Charente beträgt bis zu 6 m!

Am westlichen Ende von Rochefort passierten wir einen der Campingplätze, den wir als mögliches Etappenziel ins Auge gefasst hatten. Die vorgelagerte Marina verfügte inmitten all des Schlamms immerhin über eine zum Anlanden geeignet scheinende Betonrampe. Wir entschieden uns jedoch weiterzufahren, denn nördlich der Mündung der Charente, nur ca. 3 km entlang der Küste gibt es einen weiteren Zeltplatz, den wir nun anpeilen wollten. Auf den letzten Flusskilometern waren die Bedingungen bei weiterhin starker Strömung und deutlichem westlichen Gegenwind sehr rau – wir hatten das Gefühl mit der zum Glück problemlos auf den Wellen tanzenden Nyholm von dem inzwischen schlammig braunen Fluss förmlich aufs Meer gespült zu werden.

Ein letzter Blick auf die Karte kurz vor dem Atlantik

Wir bogen auf Höhe des letzten Ortes in der Charente-Mündung, Port-des-Barques, ab nach Norden, mit guter Sicht auf die kleine, vorgelagerte Île Madame sowie weiter draußen die imposante Küstenlinie der Île d’Oléron. Am Festlandufer bot sich dagegen das immergleiche Bild: ein mehrere hundert Meter breiter Streifen Schlick, der dem Sandstrand, den wir auf Karten als potentielle Campinganlagestelle ausgemacht hatten, unüberwindlich vorgelagert war! Wir fuhren noch einige hundert Meter weiter in Richtung des südlichen Hafens von Fouras – bis eindeutig erkennbar wurde, dass auch dieser vollständig trockengefallen und für uns nicht erreichbar war.

Vor der für uns nicht erreichbaren Küste vor Fouras

So blieb nichts anderes übrig, als den Rückweg in die Charente-Mündung anzutreten. Beim Erreichen der ersten Fahrwassertonnen bei Port-des-Barques wurde deutlich, dass zwischenzeitlich die Tidenumkehr erfolgt war. Dadurch trug uns nun die Kombination von landeinwärts gerichteter Strömung und immer noch kräftigem Westwind relativ schnell flussaufwärts. So fuhren wir die gut 8 km zurück bis zur Marina in Rochefort zurück und landeten an der zuvor gesichteten Betonrampe an. Reichlich erschöpft, in Folge der nun hinter uns liegenden 64 km auf dem Wasser und einer merklichen psychischen Anspannung aufgrund der fordernden Wasserverhältnisse, waren wir froh, die Etappe zu beenden.

Zurück in der breiten Mündung der Charente bei Port-des-Barques nach dem ersten kurzen Abstecher auf den Atlantik

Allerdings wartete nun noch ein unerwartetes Stück Arbeit. Die steile Rampe war im oberen Bereich so dick mit Schlamm bedeckt, dass es nur mit großer Vorsicht möglich war, den Uferweg zu erreichen, geschwiege denn das schwere Boot sturzfrei hinaufzubringen. Man reichte uns freundlicherweise einen Schlauch mit kräftigem Wasserstrahl, der das Freispülen der Rampe erlaubte. Dies musste jedoch schnell passieren, da der Wasserstand zusehends schneller stieg und das Boot in der ufernahen Strömung nur mühsam zu fixieren war. Mit etwas Hilfe gelang diese letzte Anstrengung, und das Boot lagerten wir danach sicher auf dem Gelände der Marina. Der Hafenmeister war zudem so freundlich, für uns den Gepäcktransport zum Campingplatz zu erledigen – was uns glücklicherweise diesen letzten Kraftakt ersparte!

Glücklich angelandet an der Marina in Rochefort

Am Campingplatz angekommen hatten wir alle das Gefühl, uns noch an keinem Tag zuvor das Willkommensbier so sehr verdient zu haben. Ganz plötzlich war aus der beschaulichen Flussfahrt der letzten Tage an nur einem Tag eine wilde Küstenrudererfahrung geworden!

Freitag, 26. Juli: Ruhetag Rochefort / La Rochelle
Folgerichtig erkoren wir den kommenden Freitag zum ruderfreien Tag. Frank nutze die erste Morgendämmerung, um per Bahn nach Angoulême zu fahren und Auto und Hänger nachzuholen. Torsten und Olaf genossen einen etwas längeren Schlaf mit einem schönen Frühstück und Stadtspaziergang in Rochefort. Dort trafen wir uns am späten Vormittag mit Frank und fuhren per Auto ins gut 25 km entfernte La Rochelle – aber nicht ohne unterwegs auf diversen Zwischenstopps in Fouras, am Vortrag wasserseits noch unerreichbar, die lokalen Gegebenheiten genau in Augenschein zu nehmen. Denn es bestand nach wie vor die Idee, nicht ohne ein bisschen mehr echtes Küstenrudern die Heimreise anzutreten!

Die Hafeneinfahrt von La Rochelle – die wir leider nicht zu Wasser, sondern nur per Landausflug erreichen konnten

Den Hauptteil des Tages verbrachten wir im schönen Städtchen La Rochelle, mit Moules frites zu Mittag und ein bisschen Wehmut, dass es uns nicht gelungen war, diesen Ort und vor allem die beiden imposanten Hafentürme rudernd auf dem Wasser zu erreichen. Am Abend genossen wir den Sommer auf unserem Campingplatz – bei leckerem Essen und ein, zwei Bier, unsere Abenteuer des Vortages und die Pläne für den folgenden Samstag besprechend!

Samstag, 27. Juli: 6. Etappe - Rochefort – Fouras / Port du Nord (18 km)
Die Vor-Ort-Besichtigung in Fouras und genauen Erkundigungen über die Tidenzeiten und zu erwartende Windverhältnisse ließen uns zu der Einschätzung kommen, dass bei einem Startzeitpunkt nahe des Tidenhöchststandes am Morgen eine Küstenetappe möglich sein sollte. Wir starteten gegen 9 h, nachdem wir an der Marina bequem vom Uferweg das Boot, diesmal ohne Gepäck, zu Wasser bringen konnten. Die ca. 8 km bis zur Mündung legten wir wie geplant in knapp einer Stunde zurück – diesmal bei einem gänzlich veränderten Blick auf die Uferlinie und die umliegende Landschaft. Auch das Wasser wirkte mit seiner geringen Strömung geradezu zahm und harmlos. Wir ruderten ohne irgendwelche Schwierigkeiten der Küstenlinie in Richtung Norden folgend, von Schlamm am Ufer diesmal keine Spur. Auf ruhigem Atlantikwasser erreichten wir den südlichen Hafen von Fouras nach etwa einer weiteren halben Stunde Rudern und entschieden dort nach kurzer Beratschlagung, dass noch ausreichend Zeit wäre und es die Bedingungen erlaubten, die verbleibenden 6 km um die Halbinsel La Fumée bis zum nördlichen Hafen von Fouras zu fahren.

Entspannte Stimmung vor dem Südhafen von Fouras – die sorgfältige Planung zahlt sich aus

Immer mit gutem Blick auf die eindrucksvolle napoleonische Wasserfestung Fort Boyard ruderten wir auf nur leichter Dünung um die Landspitze und erreichten mit zum Schluss kräftig auffrischendem Schiebewind den in einer geschützten Bucht gelegenen Port du Nord. In der Ferne, ca. 20 km nördlich, erahnten wir die Hafenanlagen von La Rochelle – wobei uns mit Blick auf die dazwischenliegende große, freie Wasserfläche unzweifelhaft klar wurde, dass dies selbst mit der Nyholm nur ein schwer erreichbares Ziel gewesen wäre. Wir zogen also das Boot auf den Sand und erhielten bei den interessierten Hafenältesten eine Flasche lokalen Rosé samt dreier Gläser, um auf den gelungene Tourabschluss nach 200 km auf der Charente und dem Atlantik stilvoll anzustoßen!

Le Fin – den Nordhafen von Fouras sicher erreicht

Samstag / Sonntag, 27./28. Juli: Heimreise
Nach der Busfahrt zurück zum Campingplatz, Abbau des Zeltes und Verstauen des Gepäcks im Auto sowie einem abschließenden Mittagessen machten wir uns am frühen Nachmittag auf die Heimreise. Das Boot war in Fouras schnell verladen und der Weg ging weiter in Richtung Osten – ca. 1.200 km lagen bis Ulm noch vor uns. Wir stoppten zum Abendessen in einem entlang des Weges zufällig gewählten Örtchen mit filmreifer Kulisse und fuhren anschließend mit wechselnden Fahrern, soweit es die Müdigkeit noch zuließ. Nach ein paar kurzen Stunden Schlaf bei Chalon-sur-Saone, wo wir immerhin schon etwa die Hälfte der Fahrtstrecke absolviert hatten, rutschten wir die verbleibenden Kilometer bis Ulm am Sonntag zügig und ohne relevante Staus durch und fuhren am frühen Sonntag-Nachmittag auf den Hof des URCD!

Auch 2024 durften wir wieder eine tolle Ruderwanderfahrt erleben, bei der am Ende, trotz des großen Aufwandes und einiger Unwägbarkeiten, alles bestens geklappt hat und die uns mit vielen besonderen Erinnerungen zurücklässt!

Der Tourverlauf von Angoulême bis Fouras: 200 km auf Charente und Atlantik


 INFO  Bericht als PDF


Fotos: Charente-Team 2024

Charente2024-01-Crew
Charente2024-02-Handarbeit
Charente2024-03-Kanadier
Charente2024-04-Ecluse no2
Charente2024-05-Gepaeck
Charente2024-06-Zweierohne
Charente2024-07-St Simon
Charente2024-08-Kuehle Fuesse
Charente2024-09-Amerikaner
Charente2024-10-Fruehstueck in Chaniers
Charente2024-11-Saintes Germanicus
Charente2024-12-Picknick
Charente2024-13-St Savinien
Charente2024-14-Tonnay-Charente
Charente2024-15-Schwebefaehre
Charente2024-16-Muendung
Charente2024-17-Blick auf Fouras
Charente2024-18-Port-des-Barques
Charente2024-19-Rochefort Marina
Charente2024-20-La Rochelle
Charente2024-21-Fouras sud
Charente2024-22-LeFin
Charente2024-23-Charente et Atlantique

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Skilager Seefeld 2023

Skilager Seefeld Februar 2023

Am 25. Februar, dem Beginn der Faschingsferien, machten sich 21 Sportlerinnen und Sportler des URCDs auf den Weg ins Langlauftrainingslager in Scharnitz. Am Morgen des nächsten Tages standen wir gleich auf den Skiern, erstmal in der klassischen Disziplin. Obwohl viele das zum ersten Mal machten, klappte es nach ein bisschen Techniktraining schon ganz gut.

Nach den ersten beiden, sonnigen Tagen wechselten wir dann zum Skating, was für die meisten schon bekannt war. Auf der WM-Loipe in Seefeld war das zwar sehr anstrengend, hat uns aber sehr viel Spaß gemacht. Dort konnten wir auch ein paar Profis beim Schießen und Skispringen sehen.

Auch auf die Piste ging es einen halben Tag für uns.
Jeden Tag schien die Sonne, welche den Schnee zwar schnell schmolz, jedoch für viel Motivation für viele Loipenkilometer sorgte.

Am Samstag Morgen ging es nach einer letzten Einheit für uns alle wieder nach Hause.

Bericht: Lilly Haeussler

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Termine Breitensport

Termine Breitensport

Ulmer Ruderclub Donau e.V.

Jede und jeder, dem die folgenden Ruderzeiten in die Wochenplanung passen, ist eingeladen, dazuzukommen und mitzurudern. Es steht natürlich allen frei, sich auch zu anderen Zeiten zu treffen und zu rudern. Für die Integration der A-Ruderinnen und A-Ruderer in den Ruderbetrieb ist es gut, wenn auch viele F- und E-Ruderer zu diesen Breitensportterminen kommen.

Sabine Patzwaldt und Ilse Bosch bieten jeden Dienstag 18 Uhr einen Breitensporttermin an. Im Ticketsystem den Termin buchen und als Ruderboot „Breitensport“ auswählen.

Gudrun Vetter-Thanner bietet jeden Freitag 16 Uhr einen Breitensporttermin an. Im Ticketsystem den Termin buchen und als Ruderboot „Breitensport“ auswählen.

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Schwimmwestenanordnung

An alle aktiven Mitglieder und Trainer

Aus aktuellem Anlass muss der Vorstand alle Ruderer und insbesondere die ausbildenden Trainer auf Folgendes hinweisen:

Da die Wassertemperatur der Donau von Herbst bis Frühsommer immer bedenklich niedrig ist und bei einem Kentern jeder Ruderer Gefahr läuft, durch eine Muskelunterkühlung oder einen Schock massive gesundheitliche Schäden davonzutragen, wird ab 01.10.2015 immer für die Zeit zwischen Oktober und Mai zwingend angeordnet, alle auf dem Wasser befindlichen Personen gesondert auf mögliche Gefahren hinzuweisen, sowie Notfallübungen und Verhaltensregeln im Fall des Kenterns regelmäßig zu üben.

Grundsätzlich dürfen Ruderer in der Altersklasse C (13/14-Jährige) ausschließlich nur noch mit Schwimmwesten fahren. Diese Anordnung gilt für alle Kleinbootbesatzungen!

Die hierfür notwendigen Schwimmwesten werden rechtzeitig vor dem 01.10.2015 erworben und ab dann immer im Trainerzimmer durch die Trainer ausgegeben! Eine dafür zu tragende Sorgfaltsverpflichtung setzen wir bei allen Beteiligten voraus.

Der Vorstand

April 2015

Rudern im Winter

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Spenden an den Ulmer Ruderclub

Spenden an den Ulmer Ruderclub

Der Ulmer Ruderclub Donau e.V. ist ein gemeinnütziger Sportverein, eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichts Ulm. Für Ihre Spenden z.B. für das Jugendruderzentrum oder den URCD im Allgemeinen können wir Ihnen deshalb eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt für Ihre Steuererklärung ausstellen. Hier das Spendenkonto des URCD bei der Sparkasse Ulm:

IBAN des URCD
DE74 6305 0000 0000 0800 20
(2 Stellen Länderkennzeichen, 2 Stellen Prüfziffer, 8 Stellen Bankleitzahl, 10 Stellen Kontonummer, die links mit Nullen aufgefüllt wird).
Wenn Sie es sich in Vierergruppen merken, geht's leichter.

BIC des URCD
SOLADES1ULM

Vielen Dank.

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