Abgesehen von ihren Rennen auf dem Olympiabecken bei München und ein paar Trainingsaufenthalten in Breisach hatten die Ruderer des Deutschlandachters mit dem süddeutschen Raum bislang wenig am Hut. Dies ändert sich nun, denn am Wochenende vom 13.-15.11. trainieren und feiern die aktuellen Weltmeister in Ulm. Mit von der Partie sind auch die WM-Vierten im Zweier, Kerstin Hartmann mit Partnerin Marlene Sinnig (Krefeld) sowie deren Trainer Werner Nowak.
Am 24. und 25. Oktober 2009 fand der 16. Ländervergleichskampf im Rudern zwischen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt.
In Hanau gingen auf dem Main in 50 Rennen insgesamt 466 Boote an den Start. Aufgrund dieser hohen Teilnehmerzahl und den durch die Wasserschutzpolizei festgelegten Schifffahrtspausen mussten die Rennen im Drei-Minuten-Takt gefahren werden. Das stellte nicht nur die Organisatoren des Hanauer Regattavereins, bestehend aus Hanauer Rudergesellschaft 1879 und dem Hanauer RC „Hassia“, vor eine Herausforderung, sondern auch die jungen Ruderer, die teilweise noch nicht so viel Regattaerfahrung gesammelt hatten.
Am Samstag gingen für den Ulmer Ruderclub elf Ruderer unter Aufsicht der Trainer Anne Köhler und Patrick Ganghof an den Start. Hierbei konnten Kim Hartmann, Leon u. Max Huber, Christin u. Lena Lind, Pia Patzwald, Barbara Peitz, Philipp Rapp, Robert Reinelt, Carolin Strähle und Lukas Winkelmann drei Siege, vier zweite Plätze und einen dritten Platz einfahren.
Für eine besonders erfreuliche Überraschung sorgte Lukas Winkelmann mit seinem Sieg im Jungen-Einer der Altersklasse 96/97, da der LVK die erste Regatta war, an der er teilnahm.
Urs Käufer ist im August mit dem Nationalteam Ruder-Weltmeister in Posen (Polen) geworden. Beim Tübinger Herbstsprint erzählte der 24-Jährige dem TAGBLATT, warum er sich auf dem Wasser oft quälen muss und wie sich sein Abspecken zur Sport-Leidenschaft gemausert hat.
Nord-Ostsee-Kanal. 12,7 Kilometer von Breiholz bis zur Rendsburger Eisenbahnhochbrücke. Nur die Medaillengewinner von Peking, die Nationalachter von Kanada, Großbritannien, den USA, und der Deutschlandachter als amtierender Weltmeister sind am Start in der 9. Auflage dieses Rudermarathons. Es wird keine Sonntagsfahrt. 12,7 km Streckenlänge, starker Wind und teilweise waagrechter Regen und dazu noch hochkarätige Gegner fordern alles von allen Beteiligten.
Maximilian Reinelt (rechts) und Hannes Heppner konnten im Zweier ohne keine "Final- Akzente" setzen. Am Ende blieb nur der sechste und letzte Platz. Foto: dpa
Duo Reinelt/Heppner im Finale ohne Chance Am Ende mussten sie sich der erfahrenen Konkurrenz beugen: Maximilian Reinelt und Hannes Heppner wurden im Finale der Ruder-EM am 20.9.09 nur Letzter. Das Duo war über den Hoffnungslauf ins Finale gestoßen.
Der Ulmer Maximilian Reinelt und sein Partner Hannes Heppner (Ratzeburg) haben bei der EM in Brest/Weißrussland im Finale den sechsten und damit letzten Platz belegt. Nach einer engagierten Vorstellung im Hoffnungslauf, als sie sich mit dem zweiten Platz hinter Frankreich den Finaleinzug sicherten, fanden Reinelt und Heppner gestern nicht recht ins Rennen.
European University Rowing Championships in Kruszwica (Kruschwitz) in Polen 02.09-05.09.2009
. . . and from the University of Ulm
Nach ihrem Sieg im Doppelzweier bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Schwerin im Juli durften Tobias Knörgen und Johannes Kirsten vom URCD die Universität Ulm noch bei den European University Rowing Championships (EURC) vertreten.
Der dritte Platz war also Pflicht für Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig im ersten Halbfinale im Frauen Zweier ohne Steuermann bei der WM in Posen. Mit einer Zeit von 7:33.88 haben sie eine Punktlandung gemacht und kamen nach Neuseeland (7:24.63) und Großbritannien (7:28.36) auf den dritten Platz.
Die Französinnen auf Platz 4 brauchten 7:36.89 Minuten für die 2000 m Strecke. Die großen Zeitlücken zwischen den einzelnen Booten sind ein Hinweis, dass mehr auf Platz als auf Zeit gefahren wurde und möglichst viel Kraftreserven fürs Finale aufgespart werden sollten.
Im zweiten Lauf qualifizierten sich fürs Finale am Samstag die USA (7:19.55), Australien (7:21.82) und Rumänien (7:23.38). Das Finale findet am Samstag, den 29.8.2009 um 11:33 Uhr statt und wird auf Eurosport und hier live übertragen.
Nach dem tollen Auftakt von Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig (Krefeld) im Zweier-ohne hat der Deutschlandachter mit Urs Käufer am zweiten Wettkampftag nachgelegt. Die von Ralf Holtmeyer (Dortmund) trainierte Crew dominierte ihren Vorlauf und steht dadurch bereits im Finale das am Sonntag um 13:03h (Live bei Eurosport) auf die Strecke geschickt wird.
Das war ein WM-Auftakt nach Maß: Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig (Krefeld) siegten mit einer starken Leistung unangefochten in ihrem Vorlauf im Frauen Zweier-ohne. Das deutsche Duo steht damit bereits im Halbfinale das am Donnerstag gerudert wird.
Marlene Sinnig/Kerstin Hartmann
Mit 22°C, kaum Wind und einem wolkenlosen Himmel herrschten am Sonntagvormittag ideale Bedingungen für die Ruderer. Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig schien das besonderes geschmeckt zu haben, denn von ihrer in den World-Cups gezeigten Vorlaufschwäche war auf dem Malta-See nichts mehr zu spüren.
Käufer im Flaggschiff, Hartmann mit Chance Zwei Ulmer starten bei der Ruder-WM
Bei der Ruder-WM in Posen sind auch zwei Ulmer mit im Boot. Im Zweier ohne rechnet sich Kerstin Hartmann gute Chancen aus. Urs Käufer zählt mit dem Deutschland-Achter sogar zu den Favoriten.
Morgen, Samstag beginnt in der polnischen Messestadt Posen die Ruder-Weltmeisterschaft mit der Eröffnungsfeier. Mit dabei sind auch zwei vom Ulmer Ruderclub Donau (URCD): Kerstin Hartmann und Urs Käufer haben sich mit ihren herausragenden Saisonleistungen qualifiziert. Sportlich ernst wird es ab Sonntag. Dann steht für den Zweier-ohne mit Hartmann und ihrer Partnerin Marlene Sinnig (Krefeld) der Vorlauf auf dem zwei Kilometer langen Malta-Kurs im Osten der 300.000-Einwohner-Metropole an. Der Deutschland-Achter mit Urs Käufer startet am Montag mit seinem Vorlauf in die WM-Woche.
Heute vor 25 Jahren gelang dem Doppelvierer Ulm/Ingelheim bei Olympia 1984 in Los Angeles der große Coup
Heute vor einem Viertel Jahrhundert gewann Raimund Hörmann bei den Olympischen Spielen in Los Angeles im Rudern mit der Renngemeinschaft Ulm/Ingelheim die Goldmedaille im Doppelvierer.
Der heutige Tag beginnt für Raimund Hörmann wie immer. Um halb fünf klingelt der Wecker, Arbeitsbeginn für den Metzgermeister in seinem Betrieb. Doch wenn sich der erste Stress gelegt hat, werden die Gedanken des 52-Jährigen gewiss ins Jahr 1984 zurückgehen. Exakt heute vor 25 Jahren gewann der Ulmer Ruderer zusammen mit seinem Vereinskameraden Dieter Wiedenmann, der 1994 schon früh mit 37 Jahren verstarb, sowie den beiden Ingelheimern Michael Dürsch und Albert Hedderich bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Goldmedaille im Doppelvierer. "So was vergisst man nicht. Das war die Krönung meiner Laufbahn", sagt Hörmann nicht ohne Stolz und erinnert sich an dieses Rennen exakt zurück.
Christian Schwaderer hat einmal mehr beim ersten Teil der Ruder-Landesmeisterschaften für die herausragenden Ulmer Ergebnisse gesorgt.
In Breisach suchten die Ruderer die baden-württembergischen Meister. Christian Schwaderer hinterließ bei den B-Junioren den stärksten Eindruck. Er ruderte in seinem Einer-Vorlauf vorne weg, ebenso im Halbfinale. Im Endlauf schließlich ließ der 16-Jährige nichts anbrennen und verwies die Mannheimer Philipp Klüter und Lars von Deyn deutlich auf die Plätze. Fünfter wurde Teamkollege Julian Swoboda, der ebenfalls das Finale erreicht hatte.
Ruder-Weltcup: Käufer siegt in Luzern im Achter - Kerstin Hartmann bärenstark im Zweier
Jetzt dürfen sie sogar von einer WM-Medaille träumen: Kerstin Hartmann (hinten) mit ihrer Partnerin Marlene Sinnig. Foto: Carsten Oberhagemann
29 Jahre hat es gedauert. Jetzt hat der Ulmer Ruderclub Donau wieder einen Rotsee-Sieger - und beinahe wären es sogar zwei geworden.
Daheim bejubelten 10 000 Zuschauer die Stürze falscher Italienerinnen in die Donau. In Luzern erfreute sich die kleine Delegation des Ruderclubs URCD am Flug von Martin Sauer in den Rotsee. Dem traditionellen Bad des Steuermanns war ein überragender Sieg des Deutschland-Achters vorangegangen, in dessen Bug Urs Käufer saß.
Es war die dritte Silbermedaille für Maximilian Reinelt bei einer Ruder-WM. Dieses Mal passierte es bei den U-23-Titelkämpfen in Racice.
von UTE GALLBRONNER
Gestern Abend kurz nach 21 Uhr war die Stimmung glänzend im tschechischen Racice. Abschlussbankett bei der U-23-Weltmeisterschaft. Auch die deutschen Achter-Recken gingen wieder aufrecht, Silbermedaillen baumelten am Hals. Nur den starken Polen hatten sie sich am Nachmittag geschlagen geben müssen.
Es dauerte eine Weile, bis sie sich von ihrem Rennen erholt hatten. "Die Jungs haben alles gegeben. Sie konnten kaum noch zur Siegerehrung laufen", sagte U-23-Bundestrainer Thomas Affeldt, für den letztlich die "mentale Stärke" der Crew ausschlaggebend war, dass es nach schwächerem Start noch geklappt hatte mit dem Podest.
Im Rennen der Doppelzweier bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften am 11. und 12. Juli 2009 siegte die Uni Ulm (URCD) in 3:11.69 vor Erlangen-Nürnberg (3:12.62) und Karlsruhe (3:12.64)
Tobias Knörgen und Johannes Kirsten vom Ulmer Ruderclub
Sehr erfolgreich präsentierten sich Kerstin und Urs beim World-Cup in München. Kerstin holte im Zweier mit ihrer Partnerin Marlene Sinnig Bronze. Der Vierer mit Urs, Filip Adamski (Mannheim), Richard Schmidt (Trier) und Christopfh Wilke (Radolfzell) holte Gold. Nach Silber und Bronze (beides 2006) war dies der erste World-Cup Sieg für Urs.
Wie erwartet kam es im Finale zu dem Duell zwischen dem Adamski-Vierer (Deutschland 2) und ihren Dortmunder Kameraden Sebastian Schmidt (Mainz), Toni Seifert, Gregor Hauffe (beide Leverkusen) und Florian Menningen (Ratzeburg), die als Deutschland 1 ins Rennen gingen. Dieses Quartett setzte sich zu Beginn des Rennens an die Spitze, eine knappe Länge dahinter Urs und Co, gefolgt von den Briten, Slowenien, der Tschechei und Weißrussland. Deutschland 2 hatte in diesem Rennen die bessere Technik zu bieten und profitierte davon vor allem auf der zweiten Streckenhälfte. Das Quartett wirkte dort frischer und schob sich immer näher an Deutschland 1. Kurz nach der 1500m-Marke war es dann soweit: Deutschland 2 übernahm die Führung. Im Ziel lagen Urs und Kollegen eine knappe Länge vor Deutschland 1. Die Briten, vor drei Wochen in Barcelona noch Sieger, holten in diesem Klasserennen nur Bronze.
Einen Abstecher in die Schweiz haben die Ulmer Ruderer am vergangenen Wochenende (6./7.Juni 2009) gemacht. Die Jüngsten haben zuvor schon in Breisach geglänzt.
Georg Lutz und Robert Reinelt haben allen Grund zum Strahlen. Die beiden haben in Breisach ihr großes Ziel erreicht: Sie qualifizierten sich für die nationalen Bestenkämpfe der 13- und 14-jährigen Ruderer. Georg ist im schweren Einer dabei, Robert im leichten.
Die Ratzeburger Regatta erlebte dieses Jahr ihre 50. Auflage. Auf dem Küchensee stand für die deutschen Spitzenruderer mit einer erneuten Kleinboot-Rangliste ein wichtiger Wettkampf an. Cheftrainer Hartmut Buschbacher wollte drei Wochen vor dem ersten World-Cup Auftritt der DRV-Flotte den aktuellen Leistungsstand prüfen. Die Ulmer Ruderer Kerstin Hartmann, Urs Käufer und Max Reinelt konnten, wie schon im April, vordere Plätze einfahren, stehen aber nicht mehr ganz so gut da, sie rutschten allesamt einen Platz nach hinten.
Kerstin Hartmann, die mit ihrer neuen Partnerin Marlene Sinnig (Krefeld) ungeschlagen nach Ratzeburg reiste, fand in Kathrin Reinert (Heilbronn) und Nina Wengert (Saarbrücken) diesmal ihre Bezwingerinnen. Bis zur Streckenhälfte sah es für Hartmann und Sinnig gut aus, sie führten mit einer knappen Länge. Das bessere Stehvermögen zeigten bei starkem Gegenwind jedoch Wengert und Reinert, die im Ziel 1 ½ Längen vor der Renngemeinschaft Ulm/Krefeld lagen. „Wir hatten uns das natürlich nicht gewünscht, leider sind wir auf der 2. Hälfte nicht mehr so sauber gerudert,“ kommentierte Kerstin Hartmann ihr Rennen.