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Ruder-Bundesliga 2011 - Die Saison ist eröffnet

Am vergangenen Wochenende fand auf der Donau das erste gemeinsame Training des aus Waldseern und Ulmern neu gebildeten Bundesligateams statt. Mit insgesamt 12 Mann an den Riemen sowie einer kälteresistenten Steuerfrau wurde am Samstag bei niedrigen Temperaturen in Achter und Vierer trainiert.

Aufgrund von witterungsbedingten Ausfällen waren am Sonntag leider nur noch 10 Unerschrockene in der Lage zu rudern, die dann bei -10° Grad und schneidendem Wind wertvolle Trainingskilometer sammelten.

Bis zum Start der Bundesliga am 14.05.2011 werden noch einige solche Wochenenden folgen.

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Wahl zum Sportler des Jahres 2010: Raus aus dem Nischendasein

Besondere Ehre in Baden-Baden: Mit dem Deutschland-Achter ist Maximilian Reinelt bei der Wahl zum Sportler des Jahres zweitbeste Mannschaft geworden. Der 21-Jährige äußert sich zu seinen Eindrücken.

SWP: Maximilian, von den deutschen Sportjournalisten ist der Deutschland-Achter mit 1738 Punkten als zweitbeste Mannschaft gewählt worden - hinter der Fußball-Nationalmannschaft, aber noch vor dem Eishockey-Nationalteam. Wie haben Sie die hohe Ehrung in Baden-Baden aufgenommen?

MAXIMILIAN REINELT: Das ist für mich zum ersten Mal so eine Super-Auszeichnung. Das beweist, dass der Rudersport in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Sonst führen wir ja meist ein Nischendasein. Wir haben uns alle sehr gefreut. Man freut sich, dass etwas herauskommt. Man setzt sehr viel ein, da ist eine Goldmedaille wie jetzt bei der WM ein großer Lohn.

Haben Sie ein so hervorragendes Ergebnis erwartet?

REINELT: Ich habe außer den Fußballern die Eisläuferinnen und das Eishockey-Team vorn erwartet. Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir eine Chance aufs Podest haben.

War das ein besonderes Erlebnis, in Baden-Baden mit sehr guten deutschen Sportlern aus anderen Disziplinen den Abend zu verbringen?

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Ulmer starten 2011 in der 1. Männer Ruderbundesliga

Lange hat es gedauert aber seit heute ist es offiziell. Der Ulmer Ruderclub Donau wird sich im nächsten Jahr an einem Ruder-Bundesliga Team beteiligen.

Nach dem Ausstieg des Ruderverein Friedrichshafen war die Teamleitung des Bodensee-Oberschwaben-Achters vom RV Waldsee auf der Suche nach einem Kooperationspartner um weiter erfolgreich in der 1. Liga mitrudern zu können. Die Saison 2011 wird man jetzt gemeinsam bestreiten.

Damit fährt der Ulmer Ruderclub in seiner ersten Männer-RBL-Saison gleich erstklassig und die Liga-Neulinge von der Donau ergänzen den erfahrenen Kern des BO-Achters.

Haupttrainingsrevier des neugebildeten Teams wird die Donau sein, womit sich zu unseren  beiden „Achter-Platzhirschen“ bald ein drittes Team an den Wochenenden gesellen wird.

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Genfersee Regatta 2010 – die Seerunde, die keine Runde war


Startphase des Rennens an der ersten Wendeboje mit dem Genfer Wahrzeichen Jet d´Eau im Hintergrund.
Alle Bilder: © Société Nautique de Genève.

Die 38ste Ausgabe der DEFI HYPOSWISS Tour du Léman à l´Aviron am 25./26. September fand einmal mehr unter erschwerten Bedingungen statt. Trotz der schlechten Wetterprognose stellte sich eine Rekordzahl von 27 Booten mit Ruderern aus 8 Ländern der Herausforderung, den größten See der Alpenregion einmal im Uhrzeigersinn entlang der Küste zu umrunden.

Stärkere Winde aus nordwestlicher Richtung in der zweiten Tageshälfte zwangen den Veranstalter jedoch zu einer Modifikation der Streckenführung, um die Sicherheit von Mensch und Material zu gewährleisten. So wurden die Ruderer nach Absolvierung von etwas mehr als der Hälfte der Strecke in Montreux auf dem selben Wege entlang der Nordküste zurück geschickt. An dieser Stelle hatten schon 3 der insgesamt 27 Boote die Segel streichen müssen. Bis zum Ziel sollten noch 7 weitere folgen, so dass letztendlich lediglich 17 Boote nach 161 zumeist ruderisch sehr anspruchsvollen Kilometern in unruhigem Wasser die Ziellinie überquerten.

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EM 2010: Ulmer Ruderer holen zweimal Gold und einmal Silber

Bei fairen Verhältnissen und brutaler Hitze fuhren die drei Ulmer Spitzenruderer Kerstin Hartmann, Max Reinelt und Urs Käufer bei der Europameisterschaft 2010 in Montemor-o-Velho in Portugal mit zwei Gold- und einer Silbermedaille eine hervorragende Bilanz ein.


Fotos: Hansjörg Käufer

Den Auftakt aus Ulmer Sicht macht der Zweier-ohne mit Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig (Krefeld). Ihr angekündigter Angriff auf die Favoritinnen aus Rumänien ist den beiden nicht gelungen. Das Duo aus Südosteuropa wartete auf den mittleren 1000m mit einem sauberen, kraftvollen Streckenschlag auf. So konnten sie ihren Vorsprung auf 2 Längen ausbauen und gegen Schluss des Rennens den Rest des Feldes kontrollieren. Hartmann und Sinnig ruderten die ganze Strecke über auf dem Silberrang. Auf den letzten 500m musste das deutsche Duo die stark aufkommenden Kroatinnen abwehren, konnten letztlich aber mit einer knappen Länge vor Kroatien ihr Silber sichern.

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EM 2010 in Portugal: Ulmer rudern um Medaillen

Kommendes Wochenende geht in Montemor-o-Velho/Portugal die Europameisterschaft über die Bühne. Mit dabei sind die Ulmer Spitzenruderer, Kerstin Hartmann, Max Reinelt und Urs Käufer. Wenn alles optimal läuft, sind nicht nur für Max Reinelt im Deutschlandachter, sondern auch für Kerstin Hartmann (mit Marlene Sinnig im Zweier) sowie für den deutschen Vierer mit Urs Käufer Medaillen drin.

2010 ist das Jahr mit dem etwas anderen Rennkalender. Während die Ruderer sonst um diese Jahreszeit längst ihre Weltmeister ermittelt haben und ihre einzigen freien Tage genießen, stehen sie heuer mitten im Wettkampfzyklus. Der Grund: die WM findet erst Anfang November im neuseeländischen Frühling statt. Als warm-up in die „Nachspielzeit“ nutzt das deutsche Nationalteam die EM in Montemor-o-Velho. Die Kleinstadt liegt auf halber Strecke zwischen Lissabon und Porto.


Max Reinelt auf 2 im Deutschlandachter beim Welt-Cup in Luzern auf dem Rotsee      (Fotos: Hansjörg Käufer)

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Kanal-Cup 2010: Deutschlandachter wird Zweiter


Das Ziel an der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke ist nah                                     Fotos: Carsten Oberhagemann

Der Deutschlandachter musste beim Eon-Hanse-Cup auf dem Nord-Ostseekanal zwischen Breiholz und Rendsburg, seine erste Niederlage seit dem Neuanfang vor zwei Jahren hinnehmen. Hinter Großbritannien II belegte die Crew von Trainer Ralf Holtmeyer den zweiten Platz vor Großbritannien I, den deutschen U-23-Weltmeistern und dem US-Achter.

Es war die 10. Auflage des 12,7 km langen Rennens, in dessen Geschichte der Deutschlandachter erst zwei Mal geschlagen wurden. Sonst wurde das „ härteste Rennen der Welt“, wie es die Veranstalter gern nennen, immer nach der WM ausgefahren. Dieses Jahr stand alles unter anderen Vorzeichen: die WM ist erst Anfang November in Neuseeland, zwei Wochen sind es noch bis zur EM in Portugal. So kam man auf den Termin Ende August - die Athleten um Max Reinelt befinden sich mitten in der EM-Vorbereitung. Man absolvierte das Langstreckenrennen also „aus dem Training heraus“.

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Kanal-Cup 2010 in Rendsburg


Max Reinelt startet mit dem Deutschlandachter

Ganz im Zeichen des Deutschlandachters steht das kommende Wochenende. Auf und am Nord-Ostseekanal bei Rendsburg wird "50 Jahre Deutschlandachter" gefeiert. Es wird aber auch gerudert. Beim härtesten Rennen der Welt, wie die Veranstalter stolz auftrumpfen, geht es für Max Reinelt und seine Kollegen aus dem Achter gegen starke Konkurrenz.

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Auf dem Weg zur WM 2010 in Neuseeland


Alle Bilder: Hansjörg Käufer

Für das Ulmer Trio geht es in die heiße Phase und auf große Reise
Breisach, Dortmund, Hamilton/Neuseeland, Montemor-o-Velho, Rendsburg, Sacramento und Weißensee/Kärnten. Mit Ausnahme von Dortmund lesen sich diese Namen wie Auszüge aus einem Reisekatalog. Tatsächlich handelt es sich um die nächsten Stationen der drei Ulmer Spitzenruderer Kerstin Hartmann, Max Reinelt und Urs Käufer. Keine Urlaubsstimmung, dafür umfangreiches Training, schwere Wettkämpfe, lange Reisen - die drei Ulmer sehen in den nächsten zehn Wochen einer Ochsentour entgegen.

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BaWü 2010: Juniorinnen trumpfen auf

Die Juniorinnen des Ulmer Ruderclubs machten ihrem Coach Marcus Maier in Lauffen Freude: Der Doppel-Vierer mit Steuerfrau sicherte sich den Landesmeister-Titel. Bald soll Maier Hilfe bekommen.

Uwe Hallm hat den Ulmer Ruderclub Donau (URCD) verlassen, zurzeit ist Marcus Maier allein verantwortlich für die Trainingsarbeit im neuen Zentrum. Dessen Fertigstellung liegt in den letzten Zügen, in diesen Tagen werden die Geräte für den Kraftraum geliefert - einem intensiven Wintertraining steht also nichts im Wege. Was die Verpflichtung einer weiteren Trainerin angeht, sei man "auf einem guten Weg", sagt der sportliche Leiter Raimund Hörmann.

Bei den Landesmeisterschaften in Lauffen holte der Doppelvierer der B-Juniorinnen den einzigen Titel für den URCD. Lara Mücke steuerte das Boot mit Kim Hartmann, Lena und Christin Lind sowie Anna Steinle zum Sieg. Die jüngere Schwester von Weltcup-Starterin Kerstin Hartmann stand auch im Zweier ohne im Finale. Hier wurde sie mit Pia Patzwald Vierte. Im Doppel-Zweier hieß ihre Partnerin Anna Steinle. Als Vorlaufsiegerinnen waren die beiden in den Endlauf eingezogen: Dort lief es dann nicht mehr rund. Es blieb Platz sechs.

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Reinelt auf Wolke sieben

Drei Ulmer in Luzern, und wieder kehrt einer als Sieger heim. Max Reinelt scheint mit dem Deutschland-Achter unschlagbar. Jetzt wird das große Boot aber erst einmal eine Weile eingemottet.

Max Reinelt war auf dem Weg zwischen Luzern und Dortmund bester Laune - trotz tropischer Temperaturen im Auto. Nachdem der Deutschland-Achter auch beim Weltcup-Finale auf dem Rotsee nicht zu schlagen war, ist das Ticket zur Weltmeisterschaft in Neuseeland ganz offiziell gebucht. "Für Lukas und mich ist diese Saison natürlich ein einziger Traum", sagt Reinelt.

Lukas, heißt mit vollem Namen Lukas Müller, ist Reinelts Zweier-Partner und der zweite Neuling im Weltmeister-Achter des Vorjahres. Die beiden werden nach der kurzen Pause, wenn es in die WM-Vorbereitung geht, wieder verstärkt zusammen gespannt. "Wenn jetzt die heiße Phase losgeht, werden wir erstmal intensiv an den Grundlagen und im Kleinboot arbeiten", erklärt Reinelt: "So ein Achter lebt ja viel von der Stimmung, den kann man auch tot trainieren." Dieses Risiko will keiner eingehen.

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Henley Royal Regatta: Reinelts besonderer Moment


Max Reinelt und der Riesenpott: Der Ulmer war beeindruckt. Foto: coh

 

Zum fünften Mal in der Geschichte hat ein Ulmer Ruderer bei der Henley Royal Regatta gewonnen. Max Reinelt saß im siegreichen Achter.

"Da ist das Ding", stellte Sebastian Schmidt fest, ehe der Schlagmann des deutschen Achters den Pokal in die Höhe wuchtet. Das Ruder-Flaggschiff hat gestern den ältesten Preis erobert, den es im Achter-Rudern zu gewinnen gibt: den Grand Challenge Cup in Henley.

Schon im Halbfinale hatte die Crew den größten Kontrahenten, Olympiasieger Kanada, klar auf Distanz gehalten. Gestern waren die Neuseeländer chancenlos. Der Sieg des seit eineinhalb Jahren ungeschlagenen Boots war eine Demonstration der Stärke.

Für Trainer Ralf Holtmeyer war es in wechselnden Funktionen der achte Sieg, für Reinelt der erste und der fünfte für einen Ulmer. 1970 saß Gerhard Auer im Bodensee-Vierer, 1981 war es der Doppel-Vierer mit Raimund Hörmann und Dieter Wiedenmann, später noch Johannes Barth und 2003 Daniel Held den Thames Challenge Cup.

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"Max wird Weltmeister"

Irgendein Reinelt steht immer in den Siegerlisten des Ruder-Cups. Georg und Robert mussten die Familie dieses Wochenende allein vertreten, denn die beiden Ältesten waren anderweitig im Einsatz.

Robert ist der jüngste der Reinelts, und spätestens seit dem Weltcup-Erfolg des Deutschland-Achters in München vielen Menschen bekannt. Er war der erste, der seinem Bruder Max nach dem Sieg gratulierte, direkt am Siegersteg in Oberschleißheim. "Ich hab mich durch die Presse durchgemogelt", erzählt der 15-Jährige: "Das Bild von uns war in vielen Zeitungen."

An den vergangenen beiden Tagen war Robert aber wieder in eigener Sache unterwegs. Drei Siege hat er beim Ruder-Cup geholt: Mit seinem Partner Georg Lutz im Zweier ohne der Junioren, aber auch im Einer. Da ließ das Leichtgewicht die schwerere Konkurrenz aus dem eigenen Lager hinter sich.

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Der Nachwuchs tut sich noch schwer

Beim Ulmer Ruder-Cup hat sich der eigene Nachwuchs ganz ordentlich geschlagen. Es ist aber auch offensichtlich, dass sich ein kleines Loch auftut.

Wenn nichts mehr dazwischen kommt, werden in zwei Wochen drei Ulmer beim prestigeträchtigen Weltcup in Luzern die deutschen Farben vertreten. Das ist eine Art neuer Vereinsrekord. Doch hinter den aktuellen Stars Max Reinelt (21), Urs Käufer (26) und Kerstin Hartmann (22) tut sich eine Lücke auf. Im Junioren-Bereich sieht es nicht so rosig aus für den URCD.

Das beweist ein Blick in die Ergebnislisten der deutschen Junioren- und U23-Meisterschaften, die zeitgleich mit dem heimischen Donau-Cup in Essen stattgefunden haben. Nur einer schaffte es ins Finale: Max Huber landete mit dem baden-württembergischen Achter bei den B-Junioren auf dem fünften Platz. Für alle anderen kam früh das Aus, viel zu früh für den Geschmack der Verantwortlichen beim URCD.

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Schönheitsfehler beim Casting

Das Dortmunder Ruder-Zentrum hat im Vierer-Rennen von Duisburg den Kürzeren gezogen. Die mit Achter-Weltmeistern bestückten Boote landeten auf den Plätzen hinter einem jungen Berliner Quartett.

Es war ein kleiner Betriebsunfall auf der Wedau. Ein Berliner Quartett mischte sich ins Achter-Casting ein, zog im Vierer an allen vier Kandidaten-Booten vorbei. "Die waren einfach gut", meinte Bundestrainer Ralf Holtmeyer, der aber mit zwei seiner Crews auch zufrieden war. Die Sportler jedoch wurmte die unerwartete Niederlage.

Nach der nicht optimal gelaufenen Zweier-Rangliste musste Urs Käufer in Boot III Platz nehmen. Mit Zweier-Partner Jochen Urban, Florian Mennigen und Gregor Hauffe auf Schlag war er unterwegs. Auf den letzten 500 Metern packte Hauffe einen Spurt aus wie in guten alten Zeiten: Boot III war am Ende Nummer eins, zumindest intern. Die favorisierte Crew von Sebastian Schmidt kam kurz dahinter an. Die anderen lagen zurück, wobei vor allem Filip Adamski mit dem Ulmer Max Reinelt an Bord Boden verlor im Kampf um die Achter-Plätze.

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Head Races – die Langstreckenrennen

Schon der Name zeigt, woher die Langstreckenrennen in Frühjahr und Herbst kommen, aus England. Mutter aller Head Races ist das "Head of the River Race" von 1926. Für jeden in England ist klar, welcher River das ist, nach dem Motto – "Es kann nur einen geben" – die Themse in London. Gestartet wird mit fliegendem Start an der Chiswick Bridge im Westen von London mit ca. 10 Sekunden Abstand zwischen jedem Achter.

Großmutter ist das "Boat Race" von 1829. Jeder in England weiß auch, welche Boote und welche Mannschaften auf welchem Fluss hier um die Wette fahren: die beiden Achter der Universitäten Oxford und Cambridge, seit 1845 auf der gleichen Strecke auf der Themse wie beim "Head" – einziger Unterschied: beim "Head" wird mit der Strömung flussabwärts von Mortlake nach Putney gerudert, beim "Boat Race" dagegen flussaufwärts, aber auch mit der Strömung – auf dem "Championship Course" über 6,8 km. Möglich machen's Ebbe und Flut d.h. die Themse in London ist ein Gezeitenstrom, der sogenannte "Tideway".


Die Putney Bridge - Ziel beim Head und Start beim Boat Race

Beide Rennen finden vor Ostern statt, das Boat Race meistens am Palmsamstag oder Palmsonntag, das Head mit 420 Achtern am Samstag eine Woche davor. Es kann aber auch vorkommen, dass beide Rennen am selben Tag gestartet werden, in aller Herrgottsfrühe das "Head" bei Ebbe und nachmittags zur besten Fernsehzeit bei Flut das "Boat Race". Maßgebend ist der Gezeitenplan für die Flut am Palmsamstag bzw. Sonntag d.h. die Flut muss genau ins Nachmittagsprogramm des Fernsehens passen, 2010 ist es am 3. April um 17:30 Uhr MESZ und wird auf Eurosport übertragen.

Das Head hat zahlreiche Nachahmer gefunden: seit 1933 gibt es das "Head of the River Amstel" in Amsterdam über 8 km, seit 1965 das "Head oft the Charles" über 5,1 km in Boston in den USA, in Deutschland gibt es seit über 30 Jahren in Passau das "Inn River Race" über 5,5 km.


Die Hammersmith Bridge - beim Head ist jetzt mehr als die Hälfte geschafft, jetzt kommt nur noch Harrods Warehouse, das Fußballstadion von Fulham und dann gleich der Endspurt.

Um 420 Achter so zum Start zu manövrieren, dass sie nachher in der richtigen Reihenfolge die Startlinie in Richtung Ziel überfahren, bedarf es umfangreicher und ausgeklügelter Logistik. Alle Achter werden in Startsektionen zu 50 Booten eingeteilt, die erste ist etwas größer. Wenn eine Sektion langsam im Uferbereich auf der Surrey Seite der Themse zum Start rudert, wird sie von Boot 50 angeführt, letztes ist das Boot 1. Ist die Sektion deutlich oberhalb der Startlinie angekommen, wird ein Böllerschuss abgefeuert als Zeichen, dass alle Boote dieser Sektion zur Flussmitte hin wenden sollen. Jetzt liegt Boot 1 an der Spitze. Kurz vor der Chiswick Bridge nimmt Boot 1 volle Fahrt auf und wird direkt an der Brücke aufgerufen: "Number 1 – row!" Beim Kommando "row!" wird die Startzeit genommen.

Während diese Sektion von der Surrey Seite aus startet, rudert die nächste Sektion im Uferbereich der gegenüber liegenden Middlesex Seite wie gerade eben beschrieben, bis die ganze Sektion deutlich oberhalb der Startlinie ist. So geht das dann bis zum Schluss: die eine Sektion wendet, die andere rudert, bis sie oberhalb des Starts ist.

In London waren schon oft Ulmer am Start, teilweise mit mehr als zwei Achtern. Zuletzt 2004 bei einem historischen Head, das erste, das in Friedenszeiten nicht stattfand, abgesagt anderthalb Stunden vor dem Rennen wegen zu stürmischem Wellengang, schade, wenn man einen so weiten Weg bis zum Rennen zurückgelegt hat.

2010 ist es jedoch wieder soweit, am Samstag, den 27. März um 14:15 Uhr MEZ. Obwohl die Regattaleitung versucht hatte, die Mannschaft des resolut-Achters zur Masters-Regatta am Tag nach dem Head weg zu mobben, gab es am Ende doch noch einen Startplatz für das richtige Head: Platz 221 von 400 Startplätzen, 20 weniger wie in den Vorjahren "wegen Bauarbeiten". Für den Schreiber dieser Zeilen wird es das 9. Head sein, das erste war 1979.


Auszug aus der Startliste 2010

Wie entstand das Head? Scheinbar war Langstreckenrudern in England 1926 nicht sehr beliebt. Denn Steve Fairburn, der das Head 1926 ins Leben gerufen hat, gab als Grund dafür an: " "My dear boy, you are under a wrong impression. It is not a race, it is merely a means of getting crews to do long rows".

In der Zwischenzeit gibt es Langstreckenrennen, die um ein vielfaches länger sind als alle Head Races wie z.B. der Boston Marathon in England über 49,5 km oder die Tour de Lac, 160 km rund um den Genfer See, die Olaf Behrend vom URCD mit einem Team aus Karlsruhe in den letzten drei Jahren in Folge gewonnen hat. Da würde Steve Fairburn sicher nicht meckern.

 INFO 
The Boat Race
The Head of the River Race
Video für Steuerleute beim Head of the River
Head of the Charles

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Wahl zum Sportler des Jahres 2009: Spaß in Baden-Baden

Für den Ulmer Ruderer Urs Käufer geht ein glänzendes Jahr mit einer glänzenden Trophäe zu Ende. Bei der Wahl zu den Sportlern des Jahres landete der Deutschland-Achter auf dem dritten Platz.
Urs Käufer muss derzeit den guten Zwirn häufig aus dem Schrank holen. Vor einer Woche wurde der Deutschland-Achter in der Essener Grugahalle mit dem "Felix Award" als beste Mannschaft Nordrhein-Westfalens ausgezeichnet. Am Sonntag Abend gab's nun Bronze bei der Wahl der Sportler des Jahres 2009.

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Ulmer Ruderer gut beim Leistungstest

Langstrecke Dortmund Ulmer Ruderer gut beim Leistungstest

Bei widrigen Bedingungen ruderte Deutschlands Elite auf dem Dortmund-Ems-Kanal eine erste Rangliste im Hinblick auf 2010 aus. In den 6km langen Kurs peitschte ein mächtiger Gegenwind der schwierig zu rudernde Wellenberge gegen die Boote auftürmte und so den Athleten physisch und technisch alles abverlangte. Auf diesem Acker schnitten die Ulmer allesamt gut ab und zeigten, dass nächstes Jahr mit ihnen zu rechnen ist.

Ganz vorne konnte sich Urs Käufer platzieren Er und sein neuer Partner Jochen Urban (Krefeld) zeigten sich von den schwierigen Bedingungen wenig beeindruckt. In 21:03 landeten sie zwei Sekunden hinter den Siegern Philip Narhuhn/Marco Neumann (Halle/Magdeburg) zeitgleich mit Toni Seifert/Lukas Müller (Leverkusen/Düsseldorf) auf dem zweiten Platz. „Jochen hat von Anfang an eine hohe Frequenz angeschlagen, gelaufen ist das Boot immer gut, da war mir unterwegs klar, dass das irgendwo vorne reingehen muss“ analysierte Käufer das Rennen. "Wir sind natürlich total zufrieden, aber es war höllisch anstrengend".

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"Ruderclub legt sich ins Zeug" - Presseecho vom Besuch des Deutschlandachters in Ulm

SÜDWEST Presse Ulm vom 12.11.2009: Deutschlandachter taucht auf

SÜDWEST Presse Ulm vom 16.11.2009: Ruderclub legt sich ins Zeug

Neu-Ulmer Zeitung vom 16.11.2009: Mehr als eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

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SONNTAG Aktuell Ausgabe Ulm vom 15.11.2009 von Ute Gallbronner

Rudern: Training und Grundstein legen

Der Achter macht Wellen auf der Donau

Der hohe Besuch ist gestern frühmorgens schon mächtig ins Schwitzen gekommen: Der Deutschland-Achter zog seine Bahnen im Ulmer Nebel. Auch Kerstin Hartmann zeigte ihrer Zweier-Partnerin Marlene Sinnig ihr Heimatrevier.

Morgens um 8 Uhr wurde der pinkfarbene Deutschland-Achter zu Wasser gelassen. Entgegen der ursprünglichen Absicht hatten die Weltmeister doch ihr eigenes Boot mit nach Ulm gebracht. Ummontieren, Sitze einstellen - das alles war ihnen zu viel Aufwand. Dann doch lieber das 17,5 Meter lange Boot verladen und die 500 Kilometer über die Autobahn karren. Man ist das ja gewohnt. So blieb das Boot der Ulmer Jungsenioren im Schuppen.

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