Anja Noske (Saarbrücken), Lena Müller, Leonie Pieper, und Katrin Thoma (Frankfurt) haben es geschafft. Mit einem Start-Ziel-Sieg, der nie in Gefahr war, holten sie sich in einer Zeit von 6:25:10 mit zwei Sekunden Vorsprung vor Großbritannien auf dem Silberplatz und 3 Sekunden vor den Niederlanden die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften auf dem Lac d' Aiguebelette in Frankreich. Herzlichen Glückwunsch von daheim!
Als Favoriten fuhren sie mit Schlagzahl 46 vom Start weg, so dass die Kommentatoren befürchteten, dass sie am Ende dafür "bezahlen" müssten. Über die Strecke ging's mit Schlagzahl 38 und später 37, am Ende wieder mit Schlagzahl 39.
Ein wenig Enttäuschung stand einer großer Portion Zuversicht gegenüber. So jedenfalls war die Gefühlslage von Kerstin Hartmann nach ihrem Halbfinale im Zweier-ohne. Sie und Partnerin Kathrin Marchand (Leverkusen) verfehlten den dritten Platz um eine Länge. Der hätte den Beiden gereicht, um ins Finale einzuziehen. Die USA, Südafrika und Kanada lagen vor ihnen. Am Samstag rudern sie nun im B-Finale um die Plätze 7-12. Zur Erinnerung: die ersten elf Boote dieser WM sind für Rio 2016 qualifiziert. Zieht man nun einen Vergleich zu den Gegnerinnen, die im B-Finale starten, sieht es für das deutschen Duo richtig gut aus.
Der super motivierte deutsche Para-Vierer um Inga Thöne hat bei der WM 2015 auf dem Lac d' Aiguebelette in den Savoyer Alpen im Halbfinale das große Ziel, die Teilnahme am A-Finale mit einem Rückstand von eineinviertel Sekunden relativ knapp verpasst. Neues Ziel ist damit mindestens der zweite Platz im B-Finale am 3.9.2015 um 16:32 Uhr. Auch dieser insgesamt achte Platz würde noch die direkte Qualifikation für die Paralympics in Rio im nächsten Jahr bedeuten.
USA 03:22.630 CAN 03:24.580 RSA 03:28.720 GER 03:29.980 AUS 03:36.110 KOR 03:45.520
Inga Thöne übt ihren Sport im Liegen aus. Sie ist Steuerfrau beim Rudern. In diesem Jahr gibt sie die Richtung für ein besonderes Team vor: die des Para-Mixed-Vierers, der auf die Paralympics in Rio zusteuert.
Ruder-WM am Ufer des Lac d'Aiguebelette in den Savoyer Alpen in Frankreich: Gerade legt die 23-jährige Ulmer Architektur-Studentin Inga Thöne vom Ulmer Ruderclub mit ihrer Crew am Ponton an. Thöne ist Steuerfrau des deutschen Para-Mixed-Vierers. Weil die Konstruktion eines Vierers es mit sich bringt, dass die Steuerleute liegend im Bug untergebracht sind und nur der Kopf aus dem 12 Meter langen und 40 Zentimeter schmalen Bootskörper ragt, schält sich die Ulmerin nun schnell aus ihrem Luftkasten, wie die Ruderer den Raum zwischen Bugball und Rudererplätzen nennen. Sie muss sich jetzt beeilen, denn ihre Crew braucht Hilfe und Anleitung beim Aussteigen und beim Tragen des Bootes.
Seitenwind und hohe Wellen machten vielen Crews am dritten Tag der Ruder-WM zu schaffen. Dagegen waren die Temperaturen bei 22°C viel erträglicher als in den Tagen zuvor.
Schrecksekunde für die Frauen Der Zweier-ohne mit Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand (Leverkusen) musste im Hoffnungslauf mindestens den zweiten Platz erreichen um ins Halbfinale zu kommen (am Donnerstag). Mit den schwierigen Wellen kamen die Technikerinnen aus Ulm und Leverkusen gut zurecht. Zusammen mit den Booten aus Rumänien und der Ukraine ruderten sie über die 500m-Linie. Danach gelang es den Rumäninnen (Europameister 2013) sich langsam abzusetzen, während Deutschland und die Ukraine weitere 500m auf gleicher Höhe ruderten. Im weiteren Verlauf drehten Hartmann und Marchand mächtig auf und hatten bis kurz vor dem Ziel über zwei Längen Vorsprung auf die Ukraine, Tschechin und Russland. Und genau hier erlebte die deutsche Delegation eine Schrecksekunde: Rumänien ruderte 1 ½ Längen vor den Deutschen übers Ziel, die Hupe ertönte. In der Annahme das Signal gelte Ihnen, hörten Hartmann/Marchand zu rudern auf. Noch bevor sie von Tschechien und der Ukraine überrannt werden konnten erkannten sie ihren Irrtum, setzen sofort zwei harte Schläge und sicherten sich 1 ½ Längen vor der Tschechien, den Einzug ins Halbfinale.
Der leichte Frauen-Doppelvierer mit Lena Müller und Leonie Pieper sowie er Deutschlandachter mit Maximilian Reinelt haben sich am zweiten Tag der Ruder-WM direkt für die Finals am Freitag (leichter Doppelvierer) bzw. am Sonntag (Achter) qualifiziert.
Einen Auftakt nach Maß erwischte der leichte Doppelvierer mit Lena Müller, Leonie Pieper, Anja Noske (Saarbrücken) und Katrin Thoma (Frankfurt). Vom ersten Schlag weg setzte das deutsche Quartett ihre Gegnerinnen aus Australien, der USA und Argentinien unter Druck. Einzig die Vizeweltmeisterinnen von down under konnten anfangs das hohe Tempo von Müller und Co einigermaßen mitgehen. Kurz nach der 1000m-Marke war klar, dass gegen das deutsche Boot in diesem Vorlauf nichts zu machen war. In 6:31,08 gelang Müller, Pieper, Noske und Thoma ein lupenreiner Start-Ziel-Sieg und damit der direkte Einzug ins Finale. Im anderen Vorlauf setzte sich das Boot aus Großbritannien in 6:32,59 durch. Die Deutschen zählen mit dieser Leistung zu den Medaillenanwärtern.
Kerstin Hartmann startete diesen Sonntag als erste der fünfköpfigen Ulmer Truppe mit dem Vorlauf im Zweier-ohne in die WM. Sie und Partnerin Kathrin Marchand (Leverkusen) belegten den dritten Platz. Nur die Siegerinnen der vier Vorläufe qualifizierten sich direkt fürs Halbfinale. Hartmann und Marchand müssen jetzt im Hoffnungslauf am Dienstag mindestens den zweiten Platz belegen um ins Halbfinale zu gelangen.
Dicker hätte die Auslosung kaum kommen können. Mit den Britinnen Helen Glover und Heather Stanning erwischten die Deutschen das Goldboot von London 2012 und die seither ungeschlagenen WM-Favoritinnen. Für Marchand und Hartmann war klar, dass "der Hoffnungslauf das entscheidende Rennen für uns wird" wie die Ulmerin im Vorfeld erklärte. Wie erwartet legten die Damen von der Insel nach der Startphase recht schnell einen 1 ½ Längen Vorsprung zwischen sich und das Feld. Dahinter stritten sich Südafrika, Deutschland und Australien um die Plätze, während der Zweier aus China immer weiter zurück fiel. An diesem Bild änderte sich bis ins Ziel nichts. Großbritannien siegte 1 ½ Längen vor Südafrika, weitere 1 ½ Längen dahinter ruderten Hartmann und Marchand über die Ziellinie. Die Plätze vier und fünf belegten Australien und China.
Für den Hoffnungslauf haben die Deutschen damit eine einigermaßen gute Ausgangslage. Freilich müssen sie auf den mittleren 1000 Metern etwas druckvoller zur Sache gehen, dort nämlich büßten sie im Vorlauf die entscheidenden Meter gegen Südafrika ein.
In den anderen drei Vorläufen siegten die Niederlande (7:09,15), die USA (7:03,18) und Neuseeland (7:10,50)
Ergebnis:
1 GBR 7:04,77 2 RSA 7:09,79 3 GER 7:14,79 4 AUS 7:15,30 5 CHN 7:23,00
Bei internationalen Wettkämpfen wird auf sechs Startbahnen gerudert. Der Weltruderverband FISA regelt in seinem Rule-Book das Qualifikationssystem. Für die Ulmer sieht es demnach wie folgt aus:
Achter mit Maximilian Reinelt im Finale Meldungen, Läufe, Ergebnisse Es sind jetzt nur noch 12 Nationen am Start: AUS, CHN, ESP, FRA, GBR, GER, ITA, ED, NZL, POL, RUS, USA. Rümanien hat abgemeldet. Finale um 14:45 Uhr am 06.09.15.
Die ersten fünf Nationen sind für die Olympischen Spiele qualifiziert.
Saisonhöhepunkt für die Ruderer: auf dem Lac de Aiguebelette in den Savoyer Alpen beginnt am Sonntag die Ruder-WM mit den Vorentscheidungen. Die Finals stehen vom Freitag 4. Sept bis Sonntag 6. Sept auf dem Programm. Vom Ulmer Ruderclub haben sich Maximilian Reinelt im Achter, Kerstin Hartmann im Zweier-ohne, sowie Lena Müller und Leonie Pieper im leichten Doppelvierer qualifiziert. Zudem sitzt Inga Thöne an den Steuerseilen des deutschen Para-Vierers. Für dieses Boot sowie den Achter und den Frauen Zweier-ohne geht es in Aiguebelette bereits um die Olympiaplätze.
Augen für den türkisblauen See und die umwerfend schöne Landschaft werden die 1300 Athleten aus 77 Ländern kaum haben. Im vorolympischen Jahr geht es nicht nur um Medaillen. Die Rekordbeteiligung kommt vor allem die Vergabe der Olympiastartplätze für Rio 2016 zustande. Über 60% werden bei dieser WM vergeben. Die Zuschauer dürfen sich also auf beinharte Auseinandersetzungen freuen. Der deutsche Achter mit Maximilian Reinelt wird sich allerdings kaum Sorgen um einen Olympiaplatz machen müssen, dem Flaggschiff reicht hier der fünfte Platz. Die Männer von Bundestrainer Ralf Holtmeyer führen anderes im Schilde. Nach zwei Vizeweltmeisterschaften (2014 und 2013), und nachdem von 2009-2012 kein einziges Rennen verloren ging, soll jetzt endlich wieder WM-Gold her.
Mit einem vollgeladenen Hänger und zwei komplett ausgelasteten Mannschaftsbussen ging es am Freitag Nachmittag auf den Weg nach Breisach, zur Landesmeisterschaft. Nach dem Abladen des Hängers und Aufbau des Mannschaftszeltes ging es ans Aufbauen der eigenen Zelte - je besser mit den Heringen im Boden verankert, umso besser. Denn in der Nacht auf den Samstag gewitterte es heftig. Doch die Ulmer, bestens vorbereitet, flohen um 2:30 Uhr der besagten Nacht in die Mannschaftsbusse. Nachdem das Gewitter weitergezogen war, legten sich alle wieder schlafen.
Der deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer gehört bei der Ruder-WM in vier Wochen zu den Medaillenfavoriten. Die Form für den Kampf um Gold holt sich das Quartett zwischen Ulmer Münster und Friedrichsau.
Ganz locker und leicht sieht es aus, wie der deutsche Frauen-Doppelvierer über das glatte Wasser gleitet. Doch jedes der vier Leichtgewichte leistet rund 280 Watt bei jedem Schlag. Begleitet von den Kommandos von Trainer Marcus Maier setzen Lena Müller und Leonie Pieper vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD) sowie Anja Noske (Saarbrücken) und Katrin Thoma (Frankfurt) immer wieder zum Zwischenspurt an. Es geht am Ulmer Münster vorbei, am Maritim Hotel, an der Friedrichsau, doch für die Postkarten-Idylle haben die Vier keinen Blick. "Die Hände zusammenführen – und ab geht’s", ruft Maier dem Quartett vom Motorboot aus zu.
Dreimal Gold, dreimal Bronze – die Medaillenbilanz des Ulmer Ruderclubs Donau bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Breisach kann sich sehen lassen. Besonders die Ruderinnen trumpften auf.
"Das war wirklich ein schöner Saisonabschluss", war der Trainer des Ulmer Ruderclubs (URCD), Christian Huchthausen, durchweg zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im südbadischen Breisach. Mit drei Gold- und drei Bronzemedaillen kehrten die Ulmer von den Landestitelkämpfen zurück. Dabei trumpfte besonders die weibliche Riege auf.
Meike Dütsch hat mit dem deutschen Frauen-Achter bei der U-23-WM in Plovdiv Bronze verpasst. Während es vergangenes Jahr noch Edelmetall gab, blieb diesmal nur der undankbare vierte Platz.
Man wollte sich gegenüber dem Vorjahr steigern, doch daraus wurde nichts. 2014 holte der deutsche Achter mit Meike Dütsch vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD) noch WM-Bronze, am Sonntag passte bei den U-23-Damen - erneut mit der Ulmerin im Boot - nichts zusammen. Das Team von Trainer Volker Lechtenberg (Hanau) musste sich hinter den USA, Russland und Großbritannien mit dem vierten Platz begnügen.
Gute Nachrichten für Kerstin Hartmann vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD): Das Augenmerk des Deutschen Ruder-Verbands (DRV) liegt nach dem verpassten Finale beim Weltcup vor einer Woche nicht mehr auf dem Frauen-Achter, sondern auf dem Zweier ohne Steuerfrau.
Niederlagen für die Ulmer Ruderer: Maximilian Reinelt wurde mit dem Deutschland-Achter knapp geschlagen, Kerstin Hartmanns Frauenachter steht nach dem verpassten Finale auf dem Prüfstand.
Der Deutschland-Achter ist erneut dem Weltmeisterboot aus Großbritannien beim Weltcup-Finale in Luzern unterlegen und fährt damit nicht als Favorit zur WM im Aiguebelette (30. August bis 6. September). Im Gegensatz zu der zwei-Längen-Schlappe vor einer Woche in Henley zeigten die Männer um Maximilian Reinelt vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD) aber, dass wieder mit ihnen zu rechnen ist. Mit der Winzigkeit von acht Hundertstelsekunden, das sind umgerechnet weniger als 20 Zentimeter, hatten die Briten die Nase vorn. Deutschland sicherte sich den Gesamt-Weltcupsieg.
Eine verheerende Niederlage gegen Erzrivale Großbritannien hat der Deutschlandachter um den Ulmer Maximilian Reinelt Henley einstecken müssen.
Die Erfolgsstory der Deutschen in Henley ist beendet. Nachdem die Männer aus dem Dortmunder Stützpunkt 2010 und 2011 den „Grand Challenge Cup“ bei der Henley Royal Regatta gewannen, mussten sie dieses Jahr gegen den britischen Nationalachter eine saftige Niederlage einstecken.
Dass die Deutschen im Ziel gleich zwei Längen hinter den Hausherren lagen, hätten wohl die größten Optimisten im britischen Verband nicht zu träumen gewagt. 750 Meter lang lief alles wie erwartet. Beide Achter schenkten sich nichts und ruderten auf einer Höhe. Kurz danach zogen die Briten einen langen Zwischenspurt an, mit dem sie sich Schlag für Schlag von den Deutschen absetzten. Nach der Hälfte der 2112 Meter langen Strecke führten die Briten bereits eine knappe Länge vor dem Deutschlandachter. In der Folge fanden Reinelt und Co. keine Mittel, um an diesem Bild etwas zu ändern. Im Gegenteil.
Bei der deutschen Nachwuchsmeisterschaft in Köln war Ruderin Meike Dütsch vom URCD besonders stark. Die Ulmerin feierte zwei Titelgewinne.
Insgesamt vier Medaillen - keine schlechte Bilanz, die die Ulmer Ruderer unter ihrem Trainergespann Markus Meier/Christian Huchthausen bei der Nachwuchs-DM in Köln einfuhren. Auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen ruderten von acht gemeldeten Booten vier in die Medaillenränge. Wobei allein zwei Goldene aufs Konto von Meike Dütsch gingen, die damit ihre zuvor ausgesprochene Nominierung zur U-23- WM mehr als rechtfertigte.
Der deutsche Achter mit Maximilian Reinelt erreichte beim 2. World-Cup mit hinter Großbritannien den zweiten Platz. Ernüchterung gab es im leichten Doppelzweier mit Lena Müller und Anja Noske (Saarbrücken) sowie im Frauenachter mit Schlagfrau Kerstin Hartmann. Beide Boote mit Ulmer Beteiligung blieben hinter den Erwartungen zurück.
Ein Boot weiter, zwei in der Zusatzschicht: So lautet die erste Bilanz der Ulmer Ruderer beim World-Cup auf dem Lago di Varese. Kein direktes Weiterkommen gab es für den leichten Doppelzweier mit Lena Müller und Anja Noske (Saarbrücken). Nur die jeweils Ersten von vier Vorläufen qualifizierten sich hier direkt fürs Halbfinale. Jetzt müssen die Damen des Ulmer Trainers Markus Meier, die Vierte wurden, den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen und dort mindestens den zweiten Platz erreichen.
Am Freitag, den 19.6. startet der 2. Ruderweltcup auf dem oberitalienischen Lago di Varese. 40 km nordwestlich von Mailand testen 750 Ruderer aus 42 Nationen ihre Form. Vom Ulmer Ruderclub sind Maximilian Reinelt im Achter, Kerstin Hartmann ebenfalls im Achter und Lena Müller im leichten Doppelzweier am Start.