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WM 2011: Erst der Rücken, jetzt der Virus: Aus für Zweier

Es hat nicht sollen sein: Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig dürfen heute nur im B-Finale der WM antreten. Der Achter blieb weiter ungeschlagen.

Der Deutschland-Achter mit Max Reinelt ist bei der WM im slowenischen Bled auf Titelkurs. Als Sieger des zweiten Halbfinals zog das Flaggschiff ins heutige Finale ein. Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig wurden in ihrem Halbfinale dagegen nur Sechste und müssen damit heute im B-Finale Platz sieben oder acht holen, um Deutschland den Quotenplatz im Zweier ohne Steuermann bei den Olympischen Spielen 2012 zu sichern.

Es sind wahrlich nicht die Titelkämpfe des deutschen Frauen-Zweiers, vor allem nicht die der Marlene Sinnig. Erst hatte die Krefelderin mit einer Rückenverspannung zu kämpfen, kaum hatten die Physiotherapeuten sie davon befreit, erwischte sie den Magen-Darm-Virus, der in einem der WM-Hotels umgeht. 17 deutsche Athleten und nochmal so viele Bewohner aus anderen Nationen sind betroffen. Die inzwischen eingeschaltete slowenische Gesundheitsbehörde hat in zwei Fällen den Noro-Virus als Auslöser ausgemacht.

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WM-Telegramm: Kerstin und Marlene sind ein Runde weiter und stehen im Halbfinale

Obwohl Marlene Sinnig noch nicht vollständig gesund ist, ruderte sie heute den Hoffnungslauf. Der 3. Platz war notwendig um ins Halbfinale am Mittwoch zu gelangen. Hinter Rumänien, Italien und Argentinien ruderten die Deutschen bis 1000m an vierter Stelle. Danach erhöhten sie den Druck und  zogen Schlag für Schlag an den an dritter Stelle rudernden Argentinierinnen vorbei. Auf den letzten 500m ruderten Sinnig/Hartmann von allen Booten am schnellste Teilzeit sodass der dritte Platz, eine knappe Länge vor Argentinien, nicht gefährdet war.
 
Fürs Halbfinale hoffen beide auf die vollständige Genesung von Marlene Sinnig.

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Wechselhaft im WM-Wellenbad

Max Reinelt und Urs Käufer ruderten mit ihren Crews direkt ins WM-Halbfinale. Dagegen hatte Kerstin Hartmann Pech: Ihre Partnerin wurde krank.

Den Auftakt der Ruder-WM im slowenischen Bled hatte sich Kerstin Hartmann anders vorgestellt: Ihre Partnerin Marlene Sinnig (Krefeld) musste kurz vor dem Start des Zweier ohne passen. "Wir haben Marlene aus medizinischen Gründen raus genommen", sagte Cheftrainer Hartmut Buschbacher. Für die erkrankte Krefelderin kam Katrin Reinert ins Boot.

Gemeinsam mit der Heilbronnerin ist Kerstin Hartmann groß geworden - zumindest was das Rudern angeht. Vor fünf Jahren wurden sie Junioren-Weltmeister. Als die ein Jahr ältere Reinert zur den Erwachsenen aufrückte, den Sprung in den Frauen-Achter schaffte, begann für Kerstin Hartmann eine Durststrecke, bis sie mit Marlene Sinnig durchstartete.

Obwohl sich Hartmann und Reinert gut kennen, waren sie im WM-Vorlauf chancenlos. Der Zweier ist die technisch schwierigste Bootsklasse, erfordert präzise Feinabstimmung und die lässt sich mit einer Probefahrt nicht umsetzen. So war es kein Wunder, dass die Crew den zweiten Platz, der direkt ins Halbfinale geführt hätte, klar verfehlte.

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WM 2011: London im Blick

Ulm schickt ebenso viele Athleten zur Ruder-WM wie die zwölf Klubs der Hansestadt Hamburg zusammen. Im slowenischen Bled vertreten Kerstin Hartmann, Urs Käufer und Max Reinelt die URCD-Farben.

Am Fuße der Julischen Alpen messen von morgen bis zum 4. September 1200 Athleten aus 68 Ländern ihre Kräfte bei der Ruder-WM. Das sind so viel wie nie zuvor. Kerstin Hartmann im Zweier ohne, Max Reinelt im Achter und Urs Käufer im Vierer ohne Steuermann vertreten die Farben des Ulmer Ruderclub Donau. Beim Klub sind sie stolz auf die drei Vorzeigeathleten, man kann sich mit Ruder-Hochburgen messen, auch wenn man derzeit im U-23- und Juniorenbereich international nicht dabei ist.

In Bled geht es nicht nur um WM-Medaillen. Es werden auch drei Viertel der Startplätze für die Olympischen Spiele 2012 an die Nationen vergeben. Im Achter zum Beispiel, sind die ersten sieben Boote für London qualifiziert. Dass Max Reinelt und seine Mitstreiter dabei Probleme haben könnten, daran glaubt niemand. Der Titelverteidiger vom Stützpunkt Dortmund rudert seit der Havarie von Peking 2008 von Sieg zu Sieg - egal in welcher Besetzung Ralf Holtmeyer sein Flaggschiff an den Start schickt.

Die Konkurrenz ist mit zwölf Booten aber stark wie nie. Aufpassen muss die Crew vor allem auf die Boote aus den USA, den Niederlanden und Großbritannien. Den Briten, die natürlich besonders ehrgeizig sind, fehlten bei der WM in Neuseeland nur zwei Meter auf die Deutschen. "Unser klares Ziel ist Gold. Wir wollen unseren Titel verteidigen. Wir konnten in den vergangenen Wochen auch gut arbeiten", blickt der hoch motivierte Max Reinelt seinem WM-Einsatz entgegen.

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Weltcup 2011: Nächster Donnerschlag in Luzern

Es geht weiter wie gehabt: Der Deutschland-Achter ruderte in Luzern zum nächsten Sieg, das Großboot der Frauen dagegen hinterher. Der Vierer mit Urs Käufer landete auf dem vierten Platz.

Es scheint langsam so, als würde der deutsche Achter immer ein Donnerwetter mit seinen Siegen hervorrufen. Wie beim Weltcup in Hamburg zog auch in Luzern vor dem Finale ein heftiges Gewitter auf. Im strömenden Regen fuhren der Ulmer Max Reinelt und seine Crew einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause.

Anfangs schienen die USA mithalten zu wollen, die zuletzt im Vorlauf bedenklich nahe gerückt waren. "Dieses Mal sind wir viel konzentrierter gefahren und konnten unsere Masse gut umsetzen", sagte Reinelt. Will heißen: Sie brachten genug Druck auf die Blätter, keine Kraft ging verloren. Am Ende kamen dann die Briten noch auf, konnten aber nicht auf mehr als eine dreiviertel Länge näher rücken und mussten sich sogar noch den Niederländern geschlagen geben.

"Die Mannschaft wird immer besser und stabiler. Dieser Sieg ein Jahr vor Olympia bedeutet uns sehr viel", hängte der ansonsten eher zurückhaltende Trainer Ralf Holtmeyer den Erfolg im Weltcup-Finale sehr hoch. Als nächste Herausforderung steht nun Ende August die Weltmeisterschaft in Bled an.

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BO8er Waldsee-Ulm fit für Münster

Am Samstag, 9. Juli springt die Ampel zum zweiten Mal in dieser Saison in der flyeralarm Ruder-Bundesliga auf grün. Das Team ist nach Verletzungen wieder komplett und kann mit 10 Mann starten. In Münster setzt Trainer Marcus Maier auf die jungen wilden im Team. Mit Andreas Schmidt und Christian Schwaderer sitzen gleich zwei Junioren im Boot.

"Wir wollen mit der erfahrenen Mannschaft um Schlagmann Stefan Domalski das Zeitfahren und den ersten Block rudern und dann die frischen Jungs einwechseln", so Kapitän Sebastian Wenzel. Mit den Siegen beim Donau-Cup in Ulm und den letzten Trainingseinheiten ist die Mannschaft guter Dinge, um in Münster eine bessere Platzierung zu erreichen.

"Der 14. Platz in Frankfurt zum Saisonauftakt ist nicht das, was wir wollen" sagt Bugmann Hannes Molitor, der nach überstandener Verletzung hofft, dass der Rücken hält.


BO8er kurz nach dem Start in Frankfurt am Main

In Münster am Start sind: Schlagmann Stefan Domalski, Urs Humpenöder, Tobias Knörgen, Sebastian Wenzel, Christian Schwaderer, Johannes Wiest, Johannes Molitor, Philipp Bauer, Andreas Schmidt, Tim Rupp und Steuermann Luis Grünvogel.

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DJM 2011: Pia Patzwaldt stark

Der Ansturm war größer als erwartet, ja durchaus beeindruckend: In Brandenburg an der Havel ruderten über 1100 Nachwuchsruderer aus 347 Vereinen in den Klassen U23/U19/U17 ihre deutschen Meister aus. Pia Patzwaldt fischte mit dem U19- Doppelvierer Bronze aus dem Beetzsee, weitere Athleten des Ulmer Ruderclubs (URCD) konnten sich ebenfalls bis in die Finals durchkämpfen.

Nachdem Pia Patzwaldt bereits im Doppelzweier mit der Radolfzellerin Emma Overlack bis in den Schlussdurchgang ruderte und dort den sechsten Platz belegte, gelang fünf Stunden später der große Coup im Doppelvierer.

Ergänzt durch Lis Weilandt und Carina Buhl (beide Essen) fuhr das Quartett im Finale in einem engagierten Rennen hinter der leicht favorisierten Renngemeinschaft aus Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern und dem Boot des Leistungszentrums Potsdam auf den Bronzerang. Bislang beschränkten die jungen Damen Ambitionen auf regionale Regatten.

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Ulmer in der Ruderbundesliga - neuer Versuch mit Männern

Seit Anfang des Jahres fahren die Ulmer an der Seite des RV Waldsee in der Ruder-Bundesliga. Beim Donau-Cup präsentierte sich der "BO8er" am Wochenende erstmals dem heimischen Publikum.

Schon einmal hatte sich ein Achter des Ulmer Ruder Club Donau an der Bundesliga versucht. Trainiert von Ilja Erche starteten die URCD-Frauen vor zwei Jahren in die neue Klasse. Von Erfolg war der erste Versuch nicht gekrönt. Nach nur einem Jahr hatten die Ulmerinnen das viele Training und den logistischen Aufwand, zu den Wettbewerben in ganz Deutschland zu kommen, satt. "Zu einem zweiten Jahr konnten sie sich nicht zusammen raufen", erinnert Raimund Hörmann, der stellvertretende Vorsitzende des URCD.

Dennoch griffen Hörmann und Co. Anfang des Jahres beherzt zu, als sich ihnen erneut die Gelegenheit bot, einen Achter in Liga eins unterzubringen - diesmal mit den Männern an Bord. "Das Format ist eine tolle Sache", meint Hörmann: "Es gibt uns die Chance, ehemalige Spitzenruderer aufzufangen und sie im Verein zu halten." Was der frühere Weltklasse-Ruderer meint, erklärt Andreas Huber, der URCD-Vorsitzende. Nicht selten in der Karriere eines Ruderers komme der Zeitpunkt, an dem er auf internationaler Bühne nicht mehr mithalten kann - sei es wegen des Alters, einer Verletzungspause oder schlicht aufgrund der eigenen Leistungsgrenze: "Diese Sportler fallen dann oft in ein Loch." Zu schwach für die internationalen Wettbewerbe, zu stark für eine durchschnittliche deutsche Regatta, aber eben wie gemacht für die Ruder-Bundesliga.

In dieser von Anfang an dabei: der Achter aus Bad Waldsee. Kapitän Sebastian Wenzel hatte sich vor drei Jahren mit befreundeten Ruderern des RV Friedrichshafen kurz geschlossen, doch vor der laufenden Saison stieg der Kooperationspartner aus - und der URCD ein. Den Ulmern bot sich so die Chance, die zweite Liga zu überspringen und ihre Mannen direkt in der Bundesliga an den Start zu bringen.

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Reinelt ist zurück im Achter

Max Reinelt ist zurück im Achter, Urs Käufer versucht in Luzern im Vierer ohne Steuermann sein Glück. Vieles spricht dafür, dass sie damit auch bei den Weltmeisterschaften in Bled im August dabei sind.

Ins Jahr gestartet ist Max Reinelt mit einigen gesundheitlichen Problemen, dadurch hatte er die wichtigen ersten Kader-Tests verpasst und seinen Platz im Weltmeisterboot beim Weltcup in München abgehen müssen. Jetzt läuft es für den 22-Jährigen wieder richtig gut, und zwar auf allen Ebenen.

Ende Mai flatterte die Zusage der Deutschen Sporthilfe ins Haus, dass er in die Elite-Plus-Förderung für die Olympischen Spiele 2012 in London aufgenommen wird. 1500 Euro monatlich bekommen die 35 deutschen Top-Sportler als zusätzliche Unterstützung. Damit ist für den angehenden Mediziner die konzentrierte Vorbereitung auf die Spiele gesichert. Zumindest was die Finanzen angeht. "Das Studium wird jetzt erstmal hintenanstehen müssen", sagt Reinelt: "Sonst ist das intensive Training nicht zu machen, und dann hast du keine Chance."

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Freude im Schmuddelwetter

Mieses Wetter, gute Leistung - so lässt sich der Weltcup in Hamburg aus Ulmer Sicht zusammenfassen. Käufer und Reinelt müssen warten.

Fluchtartig haben die deutschen Achter-Ruderer gestern den Siegersteg im Ruderzentrum Hamburg-Allermöhe verlassen. Nicht dass sie sich ihrer Leistung schämen mussten, ganz im Gegenteil, aber bei kühlen Temperaturen von 15 Grad, ekligem Seitenwind und prasselnden Regengüssen wollten die Sieger nur eins: Möglichst schnell ins Warme, um sich auf keinen Fall zu erkälten. Denn ein Schnupfen zur falschen Zeit kann in diesen harten Zeiten den Platz im Flaggschiff kosten.

"Es ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen hatten", stellte Urs Käufer noch kurz im Vorbeilaufen fest, dann war auch er den Blicken entschwunden, setzte sich ins Boot und ruderte mit seiner Crew davon in Richtung Bootshaus.

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Weltcup-Auftakt 2011: Vierer beeindruckt mit Platz drei

Licht und Schatten gabs für die Athleten des Ulmer Ruderclubs Donau beim Weltcup-Auftakt in München: Der Vierer ohne landete auf Platz drei, der Frauen-Zweier musste sich mit dem B-Finalsieg begnügen.

Auf der Regatta-Strecke von Oberschleißheim trafen die besten Ruderer zum ersten Weltcup im vorolympischen Jahr aufeinander. Je näher die Olympischen Spiele von London 2012 rücken, umso dünner wird die Luft in der Spitze. Das war schon bei diesem ersten Kräftemessen zu spüren, obwohl noch ein Großteil der Übersee-Crews fehlte.

Für den frisch geschorenen Max Reinelt und Urs Käufer geht es um den Rollsitz im Deutschland-Achter, da machen die beiden kein Geheimnis draus. Auch wenn ein WM-Start in Bled Ende August oder die Olympia-Nominierung in einer anderen Bootsklasse natürlich durchaus erstrebenswert ist. Trotzdem: Der Achter bleibt der Achter, alle Aufmerksamkeit ist auf dieses Flaggschiff gerichtet. So ist das nun mal in Deutschland.

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DM 2011: Gelungene Aufholjagd von Reinelt und Käufer

Zwei deutsche Meistertitel für die Ulmer Ruderer: Kerstin Hartmann saß im siegreichen Zweier-ohne, Max Reinelt und Urs Käufer im Vierer-ohne.

Schock für die beiden Ulmer Ruderer Maximilian Reinelt und Urs Käufer im Vierer-ohne gestern bei den deutschen Meisterschaften in Brandenburg. Nach wenigen Startschlägen blieb Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) im Gewitter mit seinem Ruder an einer Boje hängen und wurde fast ausgehebelt. Die Folge für den favorisierten Vierer-ohne mit Schmidt, Käufer, Reinelt und Florian Eichner (Halle): Nach 30 m war die Konkurrenz eineinhalb Bootslängen enteilt.

Da hieß es für das Quartett, sich gegen die Nachwuchsboote gewaltig ins Zeug zu legen. Nach 500 m lagen die Vier dann auch gleichauf mit dem Nachwuchs-Vierer aus Schwerin, Rostock und Hamburg, fuhren dann Stück für Stück weg und holten sich nach 2 km den deutschen Meistertitel - mit drei Längen (sieben Sekunden) Vorsprung. Ziemlich fertig war der Vierer-ohne, der das Rennen voll aus dem Training heraus bestritten hatte, aber doch. Nächstes Wochenende wartet beim Weltcup in München hochkarätige Konkurrenz. In vier Wochen gibts für Reinelt und Käufer übrigens in Ratzeburg noch eine Chance, sich doch noch für den Deutschland-Achter zu qualifizieren.

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Volle Kraft voraus im Vierer


Urs Käufer (Zweiter von links) und Max Reinelt (rechts daneben) waren mit ihrem Auftreten in Essen zufrieden. Foto: hjk

Mumm statt Frust. Bei der ersten Formüberprüfung der deutschen Ruder-Elite auf dem Essener Baldeneysee legten sich die Ulmer Max Reinelt und Urs Käufer im Vierer ohne Steuermann mächtig in die Riemen.

An Max Reinelt und Urs Käufer ist die Enttäuschung darüber abgeprallt, dass sie vorerst nicht erste Wahl für den Deutschland-Achter sind. Die beiden Ulmer Ruderer saßen bei der 96. Hügel-Regatta in Essen im siegreichen Vierer ohne Steuermann, der über die zwei Kilometer einen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Die Griechen, immerhin Vize-Weltmeister, hatten als Zweitplatzierte rund sieben Sekunden Rückstand. Während Reinelt fest für diesen Vierer nominiert war, profitierte Käufer bei der Zusammenstellung für Essen vom Ausfall des erkrankten Rene Bertram aus Magdeburg.

Obwohl es in dieser Bootsklasse gestern weitgehend rund lief, möchten Reinelt und Käufer bei der WM in Bled/Slowenien (ab 28. August) am liebsten im Achter sitzen. Doch Bundestrainer Ralf Holtmeyer wird beim Weltcup in drei Wochen in München an der momentanen Besetzung in den jeweiligen Kategorien nichts ändern und erst nach der Ratzeburger Regatta in fünf Wochen seine personelle Ausrichtung für Bled in Angriff nehmen. Klar, dass sich Reinelt und Käufer nach wie vor Hoffnungen auf einen Platz im Achter machen. Dieses Paradeboot gewann sein Rennen mit einer Länge Vorsprung gegenüber den Franzosen. Aber die Suche nach der idealen Besetzung ist, wie erwähnt, noch lange nicht abgeschlossen.

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Ulmer Nachwuchsruderer im Einsatz

Gleich an zwei Regattaplätzen waren die Ulmer Nachwuchsruderer im Einsatz. In Lauerz/Zentralschweiz legte Pia Patzwaldt zwei Mal am Siegersteg an.

Es war ein Rennwochenende nach Maß für die Ulmer A-Juniorin Pia Patzwaldt. Auf dem Lauerzersee in der Zentralschweiz dominierte sie nicht nur ihre Konkurrenz im Einer, sondern konnte ebenso sicher zusammen mit der Radolfzellerin Emma Overlack im Doppelzweier die gegnerischen Boote auf Distanz halten. Wegen der guten Erfolgsaussichten - und weil es zu Zweit einfach mehr Spaß macht -, planen Pia Patzwaldt und Emma Overlack ihre sportliche Zukunft nun im Doppelzweier.

Der Rest des Ulmer Teams startete bei der Mannheimer Meile, im weniger beschaulichen Mühlauhafen. Drei Siege und weitere vordere Platzierungen verbuchten die Athleten des Trainerteams Marcus Maier und Sanae Nakamura.

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Virus bremst URCD-Duo

Nicht nach Wunsch verlief für manchen Ulmer Ruderer die Kleinbootüberprüfung in Köln. Max Reinelt hat Chancen auf einen Platz im Achter.

Sehr gemischt fiel das Ergebnis der Ulmer Ruderer bei der Kleinbootüberprüfung in Köln aus. Max Reinelt belegte den vierten Rang und rückte damit in den engen Kreis der Achterkandidaten. Große Enttäuschung dagegen bei Urs Käufer, der während des Rennwochenendes erkrankte. Kerstin Hartmann, noch angeschlagen, reiste gar nicht erst nach Köln. Pia Patzwald belegte im Einer der Juniorinnen den 17. Rang. Urs Humpenöder wurde in der U-23-Klasse 16. Leichtgewicht Janis Köster, ebenfalls in der U-23-Klasse unterwegs, landete auf Platz 17.

Max Reinelt und sein Partner Lukas Müller (Düsseldorf) sind auf dem richtigen Weg in Richtung Deutschland-Achter. Über den Vor- und Zwischenlauf marschierten die Beiden souverän ins Finale. Dort packten sie ihre bestechende Physis aus und setzten sich mit mächtigen Schlägen an die Spitze des Feldes. Im Endspurt jedoch zogen drei Crews an ihnen vorbei. "Auf den letzten 250 Metern fehlt uns vielleicht etwas die Erfahrung und die Feinabstimmung in der hohen Frequenz", kommentierte ein zufriedener Max Reinelt seinen Finallauf.

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Urs Käufer will zurück in den Achter

In Köln fällt die Vorentscheidung im Kampf um die Plätze im Deutschlandachter. Für den Ulmer Urs Käufer und seinen Partner Filip Adamski ist es wohl die letzte Chance sich zu empfehlen.

SÜDWEST PRESSE: Herr Käufer, nach dem WM-Sieg 2009 im Achter sind Sie etwas von der Bildfläche verschwunden. Was haben Sie 2010 gemacht?

URS KÄUFER: In der Saison nach dem WM-Titel habe ich einen neuen Zweier-Partner bekommen. Das hat leider nicht so gut funktioniert. Weil aber die Achterqualifikation über den Zweier geht und ich mit meinem Partner nicht weit genug vorne mit dabei war, bin ich in den Vierer ohne gekommen.

Wie läuft denn die Zuordnung der Zweierpartner?

KÄUFER: Das macht Bundestrainer Ralf Holtmeyer. Ich bin seit 2004 eigentlich immer mit Filip Adamski gefahren. Nach der WM 2009 wollte Ralf aber neue Teams ausprobieren und hat uns auseinandergesetzt.

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Kerstin Hartmann trumpft auf

Kerstin Hartmann hat die neue Saison begonnen wie sie die alte beendet hat: Mit Marlene Sinnig an der Spitze der Rangliste der Ruderer.

Die Langstrecke in Leipzig ist für die Ruderer die erste Standortbestimmung in jeder Saison. Es gilt sich über 6000 Meter im Zweier in Szene zu setzen, um sich im Kampf um die Besetzungen der einzelnen Bootsklassen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. So gesehen erwischte Max Reinelt einen schlechten Start: Der Hoffnungsträger des Ulmer Ruderclubs Donau (URCD) musste passen, weil der Rücken immer noch Probleme bereitet.

Auch bei Urs Käufer, der wieder mit Filip Adamski im Boot sitzt, lief es nicht nach Wunsch. Das Duo landete auf dem 9. Platz in der Rangliste, die von Kristof Wilke/Richard Schmidt angeführt wurde. Sie lagen acht Sekunden vor Sebastian Schmidt/Toni Seifert.

Wilke wollte den Erfolg nicht über bewerten. "Wir müssen abwarten, was auf den 2000 Metern passiert." Der entscheidende Test über die olympische Wettkampfdistanz steigt in drei Wochen in Köln (16./17. April). Dann will auch Reinelt wieder an Bord sein.

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URCD-Nachwuchs startet gut in die Saison 2011

Debüt nach Maß für Urs Humpenöder

Mit einem Sieg durch Urs Humpenöder und weiteren vorderen Platzierungen gelang dem Nachwuchs des Ulmer Ruderclub Donau (URCD) ein guter Saisonauftakt. Das Langstreckenrennen in Breisach über 5,3 Kilometer, bei dem 330 Ruderer aus ganz Süddeutschland starteten, diente der ersten Standortbestimmung. Je nach Leistungsvermögen werden im Hinblick auf die weitere Saison neue Groß- und Mittelboote gebildet.

Nicht besser hätte es für Urs Humpenöder bei seinem Debüt in der U-23-Klasse laufen können. Mit 40 Sekunden Vorsprung siegte er vor Peter Koch aus Radolfzell. Den dritten Platz in diesem Rennen belegte Humpenöders Vereinskamerad Paul Lutz. Eine ähnlich überzeugende Leistung lieferte Pia Patzwald ab. Sie belegte im Juniorinnen-A-Einer den zweiten Platz. Von den zwölf gestarteten Booten musste sie lediglich der Saarbrückerin Julia Beenke den Vortritt lassen.

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Deutschlandachter 2011: Es geht um die Plätze

Zwischen Training und Repräsentation: Für die besten deutschen Ruderer kommt die Saison langsam in Schwung. Für Urs Käufer und Max Reinelt gehts um Plätze im Deutschland-Achter.

Gestern war Repräsentieren angesagt. Als Weltmeister hat man so seine Pflichten, doch auch auf der ISH in Frankfurt machte Max Reinelt am Stand des Achter-Sponsors Wilo eine gute Figur. "Wir haben was gemeinsam: Wir müssen im Boot hocheffizient arbeiten, die Pumpen von Wilo auch", erklärt der Ulmer. Dem Sponsor ist es auch geschuldet, dass der neue Deutschland-Achter grün wird. Angeschaut haben ihn die Weltmeister schon, demnächst wird er vom Bootsbauer Empacher aus Eberbach ans Leistungszentrum nach Dortmund geholt. Reinelt ist es herzlich egal, "ob es lila oder grün" ist - Hauptsache er hat einen Platz im Boot.

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Topzeiten auf dem Trockenen

Man glaubt es kaum, aber Rudern auf dem Ergometer lockt in Essen-Kettwig hunderte Zuschauer in die Halle. Da durften die Athleten des Ulmer Ruderclubs Donau nicht fehlen. Alle voran Neuzugang Julia Wolff.

Julia Wolff ist auf dem Weg nach Boston. Die 30-jährige Assistentsärztin, die aus Frankfurt zu Beginn des Jahres zum Ulmer Ruderclub Donau (URCD) gewechselt ist, hat sich in 6:59,3 Minuten für die Ergo- Weltmeisterschaft qualifiziert.

Bereits Ende Januar war sie in Ludwigshafen auf dem Ergometer so schnell wie nie zuvor gerudert, musste sich aber in der nationalen Rangliste noch auf Platz zwei hinter Christiane Huth, Silbermedaillen-Gewinnern der Olympischen Spiele von Peking, einreihen. Es fehlten 1,6 Sekunden um das Ticket für Boston zu lösen. Hart, aber machbar war ihrem Trainer Marcus Maier klar gewesen. Dass sie in Essen-Kettwig gleich fünf Sekunden schneller fuhr, damit hatte auch er nicht gerechnet.

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