Zum ersten Mal war der Ulmer Ruder-Club Donau bei der Regatta in Lauingen und sahnte gleich richtig ab. 18 Siegerwimpel fanden den Weg zurück an die Donau.
Idyllisch war es im Auwald bei Lauingen - und äußerst erfolgreich für die Ulmer Ruderer. Vor allem in den großen Booten durfte gejubelt werden. Am ersten Tag saßen Jan Rupp und Christoph Peitz im siegreichen Männer-Großboot, am nächsten Tag vertrat Peitz allein die Ulmer Farben im Junioren-Achter, der ebenfalls Erster wurde. Beide kennen die 500 Meter lange Strecke inzwischen in- und auswendig. Jan Rupp war mit Lukas Wimberger (RV Passau) an beiden Wettkampftagen im Doppel-Zweier wie im Zweier ohne Steuermann erfolgreich. Peitz war im A-Junioren-Doppel-Zweier mit Michael Kohlbeck (Landshut) nicht zu schlagen und hatte zudem im schnellsten Doppel-Vierer Platz genommen.
Claudia Reinelt und Theresa Hanke bilden ein perfektes Duo in vielen Lebenslagen
Der URCD braucht kein Weihnachtsorchester - Neue Einsichten für den erfahrenen Trainer.
Ruderer brauchen Kraft, Durchhaltevermögen und auch ein gutes Taktgefühl. Beim Donau-Cup bewiesen Claudia Reinelt und Theresa Hanke einmal mehr, dass sie über all das verfügen. Trotzdem wird der Ulmer Doppel-Zweier für internationale Einsätze als zu leicht befunden.
Gutes Taktgefühl ist gefragt. Im Mixed-Achter saß Claudia Reinelt (ganz hinten) einmal ohne ihre Partnerin Theresa Hanke. Foto: Volkmar Könneke
Claudia Reinelt war in der vergangenen Saison die erfolgreichste Sportlerin im Dress des Ulmer Ruder-Clubs Donau (URCD). Bei der Kurzstrecken-Regatta in der Friedrichsau war das nicht anders: Fünf Starts, fünf Siege lautete ihre Bilanz. Da verwundert es nicht, dass die zierliche 16-Jährige von größeren Erfolgen träumt: "Einmal bei einer WM starten, das wäre schön." Eigentlich hätten sie und ihre Partnerin Theresa Hanke die besten Voraussetzungen dafür. Im vergangenen Jahr fuhren sie bei den B-Juniorinnen im Doppel-Zweier der Leichtgewichte allen Konkurrentinnen davon. Jetzt sind sie eine Altersklasse hoch gerückt, landeten bei der deutschen Meisterschaft gegen die ältere Konkurrenz trotzdem auf dem dritten Platz.
Kerstin Hartmann und Max Reinelt holen zwei Meistertitel. Beide Ulmer haben bei der U-23-WM Platz im Achter sicher
Auf nach Glasgow heißt es für Max Reinelt und Kerstin Hartmann. Die beiden vertreten den Ulmer Ruder-Club Donau bei der U-23-WM in Schottland. Beide sicherten sich am Wochenende je zwei deutsche Meistertitel am Brandenburger Beetzsee.
Die Ulmer Ruderin Kerstin Hartmann (vorne) schaut optimistisch in die Zukunft. Foto: Hansjörg Käufer
Im nächsten Jahr macht Kerstin Hartmann ihr Abitur. Das wird sicher ein Höhepunkt für die 19-jährige Ulmerin, es könnte aber in 410 Tagen ein zweiter folgen: Sie darf auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking hoffen. Das hat Riemen-Bundestrainer Ralf Holtmeyer deutlich gemacht.
Gemeinsam mit ihrer Heilbronner Partnerin Kathrin Reinert gewann Kerstin Hartmann am Wochenende den deutschen U-23-Titel im Zweier ohne. Dazu kam der Erfolg im Achter sowie eine Silbermedaille im Vierer. "Schneller war nur die zweite Hälfte des Achters. Die ist besser aufeinander eingespielt", sagte Trainer Uwe Hallm.
Drei Starts im Doppel-Vierer hatte Christoph Peitz am Wochenende bei der Breisacher Ruder-Regatta. Dreimal stieg der Ulmer mit seiner Crew als Sieger aus dem Boot.
Im Landesleistungszentrum Breisach trafen sich vor allem die Nachwuchs-Ruderer aus dem Land zur Regatta. Aus Sicht des Ulmer Ruder-Clubs Donau (URCD) war erwartungsgemäß Christoph Peitz am Stärksten. Gemeinsam mit Philipp Birkner, Marc Rebholz und Matthias Reichelt gewann er zweimal die Junioren-Konkurrenz im Doppel-Vierer sowie auch die Männer-Wertung. Erfolgreich war auch Urs Humpenöder im baden-württembergischen Auswahl-Achter, der von seiner URCD-Teamkollegin Sophie Steinle gesteuert wurde. Das Flaggschiff setzte sich vor einer rein Ulmer Crew durch. Paul Lutz, Georg Reinelt, Constantin Grimminger, Michael Nemmer, Patrick Ganghof, Janis Köster, Alexander Kohlhoff und Tim Rupp schafften es mit Steuerfrau Jana Nemmer aber immerhin das Züricher Boot klar in Schach zu halten. Angesichts der Tatsache, dass es nur wenige Vereine gibt, die überhaupt ein großes Boot besetzen können, eine reife Leistung. Im Junioren-Vierer mit Steuermann landete Humpenöder zudem auf Rang zwei vor dem Quartett seiner Teamkollegen.
Über zwei zweite Plätze konnte sich der 14-jährige Christian Schwaderer freuen, der nur an Tim Lauer (SG Speyer) nicht vorbei kam. In der zweiten Abteilung sicherte sich Christian Hengartner am Sonntag ebenfalls einen zweiten Rang. Gleiches gelang Melina Reichart im Einer der Juniorinnen.
In Ratzeburg Chancen auf U-23-WM-Platz untermauert. Juniorinnen-Leichtgewichte messen sich mit den Großen
Maximilian Reinelt hat den Anspruch auf einen Start bei der U-23-WM untermauert. In Ratzeburg saß der Ulmer im siegreichen Achter, der Polen und Deutschland II keine Chance ließ. Die Leichtgewichte Theresa Hanke und Claudia Reinelt schnupperten rein bei den Großen.
Getrennte Wege: Die Ulmer Freunde Maximilian Reinelt (vorne) und Jan Rupp saßen in Ratzeburg einmal mehr in verschiedenen Booten. Archivfoto
Wie immer um diese Jahreszeit geht es bei den Ruderern um die Besetzung der Boote für die diversen Weltmeisterschaften. Und wie immer wollen Ulmer Athleten dabei sein. Maximilian Reinelt kann auf dem Weg zu den U-23-Titelkämpfen auf seine außergewöhnlich guten Ergometer-Werte bauen - obwohl er erst im ersten Jahr in der U-23-Klasse antritt. Bei der Regatta in Ratzeburg hat Reinelt auch auf dem Wasser bewiesen, dass er berechtigte Hoffnungen hat, bei der Weltmeisterschaft in Glasgow dabei sein will.
Mit Platz fünf im Vierer ohne ist der Ruder-Weltcup in Ottensheim für Urs Käufer zu Ende gegangen. Kerstin Hartmann landete im Frauen-Achter auf Rang sieben.
Blickt optimistisch auf die vorolympische Saison: Urs Käufer. Archivfoto
"Jetzt haben wir die Gewissheit, dass wir auch mit einem Ersatzmann vorne mithalten können", sagte Urs Käufer gestern. Da war der Ulmer Ruderer schon auf dem Heimweg vom Weltcup im österreichischen Ottensheim. Im Gepäck hatte er den fünften Platz in einem stark besetzten Finale, in dem eigentlich nur das Quartett aus den USA fehlte.
Nach dem Vorlauf war sein alter Zweier-Partner Filip Adamski von den Ärzten aus dem Boot genommen worden. Der Mannheimer befindet sich seit Wochen im Aufbautraining, nachdem er sich beim Ergometertest völlig übernommen hatte. Nun soll dem 24-Jährigen nicht zu viel zugemutet werden. "Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt Käufer, der nicht weiß, ob beim Weltcup am letzten Juni-Wochenende in Amsterdam der Schlagmann im Boot sitzt.
Weltcup-Auftakt im österreichischen Ottensheim mit zwei Ulmern. Erster Einsatz nach der Genesung von Adamski - Kerstin Hartmann darf schnuppern
Jetzt wird es für die besten Athleten des Ulmer Ruder-Clubs Donau langsam ernst. Heute steht in Ottensheim bei Linz der erste Weltcup in dieser Saison an. Für Urs Käufer ist es der erste Auftritt im Vierer. U-23-Athletin Kerstin Hartmann darf im Frauen-Achter ran.
Greifen wieder an: Gregor Hauffe, Urs Käufer, Toni Seifert und Filip Adamski (von links). FOTO: HANSJÖRG KÄUFER
84 Tage sind es noch bis zur Eröffnung der Heim-WM in München, die gleichzeitig Qualifikationsregatta für die Olympischen Spiele in Peking ist. Höchste Zeit, dass die Ruderer in die heiße Wettkampfphase einsteigen. Unter den 880 Athleten, die für den ersten Weltcup in Österreich gemeldet haben, sind viele Medaillengewinner des Vorjahres und auch zwei Ulmer: Kerstin Hartmann und Urs Käufer.
Für den Vize-Weltmeister im Vierer ohne Steuermann ist es der erste Härtetest in dieser Saison. Alle zuvor waren ausgefallen, nachdem sich der Mannheimer Schlagmann Filip Adamski beim Ergometer-Test derart übernommen hatte, dass er einige Wochen aus dem Verkehr gezogen wurde. Die Konkurrenz von Käufer, Adamski und den beiden Leverkusenern Toni Seifert und Gregor Hauffe könnte stärker kaum sein. Bis auf den Vierer der USA (4.) ist die komplette Besetzung des WM-Finales von Eton am Start. Mit Irland, Italien, China und der Tschechei sind weitere starke Nationen im 25 Boote umfassenden Feld vertreten.
Kerstin Hartmann und Katrin Reinert haben in Essen bewiesen, dass sie zu den stärksten deutschen Ruderinnen gehören. Gestern saßen sie im siegreichen Achter.
Kerstin Hartmann (Ulmer Ruderclub Donau) und Katrin Reinert (Heilbronn) haben die Hierarchie im U-23-Bereich wieder hergestellt. Bei der Hügelregatta auf dem Essener Baldeneysee fuhren sie im Zweier Kathrin Thiem und Silke Müller (Hannover) davon. Allerdings mussten sie die Engländerinnen Olivia Whitlam/Heather Stauning ziehen lassen. "Es war viel zu wichtig, dass wir schnellstes deutsches Boot sind. Wir haben nur auf Hannover geachtet, sonst auf niemand", sagte Trainer Uwe Hallm. Denn mit diesem Triumph haben seine Schützlinge die Qualifikation für die U-23-WM in Glasgow sicher.
Im Frauen-Achter saßen alle vier in einem Boot. Bundestrainer Ralf Holtmeyer hatte die 16 Damen, die für die WM in München in Frage kommen, bunt gemischt. Gemischt auch das Ergebnis: Am Samstag war die Crew mit Marlene Sinnig am Schlag schneller. Gestern nun legte Elke Hipler los - und mit ihr Kerstin Hartmann los. "Ich denke, die Steuerfrau hat den Unterschied gemacht", urteilte die Junioren-Weltmeisterin. Denn dieses Mal hatte sie die erfahrene Annina Ruppel an Bord, die am Vortag den anderen Achter gelenkt hatte.
Mit vielen Ideen will der URCD sein hohes Niveau halten
Der Ulmer Ruderclub Donau (URCD) ist einer der erfolgreichsten Vereine der Stadt. Damit das auf Dauer so bleibt, müssen Talente her und vor allem Geld in die Kassen. Neue Ideen sind also gefragt, wie beispielsweise die einer europaweit agierenden "Ruder-Akademie".
Beweis glänzender Ulmer Nachwuchsarbeit: Urs Käufer (hinten rechts) holte im deutschen Vierer WM-Silber im vergangenen Jahr. Foto: Hansjörg Käufer
Die Zuschüsse sprudeln immer spärlicher, Sponsoren sind fürs Rudern schwer zu finden. Keine Halle, in die man zahlende Zuschauer locken kann, keine Bande für die Werbung, kein regelmäßiger Ligabetrieb. Stattdessen weite Reisen und wertvolles Material, das umso teurer wird, je besser die Sportler sind.
"Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um unser Niveau halten zu können. Schließlich müssen wir zwei hauptamtliche Trainer bezahlen, das ist anders als wenn die Trainer bei der Stadt angestellt sind und für den Verein arbeiten", sagt der Vorsitzende Andreas Huber. Für das Gehalt von Uwe Hallm und Björn Gehrmann bekommt der URCD nur einen städtischen Zuschuss.
Die Hoffnungen, schon bald Landesleistungszentrum zu werden, haben sich auch erst einmal zerschlagen. "Da hat der Ruderverband seine Hausaufgaben nicht ganz gemacht", sagt Huber vorsichtig. 2009 wird neu entschieden, dann hoffen die Ulmer natürlich dabei zu sein.
Teresa Hanke und Claudia Reinelt sind eine Bank für den Ulmer Ruder-Club Donau (URCD). Bei der Münchner Junioren-Regatta lagen die Leichtgewichte vorn. Nachdem Kerstin Hartmann dem Junioren-Alter entwachsen ist, sind die Siege der jungen URCD-Athleten nicht mehr so üppig gesät. Trotzdem konnten die Ruderer von Björn Gehrmann bei der DRV-Junioren-Regatta in München einige Erfolge verbuchen. Allen voran der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Teresa Hanke und Claudia Reinelt. Das Duo gewann an beiden Tagen. Als B-Juniorinnen blieben sie in der vergangenen Saison ungeschlagen, und auch eine Altersklasse höher scheinen die Skullerinnen weiter in gutem Fahrwasser unterwegs zu sein. In München beherrschten sie die Konkurrenz. Am nächsten kamen ihnen die Mädchen des Regattaverbandes Ems/Weser, doch auch sie wurden mit einer Länge in Schach gehalten.
Mit acht Siegen sind die Ulmer Nachwuchsruderer von der oberrheinischen Frühregatta in Mannheim zurückgekehrt. Damit dürfte klar sein, dass die Saison-Vorbereitungen gut gelaufen sind.
Der Shootingstar bei den B-Junioren war zweifellos der 14-jährige Christian Schwaderer, der sowohl die Langstrecke über 3000 Meter als auch den Sprint über 1000 Meter im Einer für sich entschied. Mit seinem Partner Christian Hengartner setzte er noch einen Erfolg im Doppel-Zweier drauf. Dort trieb er zwar die Schiedsrichter mit seinen Steuerkünsten schier zur Verzweiflung. Da die beiden aber letztlich zehn Sekunden Vorsprung hatten, ließen sie Gnade vor Recht ergehen.
Bei den Juniorinnen B setzte sich Melina Reichart mit Neuling Victoria Jeffries im Doppelzweier durch. Vervollständigt wurde die gute Bilanz durch die A-Juniorinnen Claudia Reinelt und Anne Köhler, die sich mit den Einer-Siegen abwechselten. Urs Humpenöder saß zudem im Baden-Württemberg-Achter, der sich ebenfalls behaupten konnte.
Gut gerudert, aber mit schlechtem Ergebnis: So lautet das Fazit für das Abschneiden des Ulmer Teams bei der deutschen Kleinbootmeisterschaft in Köln.
Kerstin Hartmann (rechts) und Katrin Reinert: die beiden 19-Jährigen sind den etablierten Ruderinnen schon dicht auf den Fersen. Foto: Hansjörg Käufer
Nicht nur der kräftige Gegenwind hat den Ulmer Ruderern bei der deutschen Kleinbootmeisterschaft in Köln einiges an Kraft und Kondition abverlangt. Während Urs Käufer bei den Skullern in fremdem Metier und ohne großen Leistungsdruck startete, konnten sich die Nachwuchszweier mit Kerstin Hartmann und Katrin Reinert (Heilbronn) sowie Jan Rupp und Max Reinelt nicht mit Nachdruck für höhere Aufgaben empfehlen. Dennoch: Ihre Leistung war keine schlechte. Die Analyse des Ulmer Ex-Trainers Christian Viedt - "gut gerudert, leider mit schlechtem Ergebnis" - war zwar auf seinen Schützling Urs Käufer gemünzt, passte aber fürs gesamte Team.
Die Kaderüberprüfung des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) auf dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig brachte für die Ulmer nicht die erhofften Resultate. Sowohl der Zweier mit Kerstin Hartmann und Katrin Reinert als auch Käufer/Adamski wurden durch Krankheit ausgebremst.
Warten auf Vierer- Schlagmann Filip Adamski: Urs Käufer.
147 Tage vor Beginn der Heim-WM in München konnten die Ulmer Spitzenruderer Urs Käufer und Kerstin Hartmann im Konzert der deutschen Elite die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Bei den Frauen reichte es dem Zweier mit Kerstin Hartmann und ihrer Heilbronner Partnerin Katrin Reinert über 6 km in 25:36 Minuten nicht zu der erhofften vorderen Platzierung. Auf die Siegerinnen Nicole Zimmermann und Elke Hippler (Rostock/Hannover) fehlten 55 Sekunden. Ebenso befinden sich die aus dem deutschen Frauen-Achter (WM-Silber) gebildeten Zweier für die Renngemeinschaft Ulm/Heilbronn derzeit nicht in Schlagnähe.
Die Junioren-Weltmeisterinnen in dieser Bootsgattung werden sich vorerst auf die U-23-Klasse konzentrieren müssen. Und auch da befindet sich das Duo nicht mehr allein an der Spitze. Silke Müller und Kathrin Thiem aus Hannover waren diesmal um 15 Sekunden schneller und damit Siegerinnen der U-23-Wertung. Weil sich Kerstin Hartmann vergangene Woche noch mit einem grippalen Infekt herumgeplagt hatte, ging der Zweier die ersten Kilometer etwas verhaltener an. Das brachte dem Duo den entscheidenden Rückstand. Im letzten Streckendrittel konnten Hartmann und Reinert dann zeitlich mit den besten Booten mithalten.
Die Ruderer kehren zurück aufs Wasser. Mit dem Start der Freiluftsaison beginnt für die Ulmer auch der Kampf um die Plätze in der Nationalmannschaft.
Kerstin Hartmann (rechts) vom Ulmer Ruder-Club Donau und ihre Partnerin Katrin Reinert haben beim Bundestrainer einen guten Eindruck hinterlassen. Foto: hjk
Der Ulmer Ruder-Club Donau (URCD) hat die Boote aus ihrem Winterquartier geholt und startet am Samstag in Leipzig-Burghausen die Freiluftsaison 2007. Auf dem Elster-Saale-Kanal müssen sich Kaderangehörige und solche die es werden wollen in den Kleinbooten über sechs Kilometer beweisen. Neben dem bereits etablierten Urs Käufer gehen auch Max Reinelt und Jan Rupp an den Start. Für die beiden Talente ist es das Debüt in der U-23-Klasse.
Lang, lang ist's noch hin, aber der Ulmer Ruderer Urs Käufer träumt unablässig von einer Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking.
Urs Käufer - weit ist der Weg nach Peking.
Knapp 20 Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist man auf dem Shunyi Rowing Park vor den Toren Pekings dieser Tage dabei, 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser in das künstlich angelegte Becken zu pumpen. Zwischen 40 und 50 Tage wird das nach Berechnung der Ingenieure dauern.
Man ahnt es: Im Reich der Mitte entsteht eine Anlage wie sie die Ruderwelt noch nicht gesehen hat. Derweil sind der Ulmer Urs Käufer, Filip Adamski (Mannheim) sowie die beiden Leverkusener Toni Seifert und Gregor Hauffe ihrem erklärten Ziel, Deutschland dort im "Vierer-ohne" zu vertreten, ein gutes Stück näher gekommen.
Durch Stiftung Deutsche Sporthilfe in München geehrt
Große Ehre für Kerstin Hartmann und ihre Ruder-Partnerin Katrin Reinert: Die Junioren-Weltmeisterinnen sind die "Juniorsportler Mannschaft des Jahres 2006".
In München als Junior-Team des Jahres geehrt: Kerstin Hartmann und ihre Heilbronner Partnerin Katrin Reinert. Foto: Stiftung Deutsche Sporthilfe
Große Überraschung gestern Abend in München bei der Auszeichnung der besten deutschen Juniorensportler durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe: Nicht das Hockey-Nationalteam, die Tischtennisspieler oder Turner, die in diesem Jahr allesamt Junioren-Europameister in ihren Disziplinen geworden sind, wurde als "Juniorsportler Mannschaft des Jahres 2006" geehrt. Den Zuschlag erhielt - Riesen-Erfolg für den Ulmer Sport - ein Ruder-Duo: Kerstin Hartmann vom Ulmer Ruderclub Donau und ihre Heilbronner Mitstreiterin Katrin Reinert. Die beiden 18-Jährigen hatten sich bei der Junioren-WM in Amsterdam dank eines fulminanten Schlussspurts Gold gesichert. Eine Jubel-Gala. Bereits zwei Wochen zuvor hatte der Zweier ohne Steuerfrau mit der Silbermedaille bei der U-23-WM für Furore gesorgt.
Sporthilfe ehrt Kerstin Hartmann und Katrin Reinert. Zweier für Wahl der Junior-Mannschaft des Jahres nominiert
Überraschung zum Saisonende: Die Ulmer Ruderin Kerstin Hartmann und ihre Partnerin Katrin Reinert sind für die Wahl der Junior-Sportler des Jahres nominiert.
Kerstin Hartmann (links) und Katrin Reinert wurden in München vorgestellt. FOTO: PICTURE ALLIANCE
Gestern war Kerstin Hartmann wieder auf der Donau. Tags zuvor hatte sie die Ruder-Klamotten mit dem feinen Zwirn getauscht: In der Münchner Fußball-Arena wurden sie und ihre Partnerin Katrin Reinert vorgestellt - als Kandidatinnen für die Mannschaft des Jahres im Bereich der Junior-Sportler.
Vergeben wird der Preis, der mit einem Stipendium verbunden ist, von der Deutschen Sporthilfe. Wer ihn letztlich bekommt, entscheidet die Jury unter Vorsitz des Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach. Beim "Fest der Begegnung" im Grand Hotel Bayerischer Hof, werden die Sieger am 27. Oktober gekürt.
"Ich finde es toll, dass wir überhaupt dabei sind. Das war eine große Überraschung", sagt Kerstin Hartmann. Schon die Vorstellung hat der Junioren-Weltmeisterin im Zweier Spaß gemacht: "Es war nett, mit anderen Sportlern zu reden. Da waren auch einige dabei, die schon bei Olympia waren." Die Konkurrenz ist wahrlich nicht von Pappe: Das Hockey-Nationalteam, die Turner oder Tischtennis-Spieler, allesamt in diesem Jahr Europameister in ihren Sportarten.
Sporthilfe-Geschäftsführer Michael Ilgner hob bei der Präsentation den hohen Stellenwert der Wahl hervor: "Mit den Stipendien helfen wir Juniorsportlern im beruflichen und schulischen Bereich zu einer Zeit, in der sie die Grundlagen für eine duale Karriere legen müssen." Duale Karriere, das heißt Schule oder Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen. Das ist auch für Kerstin Hartmann das beherrschende Thema, da sie 2007 ihr Abitur machen will. "Natürlich werde ich weiter trainieren. Wir wollen auch zur U-23-WM. Aber mit Rudern kann ich später kein Geld verdienen. Das Abitur geht klar vor."
Nächsten Freitag steht aber die Gala an. Eine Begegnung mit aktiven und früheren Spitzensportlern. Darauf freut sich die 18-Jährige.
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Geschrieben von SÜDWEST PRESSE Ulm vom 16.10.2006.
Mit drei Silbermedaillen-Gewinnern im Boot landete der gesteuerte Vierer des Ulmer Ruderclubs Donau (URCD) auf dem zweiten Platz bei der deutschen Sprintmeisterschaft in Essen-Kettwig. Nur über 350 Meter ging es dieses Mal, da galt es möglichst schnell die nötige Harmonie zu finden.
Raimund Hörmann, Urs Käufer, Maximilian Reinelt und Jan Rupp gelang das im Vorlauf, gesteuert vom jungen Janis Köster, besser als erwartet. Da hielten sie das Quartett aus Münster noch im Schach. Allerdings rechnete auch niemand damit, dass ausgerechnet die Westfalen die großen Kontrahenten um den Sieg sein würden. Doch so kam es im Finale: Münster vor Ulm lautete das Endergebnis.
Die Kurzstrecken-Regatta in Bad Waldsee wurde zum Fest für den Ulmer Ruder-Club Donau. Gleich 16 Siege brachten sie mit nach Hause - darunter einen Doppelsieg.
War das Wetter am ersten Wettkampftag noch glänzend, hatten die Ruderer danach mit starkem Regen und entsprechend aufgewühltem Wasser zu kämpfen. Die Ulmer Abordnung ließ sich davon noch am wenigsten beeindrucken. Neben den 16 Erfolgen kamen sie auf neun zweite sowie elf dritte Ränge. Sogar ein totes Rennen brachten die Ulmer zustande - das hat im Rudern Seltenheitswert. Bei den 13-Jährigen war nicht einmal auf dem Zielfoto auszumachen, ob Christian Schwaderer oder Georg Reinelt der Schnellere war. Somit gab es eben zwei Sieger.
Der Ulmer Ruder Club Donau holt Medaillen auf allen Ebenen. Huber und Hörmann: Die Geheimnisse der Stärke des URCD
Kein anderer Ulmer Verein bringt es zu so vielen nationalen und internationalen Meistertiteln wie der Ulmer Ruder Club Donau. Am Samstag ehrten Verein und Stadt frisch gebackene Meister aller Ebenen. Die Sportler selber dankten auf einer Ulmer Schachtel ihren Sponsoren.
Weltmeister, deutsche Meister, Landesmeister: Die Erfolgreichen des Ulmer Ruder Club Donau, ihre Trainer Uwe Hallm, Björn Gehrmann (Zweiter und Dritter von rechts) und URCD-Vorsitzender Andreas Huber (rechts). Foto: Matthias Kessler
Ulm ist kein besonders geförderter Ruderstützpunkt, wo wie beispielsweise in Ratzeburg oder Potsdam - vom Leistungszentrum Dortmund ganz zu schweigen - hauptamtliche Trainer im Dutzend angestellt wären. Der Ulmer Ruder Club Donau (URCD) muss mit zwei Trainer-Profis auskommen: Björn Gehrmann und Uwe Hallm. Umso bemerkenswerter ist, dass der URCD Jahr für Jahr Talente hervorbringt, die Titel und Medaillen auf allen Ebenen einfahren.
In diesem Jahr brachten Ruderer aus Ulm das für einen Ruderverein in Deutschland einmalige Kunststück fertig, Medaillen zu holen in allen drei Weltmeisterschafts-Kategorien: in der offenen, also der olympischen Klasse, bei den Junioren- und bei den U-23-Weltmeisterschaften (siehe unten). Diese Meister und Medaillengewinner, aber auch die bei deutschen und baden-württembergischen Meisterschaften Erfolgreichen, ehrten der Verein und die Stadt Ulm am Samstag.